USA: Knast für Anbieter von Lügendetektor-Training

Zeichnung, Lügendetektor, Polygraph Bildquelle: U.S. Patent 4,333,084
Im US-Bundesstaat Virginia wurde ein Mann zu einer Haftstrafe verurteilt, nachdem er über einige Zeit Kurse anbot, in denen man lernen konnte, einen Lügendetektor-Test erfolgreich zu bestehen.
Zu seinen Kunden gehörten unter anderem auch Personen, die sich so auf ein Bewerbungsverfahren bei US-Behörden fit machen wollten. Hier ist es noch immer üblich, dass Bewerber sich einer Befragung unter Einsatz eines Lügendetektors stellen müssen, wenn sie bestimmte Sicherheits-Einstufungen erhalten wollen, die beispielsweise die Voraussetzung dafür sind, mit als geheim eingestuften Dokumenten umgehen zu dürfen.

In seinen Kursen lehrte der Verurteilte "physische und mentale Gegenmaßnahmen für den Umgang mit Lügendetektoren", so dass letztlich die gewünschten Resultate herauskommen, auch wenn die Testperson eine komplette Lüge erzählt, hieß es in einer Mitteilung des Staatsanwaltes Neil H. MacBride. Die Kurse kosteten zwischen 1.000 und 2.000 Dollar zuzüglich Anfahrtskosten.

Der zuständige Richter erklärte, dass der Mann in einer Grauzone agierte. Einerseits sei es durch das Recht auf freie Rede gedeckt, Informationen über die Funktionsweise solcher Tests zu verbreiten, andererseits habe er Menschen geholfen, in Befragungen durch staatliche Behörden mit Lügen besser wegzukommen. "Zu vielleicht 95 Prozent gibt es in dem Geschäft nichts Illegales", heißt es in der Urteilsbegründung.

In dem Verfahren kamen zwei Fälle zur Sprache, in denen Personen die Kurse in Anspruch nahmen, bevor sie Sicherheitsprüfungen durch US-Behörden zu durchlaufen hatten. Einmal ging es um die Bewerbung für einen Job bei einem nicht näher benannten Geheimdienst, ein weiteres Mal um eine Strafverfolgungsbehörde auf Bundesebene. Aber auch mehrere verurteilte Sexualstraftäter sollen seine Kurse besucht haben, bevor sie im Rahmen ihrer Bewährungsauflagen eine Befragung an einem Lügendetektor durchlaufen mussten. Das Urteil lautete auf acht Monate Haft mit einer anschließenden Bewährungszeit über drei Jahre.

Lügendetektoren werden in der Fachwelt als Polygraphen bezeichnet. Sie sollen durch die Messung verschiedener Parameter unterbewusste körperliche Reaktionen aufzeigen, wie sie beispielsweise beim bewussten Lügen auftreten können. Die Wirksamkeit ist allerdings hochumstritten und entsprechende Systeme kommen vor allem noch in den USA zum Einsatz, während sie hierzulande quasi nicht zu finden sind. Zeichnung, Lügendetektor, Polygraph Zeichnung, Lügendetektor, Polygraph U.S. Patent 4,333,084
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