USA: Händler von Spiele-Fälschungen verurteilt

Recht, Politik & EU In den USA wurde ein Mann wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung an Computerspielen zu einer Haftstrafe von 30 Monaten verurteilt. Das teilte die US-Bundespolizei FBI mit. Der Täter hatte demnach im Zeitraum von 2005 bis 2009 rund 35.000 Kopien von verschiedenen Spielen über eBay und Amazon verkauft. Rund 60 verschiedene Publisher waren von den Rechteverletzungen betroffen. Der Schaden wurde auf rund 700.000 Dollar beziffert.

Den Angaben zufolge hatte der geständige 36-Jährige jeweils ein Originalspiel gekauft und dieses zuhause vervielfältigt. Die Kopien veräußerte er für jeweils 9,95 Dollar. Als Ermittler zu einer Hausdurchsuchung erschienen, fanden sie noch rund 1.000 vorgefertigte Kopien vor, bei denen die Datenträger jeweils wie die Originale bedruckt waren.

Der Täter bot seinen Kunden sogar noch einen zusätzlichen Service an: Ein einmal gekauftes Spiel konnte man sich nachträglich auch noch einmal als Image von der Webseite des Anbieters herunterladen. Die Bezahlung erfolgte in der Regel per PayPal, wobei er teils seinen eigenen, teils aber auch falsche Namen angab.

Der zuständige Richter entschied daher, dass der Täter nicht nur des Betrugs und der Urheberrechtsverletzung, sondern auch des Identitätsdiebstahls schuldig ist. Nach seiner Haftentlassung muss er dem Urteil zufolge soziale Dienste ableisten und Schadensersatz an die betroffenen Spiele-Publisher zahlen.
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