Vista: Microsoft empfiehlt Speicher mit Fehlerkorrektur

Windows Vista Microsoft hat gestern gegenüber dem Branchendienst TGDaily bestätigt, dass man Computer-Herstellern empfehle, beim Bau von Rechnern für Windows Vista, die Verwendung von mit Fehlerkorrekturfunktionen ausgestattetem Arbeitsspeicher in Erwägung zu ziehen. Diese ECC-Module kommen heutzutage vor allem in Server- und Workstation-Systemen zum Einsatz. ECC steht dabei für Error Checking and Correction und wird keine Grundvoraussetzung für Windows Vista, soll aber nach Angaben von Microsoft die Stabilität des Betriebssystems verbessern können. Ein PR-Manager von Microsoft sagte gegenüber TGDaily, dass man eine Reihe von Änderungen und Verbesserungen bei der Speichernutzung unter Windows Vista vorgenommen habe. Man sei weiterhin der Meinung, dass ECC der Speicherstabilität zuträglich sei.

ECC-Speicher sind im Gegensatz zu normalen RAM-Modulen zusätzlich mit Funktionen ausgestattet, die den Datenfluss überprüfen und gegebenenfalls verändern können und damit im Stande sind Fehler zu korrigieren. Ein grosses Problem stellt laut Microsoft die weite Verbreitung von billigem Arbeitsspeicher dar, der häufig Fehler verursachen könne.

Dieser Speicher ist häufig von minderer Qualität und kann durch Fehler Software zum Absturz bringen, weil er oft nicht ganz den gültigen Spezifikationen entspricht, hiess es. Da Speicher eine extrem wichtige Rolle in heutigen PCs spielt, ist die Verwendung von ECC-Modulen nach Ansicht von Analysten der richtige Weg um die Probleme zu vermeiden.

Heutzutage kommt ECC-RAM fast ausschliesslich in Rechnern zum Einsatz, die absolut zuverlässig sein müssen. Gegen eine Verwendung in PCs für den Massenmarkt sprechen derzeit die hohen Preise und relativ geringe Produktionskapazitäten. Weiterhin beeinträchtigt die Fehlerkorrektur die Leistung des Rechners besonders beim Start. Man geht davon aus, dass ECC-Speicher bis zu drei Prozent langsamer ist, als "normale" Module.

Probleme mit durch billigen Speicher verursachten Fehlern liessen sich auch auf simple Art und Weise lösen, in dem man einfach etwas hochwertigere Produkte kauft, die von Markenherstellern stammen. Sollte die Empfehlung von Microsoft von zahlreichen Herstellern umgesetzt werden, könnte dies zu rund 50 Euro Mehrkosten pro Computer führen.
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