Musik-Downloads: Markt ist offenbar gesättigt
Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Nielsen wurden dort in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 630 Millionen Musikdateien über Download-Plattformen verkauft. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurde der gleiche Wert verzeichnet.
Vor einem Jahr konnten die Marktforscher noch Wachstumsraten von 13 Prozent vermelden. Mitte 2008 lag die Steigerung sogar noch bei 28 Prozent. Nun ist aber eine Stagnation eingetreten. Bei Nielsen sieht man so derzeit die Sättigungsgrenze erreicht.
Nach Angaben der Marktforscher ist es der Musikindustrie nur in Ansätzen gelungen, die digitalen Vertriebswege zu einem Massengeschäft zu machen. Der Kundenkreis beschränkt sich eher auf einen bestimmten Stamm, der seine Musiksammlung auf Tonträgern zu einem gewissen Teil auch durch Online-Käufe umstellte.
Diese Kunden haben inzwischen alles, was sie an älteren Songs wünschen. Die Verkäufe beschränken sich daher zunehmend auf neue Produktionen. Ein weiterer Faktor sei der unrechtmäßige Tausch von Musik über Filesharing-Plattformen, von denen gute Online-Angebote eigentlich viele Nutzer abziehen sollten. Dies ist zwar zu einem gewissen Teil gelungen, allerdings verfügen die P2P-Netze noch immer über einen großen User-Stamm, der sich nicht mit den bisher eingesetzten Methoden in die legalen Vertriebsketten einbinden lässt.
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Christian Kahle
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