Stift & Papier: Schadsoftware zwingt Weltkonzern analog zu arbeiten

Trojaner, Schadsoftware, Ransomware, Erpressung, Petya, NotPetya Bildquelle: Kaspersky
Wenn Schadsoftware ihrem Namen gerecht wird, müssen Betroffene im Zweifelsfall komplett ohne IT-Systeme auskommen - so geschehen beim Logistik-Weltkonzern Maersk, der wegen eines Angriffs weltweit Geschäfte zehn Tage lang analog erledigen musste.

Wenn die Computer hoffnungslos infiziert sind, bleiben nur noch Stift & Papier

Wie ein kurzer Blick in unser WinFuture-Special zum Thema Sicherheitslücken zeigt, können wir mehrmals in der Woche über Angriffe auf IT-Systeme berichten. In einer Diskussionsrunde auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat jetzt ein Unternehmen einen seltenen Einblick darin gewährt, wie sehr ein erfolgreicher Angriff durch Schadsoftware den Betriebsablauf stören kann. Das dänische Industrie-Konglomerat Maersk war 2017 Opfer einer groß angelegten Attacke durch die Schadsoftware NotPetya geworden. Wie der Vorsitzende Jim Hagemann Snabe jetzt schildert, war sein Unternehmen dadurch zehn Tage gezwungen, an vielen Stellen vollkommen analog zu arbeiten. Infografik: Sicherheitsrisiko BetriebssystemSicherheitsrisiko Betriebssystem Maersk ist einer der wichtigsten Logistik-Konzerne der Welt und zeichnet sich mit seinen Schiffscontainern für den Transport von knapp zwanzig Prozent des gesamten Welthandels verantwortlich. Wie Snabe bei seinem Vortrag betont, könne sich wohl jeder vorstellen, was ein Komplett-Ausfall der IT-Systeme in einem solchen Konzern für Auswirkungen hat. "Ich werde den 27. Juni nie vergessen, ich wurde um vier Uhr morgens geweckt", so Snabe in Erinnerung an den Beginn der Attacke.

Nach einer ersten Analyse sei für sein Unternehmen schnell klar gewesen, dass die Neuinstallation von 5.000 Client-Rechnern und 4000 Servern nicht zu umgehen war. Über das gesamte System hätten dann noch einmal rund 2500 Anwendungen neu aufgesetzt werden müssen. Eine weitere Herausforderung: Da die Systeme auf der ganzen Welt verteilt sind - teilweise an sehr unzugänglichen Orten - mussten diese von den Technikern erst einmal für die nötigen Hardware-Zugriffe erreicht werden. Dass sein IT-Team diese Aufgabe in nur zehn Tagen bewältigt habe, könne er nur als "eine heldenhafte Kraftanstrengung" bezeichnen, so Snabe.

Die Kosten für den Ausfall liegen bei mehreren hunderten Millionen Dollar

Laut Snabe würde für eine Aufgabe dieser Größenordnung unter normalen Umständen mindestens sechs Monate Zeit berechnet, ein solch langer Ausfall wäre für Maersk aber aufgrund des gewaltigen Aufkommens des eigenen Container-Geschäfts finanziell nicht möglich - wie heise in seinem Bericht schreibt, hatte der beispiellose Angriff das Unternehmen mehrere hunderte Millionen Dollar gekostet.

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