WinFuture.de Software-Test: Safari 3.0.2 Beta

Software Willkommen zu einem weiteren Software-Test von WinFuture.de. An dieser Stelle präsentieren wir ein Programm, das etwas außergewöhnlich ist oder sich durch ein bestimmtes Element auszeichnet. In dieser Woche fiel unsere Wahl auf den Browser Safari, der seit einiger Zeit auch für Windows erhältlich ist. Nachdem Steve Jobs auf der Eröffnungsansprache auf Apples World Wide Developer Conference angekündigt hatte, den bisher nur für das eigene Betriebssystem erhältlichen Browser Safari zukünftig auch für Windows anzubieten, wurde schnell bekannt, dass das kalifornische Unternehmen einen Anteil von bis zu 20 Prozent auf dem Browser-Markt für Windows anstrebt und damit die zwei bisher größten Konkurrenten für Microsofts Internet Explorer - Firefox und Opera - vom Markt verdrängen will. Wir haben uns Safari für Windows genauer angeschaut und Vorteile sowie Nachteile dokumentiert.

Bereits kurz nach der Veröffentlichung der ersten Beta-Release wurden zahlreiche Sicherheitslücken und Fehler bekannt, die Apple inzwischen mit zwei neuen Beta-Versionen behoben haben soll. Auch die oft kritisierte Instabilität des Browsers scheint man mit der Version 3.0.2 weitestgehend in den Griff bekommen zu haben: Während unserer Tests, die wir auf drei unabhängigen Rechnern mit frisch installiertem Windows XP durchführten, lief Safari nicht nur problemlos, auch die Startgeschwindigkeit und die Performance im laufenden Betrieb machten sich positiv zu bemerken. Wie der Hersteller selbst auf seiner Homepage schreibt, interpretiere der Browser HTML-Seiten bis zu 2-mal schneller als der Internet Explorer 7 und bis zu 1,7-mal schneller als Mozilla Firefox 2. Auch bei der Verarbeitung von JavaScript-Befehlen soll er im Hinblick auf die Geschwindigkeit klare Vorteile gegenüber seinen Konkurrenten bieten, so Apple.


Safari soll laut eigenen Angaben durch seine Schlankheit und Schnelligkeit überzeugen und das Surfen im Internet mit Hilfe von Tabbed-Browsing, des integrierten RSS-Readers, der Suchfunktion, der einfachen Verwaltung von Lesezeichen sowie seiner Sicherheit erleichtern. Wie auch die Mac-Version wartet der Windows-Safari mit einer Menüleiste am oberen Fensterrand auf, die unter anderem seitenspezifische Funktionen, einige Einstellungen zur Webseitenansicht und einen Lesezeichen-Manager bietet. Auch das vom Originalprodukt bekannte, silberfarbene Aussehen wurde übernommen und ist nach der Installation standardmäßig aktiv.

Zu den Besonderheiten von Safari gehört das so genannte "private Surfen". Aktiviert man diese Funktion im Menüpunkt "Edit", trägt das Programm die besuchten Internetseiten weder in den Verlauf ein, noch speichert es Formulareingaben. Ebenso unberührt bleibt die Liste der zuletzt gestarteten Suchanfragen über das Google-Suchfeld, sodass die angefallenen Spuren erst gar nicht gelöscht werden müssen. Die Funktion "Reset Safari", die mit "Private Daten löschen" aus Mozilla Firefox vergleichbar ist, bietet darüber hinaus auch die nachträgliche Zurücksetzung aller zwischengespeicherten Informationen an.

Der Einstellungsdialog von Safari erinnert ebenfalls an Firefox: Im oberen Bereich findet sich ein horizontales Registermenü, das die Optionen in verschiedene Bereiche untergliedert. Im Gegensatz zu anderen Browsern erlaubt das Apple-Produkt nicht nur das Setzen von Safari als Standard, auch Internet Explorer, Firefox sowie Opera stehen zur Auswahl. Neben diversen Konfigurationsmöglichkeiten für den integrierten RSS-Reader ist zudem die Anpassung von "AutoFill" möglich, das alle Formulareingaben auf der Festplatte speichert, um sie bei einem späteren Besuch der Webseite wieder verfügbar zu machen. Ebenso kann Java oder JavaScript deaktiviert werden, um die Sicherheit zu erhöhen.

Apple Safari für WindowsApple Safari für WindowsApple Safari für WindowsApple Safari für Windows

Die Suchfunktion, die jeden beliebigen Text in einem Dokument findet, lässt sich auf Wunsch direkt unter der Lesezeichen-Symbolleiste einblenden und startet den Suchvorgang bereits während der Eingabe des Suchbegriffs. Die Fundstellen werden dabei farblich hinterlegt und können mit einem Klick auf den Button "Next" nacheinander betrachtet werden. Da der Rest der Seite verdunkelt wird, gestaltet sich das Suchen und Finden von Textausschnitten mit Apples Safari besonders einfach und übersichtlich.

Auch der eingebaute RSS-Reader verfügt über eine Live-Suche, die den Inhalt eines Feeds filtern kann. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, mit Hilfe eines Schiebereglers individuell einzustellen, ob nur Überschriften oder auch Ausschnitte aus den Inhalten der Einträge angezeigt werden sollen: Je weiter der Regler nach rechts geschoben wird, desto mehr Text erscheint; befindet er sich dagegen ganz links, wird lediglich der Titel dargestellt. Zum weiteren Funktionsumfang des Readers zählen die Sortierung nach Datum, Titel oder Quelle sowie die Anzeige der an diesem Tag, der am vorherigen Tag und der an den letzten sieben Tagen erstellten Einträge.


Die Lesezeichenverwaltung von Safari öffnet sich nicht in einem eigenen Fenster, sondern erscheint stattdessen im aktuellen Tab. Sie enthält schon nach der Installation zahlreiche Links zu News-Portalen, Online-Shops und Unterhaltungsangeboten. Außerdem werden die Favoriten aus Firefox und Internet Explorer automatisch importiert und dabei in getrennten Ordnern abgelegt. Da Safari das Bearbeiten und Entfernen von Lesezeichen und Verzeichnissen nur über das Kontextmenü erlaubt und so auf Symbolleisten verzichtet, bleibt die Lesezeichenverwaltung stets übersichtlich und stellt nur das Wesentliche dar: den Inhalt.

Nützlich ist auch SnapBack, das helfen soll, die Orientierung beim Surfen wiederzufinden. Wenn man zum Beispiel auf ein Google-Suchergebnis klickt und sich auf der gefundenen Seite dann in zahlreichen Untermenüs verirrt, gelangt man durch einen Klick auf das SnapBack-Icon in der Adressleiste wieder bequem zur Anfangsseite. Eine Funktion, die man in den anderen Browsern ebenfalls nicht finden dürfte oder nur durch Add-ons nachrüsten kann, ist die Größenänderung bei Textfeldern: Durch Klicken und Ziehen lässt sich die Größe eines mehrzeiligen Eingabefeldes beliebig anpassen.

Browser Startgeschwindigkeit
Safari 3.0.2 Beta
1,8s
Firefox 2.0.0.4
2,0s
Internet Explorer 7.0
2,4s
Tests durchgeführt mit: Intel Core 2 Duo mit 1,86 GHz Taktfrequenz, 2 GB Arbeitsspeicher, Windows XP Professional Service Pack 2, Browser ohne Add-ons.
Geschwindigkeitstests von Apple finden Sie auf der Homepage (siehe unten).

Für unseren Test haben wir rund 50 verschiedene Webseiten besucht und nur bei einigen wenigen gravierende Fehler in der Darstellung festgestellt, die eine Benutzung erschwerten oder unmöglich machten. Zwar waren bei den meisten Seiten dennoch kleinere Ungereimtheiten zu finden, diese sind in der Regel aber verkraftbar und werden in den folgenden Beta-Versionen des Browsers höchstwahrscheinlich noch behoben werden.

Obwohl die Windows-Version von Safari noch einige Fehler und Sicherheitslücken enthalten könnte, macht sie auf uns für eine Beta-Release einen äußerst soliden und stabilen Eindruck. Mit ihren Funktionen, die vielen schon von der Mac-Version bekannt sind, muss sie den anderen Browsern für Windows in nichts nachstehen. Zudem gefallen die gute Performance und die einfache Bedienung der Software, die auch Umsteigern leicht fallen sollte.

Verwandte Themen:

Homepage: www.apple.com
Lizenztyp: Freeware/Kostenlos

Download: SafariSetup.exe (7,9 Mb)


Vielen Dank an Valentin Hauner für diesen Artikel!
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