WebStresser: Polizei hebt großen Abo-Dienst für DDoS-Angriffe aus
In einer international koordinierten Aktion haben Polizeibehörden den größten Dienst zur kommerziellen Vermarktung von DDoS-Kapazitäten zerschlagen. Dabei handelte es sich um die Plattform WebStresser, bei der weit über hunderttausend Kunden registriert gewesen sein sollen, wie die federführende Behörde Europol mitteilte.
Die Seite ist weg.
WebStresser funktionierte quasi als Abo-Modell: Gegen Zahlung einer monatlichen Gebühr erwarb man das Recht, jederzeit DDoS-Attacken gegen ein Ziel der Wahl auszulösen. Die Stärke, mit der jemand beschossen werden konnte, richtete sich dabei nach dem gewählten Preismodell. Los ging es mit einer Gebühr von 15 Euro. Dieser Tarif wurde beispielsweise von Kunden genutzt, die eher kleinere Ziele anvisierten - beispielsweise Konkurrenten in einem Online-Game, deren Netzanbindung in einer kritischen Phase einfach mal verstopft wurde.
Man konnte aber auch durchaus Angriffe auslösen, die genügten, um Webseiten in die Knie zu zwingen - wenn auch nicht solche, die auf verteilten Infrastrukturen beruhten. Nach Angaben der Behörden, sei man aufgrund der Ermittlungen zu dem Ergebnis gekommen, dass binnen der letzten Jahre rund 4 Millionen DDoS-Angriffe ihren Ursprung bei dem Service haben.
Die Betreiber des Dienstes hatten diesen wie ein herkömmliches Online-Unternehmen geführt. Es gab Facebook-Seiten für den Support und Werbevideos, in denen Wirkungen von Attacken demonstriert wurden. Hier wurden die Anbieter mit der Zeit aber auch nachlässig. So warben sie beispielsweise für Verständnis, wenn der Dienst gerade einmal nicht abrufbar war, indem sie Ausfälle in konkreten Datenzentren als Grund angaben. Das half den Ermittlern letztlich auch, die Strukturen von WebStresser zu identifizieren und das Netzwerk so auszuheben.
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WebStresser funktionierte quasi als Abo-Modell: Gegen Zahlung einer monatlichen Gebühr erwarb man das Recht, jederzeit DDoS-Attacken gegen ein Ziel der Wahl auszulösen. Die Stärke, mit der jemand beschossen werden konnte, richtete sich dabei nach dem gewählten Preismodell. Los ging es mit einer Gebühr von 15 Euro. Dieser Tarif wurde beispielsweise von Kunden genutzt, die eher kleinere Ziele anvisierten - beispielsweise Konkurrenten in einem Online-Game, deren Netzanbindung in einer kritischen Phase einfach mal verstopft wurde.
Man konnte aber auch durchaus Angriffe auslösen, die genügten, um Webseiten in die Knie zu zwingen - wenn auch nicht solche, die auf verteilten Infrastrukturen beruhten. Nach Angaben der Behörden, sei man aufgrund der Ermittlungen zu dem Ergebnis gekommen, dass binnen der letzten Jahre rund 4 Millionen DDoS-Angriffe ihren Ursprung bei dem Service haben.
Diverse Verhaftungen
Im Rahmen der "Operation Power Off" gelang es nicht nur, die Vermarktungs-Seite als solches stillzulegen. In Großbritannien, Kroatien, Kanada und Serbien seien außerdem Personen festgenommen worden, die die Ermittler als Administratoren der Plattform ausgemacht haben wollen. Weiterhin wurden in diversen Ländern, darunter in Deutschland, Server beschlagnahmt, die von der Gruppe genutzt wurden.Die Betreiber des Dienstes hatten diesen wie ein herkömmliches Online-Unternehmen geführt. Es gab Facebook-Seiten für den Support und Werbevideos, in denen Wirkungen von Attacken demonstriert wurden. Hier wurden die Anbieter mit der Zeit aber auch nachlässig. So warben sie beispielsweise für Verständnis, wenn der Dienst gerade einmal nicht abrufbar war, indem sie Ausfälle in konkreten Datenzentren als Grund angaben. Das half den Ermittlern letztlich auch, die Strukturen von WebStresser zu identifizieren und das Netzwerk so auszuheben.
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