Trojaner sperrt PC - Freischaltung nach teurem Anruf

Sicherheit Seit einiger Zeit reicht es den Versendern von Spam- und Phishing-Mails nicht mehr, sich indirekt an der Gutgläubigkeit unvorsichtiger Anwender zu bereichern. Mittlerweile gibt es sogar Schad-Software, die ihre Opfer vor die Wahl stellt - Geld her, oder Daten futsch. Mit dem vor kurzem entdeckten Trojaner Delf.ctk gehen die Internetkriminellen jetzt noch einen Schritt weiter. Das Programm macht den Rechner des Anwenders so lange unbenutzbar, bis dieser sich zur Zahlung von 35 US-Dollar bereit erklärt. Der "Kunde" möge sich doch bitte an eine sehr teure Telefonnummer für Betreiber von Premiumdiensten in den USA wenden, ähnlich der hierzulange bekannten 0900-Nummern.

Nach Angaben von Sunbelt Software, einem Hersteller von Sicherheitssoftware, steckt hinter der genannten Premium-Telefonnummer ein amerikanischer Zahlungsdienstleister, der für zahlreiche Anbieter von kostenpflichtigen Porno-Websites arbeitet.

Die von dem Trojaner infizierten Systeme zeigen eine bildschirmfüllende Warnmeldung an, die behauptet, dass die Lizenz einer angeblich auf dem jeweiligen Rechner installierten Sicherheitssoftware für den Schutz vor Spy- und Adware abgelaufen ist. Außerdem wird der Nutzer vor der weiteren Verwendung seines nun angeblich schutzlosen Systems gewarnt.


Natürlich wird auch die Möglichkeit für die erneute Aktivierung der ja eigentlich nicht vorhandenen Schutzsoftware geboten. Klickt man die entsprechende Schaltfläche an, werden die erwähnte Premium-Nummer und eine Aufforderung zur Eingabe einer PIN angezeigt.

Für den Fall, dass das Opfer nicht in den USA zuhause ist, haben die Kriminellen vorgesorgt. Über ein Auswahlmenü kann sich der Nutzer die für sein Heimatland gültige Telefonnummer anzeigen lassen. Optional sei auch die "Aktivierung" über einen Anschluss in Kamerun oder eine Satellitenverbindung möglich - entsprechend horrende Kosten natürlich garantiert.

Der Anwender hat keine Chance wieder Zugriff auf das System zu erhalten, es sei denn er bezahlt, so Sunbelt-Chef Alex Eckelberry. Der Zahlungsdienstleister, über den das Ganze abgewickelt wird, hat seinen Hauptsitz zudem auf den Seychellen, einem Inselstaat im Indischen Ozean. Rechtlich dürfte das Unternehmen deshalb wohl kaum zu belangen sein. Nur ein effektiver Virenschutz kann eine Infektion vermeiden helfen.
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