Warnung vor Betrug durch angebliche Datenschützer
Wie die Verbraucherschützer mitteilten, haben Werber des Verbandes mehrfach Personen angerufen und um ihre Mitgliedschaft für einen einmaligen Beitrag in Höhe von 59 Euro geworben. Obwohl die Angerufenen lediglich der Zusendung von Informationsmaterial über die Leistungen des Verbandes zustimmten, bestätigt dieser nun schriftlich eine angebliche Mitgliedschaft und verlangt das Geld.
"Wenn Verbraucher nach einem unlauteren Werbeanruf eine Bestätigung für eine Vereinsmitgliedschaft mit Beitragsrechnung erhalten, obwohl sie dem nicht zugestimmt hatten, sollten sie widersprechen und nicht zahlen", sagte Sabine Fischer von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Es mute reichlich grotesk an, wenn ausgerechnet ein "Deutscher Verband gegen Datenmissbrauch und Werbebelästigung" Verbraucher mit Telefonwerbung belästigt und anschließend mit einer schriftlichen Bestätigung eine unerwünschte Mitgliedschaft unterstellt.
"Wer am Telefon keine Willenserklärung zum Vertragsabschluss abgegeben hat, hat auch keinen Vertrag geschlossen und sollte entsprechenden Behauptungen umgehend nachweisbar widersprechen", so Fischer. Die Verbraucherzentrale bekräftigte im Rahmen dessen außerdem ihre Forderung nach einem härteren Vorgehen der Politik gegen unlautere Werbeanrufe. Verträge dürften demnach nach solchen Telefonaten erst nach einer schriftlichen Bestätigung zustande kommen. So bleibt den Betroffenen heute nur die Möglichkeit, schriftlich gegen den angeblichen Vertragsabschluss Widerspruch einzulegen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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