AMD meldet Sonderbelastung von 948 Mio. US-Dollar

Wirtschaft & Firmen Der Chip-Hersteller AMD scheint nicht aus der Krise zu kommen. Nachdem bekannt wurde, dass DreamWorks künftig auf Intel-Prozessoren setzt, wurde nun bekannt, dass eine Sonderbelastung von 948 Millionen US-Dollar auf AMD zukommt.

880 Millionen US-Dollar davon entfallen auf eine Abschreibung in den Bereichen Handheld und Digital-TV, welche auf die Übernahme von ATI Technologies im vergangenen Jahr zurückgehen. Weitere 32 Millionen US-Dollar gehen auf restrukturierungsbedingte Abfindungszahlungen zurück.


Ein kurzfristiges Investment in den Chip-Hersteller Spansion, sowie andere Wertpapiergeschäfte, machen weitere 36 Millionen US-Dollar der Sonderbelastung aus. Ein einmaliger Positiveffekt in Höhe von 190 Millionen US-Dollar soll hingegen durch den Verkauf von Ausrüstung zur Chip-Produktion entstehen.

Die Anleger an der US-Börse NYSE (New York Stock Exchange) straften AMD nach Bekanntgabe der neuerlichen Sonderbelastung mit starken Kursverlusten ab. Die Aktien des Unternehmens fielen am gestrigen Freitag um 2,62 Prozent auf 4,83 US-Dollar.
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Derb, dachte das Amd/ati jetzt kräftig Gewinn machen mit den neuen Karten die ja mehr als gut sind ^^. War wohl nichts, aber wird noch werden o.O
 
@Smoke-2-Joints: Tja, man sollte eben nicht nur Umsatzzahlen feiern sondern sich auch immer fragen ob damit Gewinn erzielt werden kann. Wenn du ne 4870 für 300 Dollar herstellst und für 299 Dollar verkaufst, machst du halt immer 1 Dollar Verlust. Je mehr du verkaufst, je mehr Verlust. Das gilt natürlich umgekehrt auch für Gewinn :). Jetzt kannst du dir ja selber zusammenreimen woher die "Abstrafung" kommt. Erst dauerde Preissekungen bei den X2, dann wurde der Phenom auch billig verkauft und ATi machts halt genauso mit den 4000'ern
 
@DennisMoore: Die Produktionskosten fallen nach einer gewissen Zeit. Da man beim Anlauf immer mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Neue Linie, neue Fertigungsprozesse, usw. Wenn das alles optimiert läuft ohne Ausschuss/Wartung/Stillstand etc, sinken die Kosten automatisch.
 
Och Leute, von betriebswirtschaftlichen Dingen scheint ihr wohl nicht so viel Ahnung zu haben. Das 4000er-Geschäft ist erst gerade angelaufen und das spiegelt sich sowieso erst in der Bilanz im nächsten Geschäftsjahr wieder. Des Weiteren ist hier von Sonderbelastungen die Rede, die nichts mit dem täglichen Geschäft zu tun haben. Daher ist das klassischer Äpfel-Birnen-Vergleich. Dass die Aktien steigen oder fallen, hat eh nur einen psychologischen Wert. Eine positive Nachricht läßt diese auch wieder steigen.
 
@DennisMoore: Die HD4000er Karten sind nicht teuer :) Das PCB ist das gleiche wie bei der HD3000 Serie, also sehr effiziente verwertung und keine neuen Enticklungskosten. Der Chip ist durch 55nm klein und günstig, die Yields liegen bei ca. 90% (hab da was gehört^^) und durch 256 statt 512Bit is das PCB an sich auch günstig. Dann noch der geringe Stromverbrauch = weniger Spannungswandler. Da musst du dir bei NVs GT200 in 65nm, mit 512Bit, bis zu 240W (sehr teures PCB) und einer Yield von ca. 50% bedeutend mehr sorgen machen. Und die GTX260 wird fast zu HD4870 Preisen verkauft. Wer macht da weniger Gewinn?


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