iBrain: Technologien können das Gehirn verändern

Forschung & Wissenschaft Der US-amerikanische Neurowissenschaftler Gary Small kam zu der Erkenntnis, dass digitale Technologien nicht nur das Leben, sondern auch das Gehirn verändern können. Unter Umständen führe der häufige Gebrauch von Hightech-Geräten zum Verlust von sozialen Fähigkeiten. Von diesem Phänomen sollen besonders die sogenannten digitalen Ureinwohner (digital natives) betroffen sein. Gemeint sind damit all jene Personen, die im Zeitalter der digitalen Welt aufwachsen. Diese Gruppen verfügen zwar über weitläufige Kenntnisse im Umgang mit neuen Technologien, erlernen jedoch kaum menschliche Kommunikationsfähigkeiten. Als Hauptgrund wurde dafür die zeitintensive Nutzung von Geräten wie beispielsweise Mobiltelefonen oder dem Computer angeführt.

Im Schnitt verbringt jeder junge Mensch etwa neun Stunden täglich mit den angesprochenen Geräten. Damit gehe eine gewisse Auswirkung auf die neuronalen Schaltkreise einher, hieß es in einem veröffentlichten Report. Gary Small hat in diesem Zusammenhang mehrere Studien durchgeführt. Unter anderem hat der Forscher und Wissenschaftler Probanden nach dem mehrstündigen Spielen von gewaltsamen Videogames beobachtet. Hinterher sei die Fähigkeit beeinflusst gewesen, emotionale Gesichtsausdrücke zu erkennen.

Gänzlich schlecht reden will Small die neuen Technologien allerdings nicht. Er führte ein Beispiel von Ärzten an, welche zu Videospielen greifen und dadurch vermutlich ihre Hand-Augenkoordination verbessern. Letztlich sollen dadurch weniger Fehler im Operationssaal passieren, hieß es.

Grundsätzlich ist Small den neuen Technologien überhaupt nicht abgeneigt, ferner bezeichnet er sie sogar als wunderbar. Der Teufel stecke jedoch im Detail, meint der Forscher. Man müsse das Potenzial maximieren, solle aber in jedem Fall darauf achten, dass die Technologien nicht das Leben bestimmen.
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