Frist verstrichen: Autos von 15.000 Dieselbesitzern droht Stilllegung
Autofahrer, deren Fahrzeuge in den Skandal um die Manipulation von Dieselmotoren verwickelt sind, hatten eineinhalb Jahre Zeit ihren Motor entsprechend der Anordnung des Kraftfahrtbundesamtes anpassen zu lassen. Wer die illegale Software zur Steuerung der Abgaswerte immer noch nicht hat entfernen lassen, wird bald dazu gezwungen werden das Auto stillzulegen.
Infografik: Dicke Luft in deutschen Großstädten
Grund für die drohenden Zwangsmaßnahmen gegen Diesel-Fahrzeuge mit illegaler Software ist das Ende einer Frist, die eine Anpassung des Bord-Betriebssystems vorschreibt. Diese war vor rund 18 Monaten erlassen worden und definiert, dass die Fahrzeuge in diesem Zeitrahmen einen entsprechenden Besuch in der Werkstatt hinter sich bringen müssen. "Der Rückruf ist verbindlich", erklärte das Bundesverkehrsministerium gegenüber der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage. "Fahrzeuge, die nicht umgerüstet werden, können in letzter Konsequenz außer Betrieb gesetzt werden."
"In rund 0,6 Prozent der Fälle (Stand Ende Mai) hat das Kraftfahrt-Bundesamt die zuständigen Zulassungsbehörden informiert, weil betroffene Fahrzeughalterinnen und -halter innerhalb des 18-monatigen Rückrufzeitraums trotz mehrfacher Aufforderung nicht an dem verpflichtenden Rückruf teilnahmen", heißt es im Berliner Ministerium. "Je nach Freigabedatum des Updates hat der Fahrzeughalter mit rund anderthalb Jahren ausreichend Zeit, an dem verbindlichen Rückruf teilzunehmen", hieß es in der Stellungnahme des Ministeriums. Erste Stilllegungen wurden bereits in Hamburg und München vorgenommen.
Ohne Update kann das Auto einfach stillgelegt werden
In den nächsten Wochen könnte es rund um den Abgas-Skandal wieder einmal neue Aufregung geben. In Deutschland droht knapp 15.000 Fahrzeughaltern von VWs und Audis mit der illegalen Abgas-Anlage die Zwangsstilllegung ihrer Fahrzeuge. Diese kann natürlich relativ einfach abgewendet werden: Die Betroffenen müssen die illegale Abgas-Software in den entsprechenden Modellen von einer Fachwerkstatt durch eine zugelassene Version ersetzen lassen. Eine entsprechende Aufforderung zur dringenden Anpassung der Autos wird von der zuständigen Kfz-Zulassungsstelle an die Fahrzeughalter per Brief zugestellt - dann bleiben diesen noch vier Wochen Zeit zu handeln.Infografik: Dicke Luft in deutschen Großstädten
Grund für die drohenden Zwangsmaßnahmen gegen Diesel-Fahrzeuge mit illegaler Software ist das Ende einer Frist, die eine Anpassung des Bord-Betriebssystems vorschreibt. Diese war vor rund 18 Monaten erlassen worden und definiert, dass die Fahrzeuge in diesem Zeitrahmen einen entsprechenden Besuch in der Werkstatt hinter sich bringen müssen. "Der Rückruf ist verbindlich", erklärte das Bundesverkehrsministerium gegenüber der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage. "Fahrzeuge, die nicht umgerüstet werden, können in letzter Konsequenz außer Betrieb gesetzt werden."
VW und Audi zwischen 2009 und 2014
Im verbindlichen Rückruf sind alle VW- und Audi-Modelle eingeschlossen, die zwischen 2009 und 2014 mit dem "EA 189"-Dieselmotor ausgeliefert wurden - dieser enthält immer die illegale Abschalteinrichtung zur Abgasmanipulation. In einer vom Ministerium veröffentlichten Statistik zeigt sich, dass Anfang Juni bereit 95 Prozent dieser Fahrzeugtypen entsprechend der Vorgaben umgerüstet war."In rund 0,6 Prozent der Fälle (Stand Ende Mai) hat das Kraftfahrt-Bundesamt die zuständigen Zulassungsbehörden informiert, weil betroffene Fahrzeughalterinnen und -halter innerhalb des 18-monatigen Rückrufzeitraums trotz mehrfacher Aufforderung nicht an dem verpflichtenden Rückruf teilnahmen", heißt es im Berliner Ministerium. "Je nach Freigabedatum des Updates hat der Fahrzeughalter mit rund anderthalb Jahren ausreichend Zeit, an dem verbindlichen Rückruf teilzunehmen", hieß es in der Stellungnahme des Ministeriums. Erste Stilllegungen wurden bereits in Hamburg und München vorgenommen.
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