MRT zeigt: Gamer haben ein größeres Gehirn

Gehirn, MRT, Computer Tomografie Bildquelle: Liz Henry / Flickr
Jugendliche, die regelmäßig Computerspiele nutzen, verfügen über ein größeres Gehirn. Diese Entdeckung machten Forscher der Berliner Universitätsklinik Charité, als sie eigentlich das Suchtverhalten von Heranwachsenden untersuchen wollten.
Im Zuge ihrer Untersuchungen führten sie auch eine Hirnstrukturstudie zu Computerspielen durch. Dabei zeigte sich nach Untersuchungen im Magnetresonanztomografen (MRT), dass Nutzer, die regelmäßig am Rechner spielen ein größeres Hirnvolumen und insbesondere eine stärker ausgeprägte Hirnrinde aufweisen, berichtete die 'Berliner Morgenpost'.

Nach Angaben der Forscher hat sich vor allem das Belohnungszentrum stärker ausgebildet als bei einer durchschnittlichen Vergleichsgruppe. Dieses ist immer dann aktiv, wenn uns etwas Freude bereitet - also etwa ein gedeckter Tisch, wenn man Hunger hat, oder wohl eben auch ein geschafftes Level.

Aber auch der Frontalkortex ist bei Spielern größer. Dieser steht mit Aufgaben wie strategischem Planen, Konzentration und dem Kurzzeitgedächtnis in Verbindung. Statt der 2,5 Millimeter, die hier normal sind, wurden bis zu 3,5 Millimeter gemessen. Hier wirkt sich wohl insbesondere aus, dass der Frontalkortex sich vergleichsweise spät entwickelt und erst im Alter von etwa 21 Jahren voll ausgebildet ist.

Für das Forscher-Team um Simone Kühn handelt es sich bei den Erkenntnissen um eine Sensation. In Kürze soll die Publikation der genauen Ergebnisse erfolgen. Wie Kühn ausführte, habe man für die Untersuchung Jugendliche aus verschiedenen Berliner Bezirken und aus Elternhäusern mit unterschiedlichstem Bildungshintergrund ausgewählt, um ein möglichst allgemeingültiges Bild zu erhalten. Aussortiert wurden die Daten jener, die übermäßig viel Spielen und als süchtig gelten können.

Unter dessen bestätigten auch Psychologen der Universität Würzburg in einer anderen Untersuchung, dass Computerspiele die Intelligenz von Kindern steigern können. Der Effekt fiel ihren Angaben zufolge überraschend hoch aus.

Allerdings gilt dies für Games, die gezielt für diese Aufgabe entwickelt wurden. Die Forscher setzten ein wissenschaftlich anerkanntes Training zur Steigerung des logischen Denkvermögens als Computerspiel um. Bei diesem lernen Kinder, Merkmale von Objekten und Beziehungen zwischen Objekten systematisch miteinander zu vergleichen.

In über 100 internationalen Studien an weit über 4000 Kindern konnten Wissenschaftler bereits den Erfolg dieses Trainings nachweisen: Kinder, die solche strategischen Vergleiche gelernt hatten, schnitten nicht nur in Intelligenztests besser ab. Auch ihre Leistungen in der Schule fielen deutlich und auf Dauer besser aus. Gehirn, MRT, Computer Tomografie Gehirn, MRT, Computer Tomografie Liz Henry / Flickr
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