Microsoft schaltet Spectre-Patches nach Intel-Warnung ab

Korrektur, Radiergummi, Bleistift Bildquelle: Public Domain
Bei Microsoft hat man am Wochenende auf die jüngsten Nachrichten aus dem Hause Intel reagiert. Mit einem gesonderten Update soll eine vorherige Aktualisierung wieder zurückgenommen werden. Denn der von Intel ausgelieferte Code arbeitete in verschiedenen Fällen fehlerhaft. Wie Microsoft im neuen Knowledge Base-Eintrag KB4078130 ausführt, geht es um ein Microcode-Update, das Intel bereitgestellt hatte, um etwas gegen die Spectre-Schwachstelle zu tun. Der Patch enthielt Fehler, die auf einigen Geräten dazu führen konnten, dass die jeweiligen Systeme in eine Reboot-Schleife geraten. Intel hatte daraufhin Kontakt zu seinen Partnern aufgenommen und empfohlen, die Auslieferung von Patches zu stoppen, bis eine bessere Variante bereitgestellt werden kann.

Es dauerte natürlich etwas, bis Microsoft praktisch darauf reagieren konnte - wenn man von einem einfachen Stopp der Auslieferung absieht. Nach eigener Prüfung des Sachverhaltes veröffentlichte man jetzt vorsichtshalber ein eigenes Update, mit dem man bereits ausgelieferte Spectre-Updates komplett deaktiviert.

Die Aktualisierung für die Betriebssystem-Versionen Windows 7 bis Windows 10 wird jetzt über das automatische Windows-Update ausgeliefert. Wo die automatische Installation eines Updates nicht möglich ist, können erfahrenere Nutzer den fehlerhaften Patch auch über die Windows-Registry deaktivieren. Dies ist über die Eingabeaufforderung mit folgenden Statements möglich.

reg add "HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management" /v FeatureSettingsOverride /t REG_DWORD /d 1 /f

reg add "HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management" /v FeatureSettingsOverrideMask /t REG_DWORD /d 3 /f

Zuvor hatten auch schon verschiedene Hardware-Hersteller auf die Warnungen Intels vor dem fehlerhaften Patch reagiert. Sowohl Dell als auch HP zogen beispielsweise BIOS-Aktualisierungen zurück. Allerdings dürften diese ohnehin auf deutlich weniger Systemen bereits installiert worden sein, als die automatisch ausgelieferten Windows-Updates.

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