UK: Telefon-Lügendetektor wird nicht eingesetzt

Recht, Politik & EU In Großbritannien verfolgte die Regierung laut einem Artikel von 'The Guardian' offenbar Pläne, eine Lügendetektor-Software einzusetzen, um Personen am Telefon dabei zu erwischen, wenn sie falsche Angaben machen. Vorrangig ging es dabei um Angelegenheiten im Bezug auf Sozialleistungen. Die zugehörigen Pläne wurden mittlerweile allerdings eingestellt. Auch Wissenschaftler kritisierten die Effektivität von Voice Risk Analysis (VRA). Angeblich ist es fraglich, ob die Technologie tatsächlich den gewünschten Effekt nach sich ziehen würde.

Mit der Voice Risk Analysis sollen sich Anzeichen von Stress in der Stimme erkennen lassen. Unter dem Strich soll die Software erkennen, wenn der Angerufene am Telefon nicht die Wahrheit sagt. Für die Testreihe soll das Ministerium für Arbeit und Soziales über zwei Millionen britische Pfund ausgegeben haben. Allerdings waren nur fünf von 23 Pilotversuchen erfolgreich, so der Bericht.

Die Firma namens DigiLog vertreibt die VRA-Software in Großbritannien und kritisierte, dass die Ergebnisse der aktuellen Untersuchungen lediglich die Meinungen einiger Forscher widerspiegeln würden.

Entwickelt wurde die angesprochene Software vom israelischen Unternehmen Nemesysco. Schon 2007 stuften Wissenschaftler die Methode als unseriös ein.
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