Beben in Japan: Internet beweist seine Robustheit

Internet & Webdienste Das schwere Erdbeben vom vergangenen Freitag hat in Japan zwar massive Zerstörungen angerichtet, die Internet-Infrastruktur ist jedoch unerwartet wenig in Mitleidenschaft gezogen worden. Das teilte das Monitoring-Unternehmen Renesys mit. Die allermeisten japanischen Webseiten waren in den vergangenen Tagen problemlos erreichbar und auch verschiedene kritische Kommunikations-Dienste, die auf dem Internet aufsetzen, konnten weiterhin ohne Schwierigkeiten genutzt werden.

Das Beben sorgte dafür, dass rund 100 der 6.000 Einzelnetze in Japan vom Internet getrennt waren. Es bedurfte aber nur weniger Stunden, bis die Routing-Tabellen weltweit entsprechenden alternativen Wege den Vorzug gaben. Kurz nach dem Beben brach der ein- und ausgehende Datenverkehr Japans um rund 25 Gigabit pro Sekunde ein, bereits nach wenigen Stunden war aber schon wieder das normale Level erreicht. Am zentralen japanischen Knoten JPNAP sank der Verkehr seit Freitag um lediglich rund 10 Prozent.

"Warum dieses unglaublich zerstörerische Beben keinen stärkeren Einfluss auf den internationalen Internet-Traffic hatte? Wir wissen es noch nicht", erklärte James Cowie, Technikchef bei Renesys. Das einzige größere Problem, das die Beobachter verzeichneten, waren demnach Schäden an zwei Segmenten des Unterseekabel-Systems Pacnet EAC. Diese führten zu Ausfällen bei einigen Netzen in Japan, auf den Philippinen und in Hongkong, was Verbindungen auf die andere Seite des Pazifiks anging.

Auch einige andere Unterseekabel wurden zwar beschädigt, was aber keine größeren Auswirkungen auf den gesamten Datenverkehr hatte. Immerhin besteht zwischen Japan und den USA ein ganzes System von Verbindungen, so, dass einzelne Ausfälle nicht übermäßig schwer ins Gewicht fallen.

Laut Cowie habe es sich in den letzten Tagen ausgezahlt, dass Japan ein sehr dichtes Netz an nationalen und internationalen Netzwerkverbindungen aufgebaut hat. So konnte das Internet das tun, wofür es konzipiert wurde: Daten auch bei großen Schäden um die defekten Stellen herumleiten.
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