Hirnmanipulation: Magnetfelder können Musikgeschmack verändern

Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Bildquelle: Saad Faruque (CC BY-SA 2.0)
Kanadische Forscher haben in einer Studie den Musikgeschmack von Probanden mit Hilfe von Magnetfeldern verändert. Die nichtinvasive Tech­nik mit dem Namen "transcranial magnetic stimulation" konnte da­rü­ber hinaus beeinflussen, wie viel Geld die Studienteilnehmer bereit waren für bestimmte Musikstücke auszugeben.
Die Beeinflussung von Konsumenten durch Psychotricks ist ja bereits ein alter Hut und kommt in fast allen Bereichen intensiv zum Einsatz. Zum Black Friday mit seinen Son­der­an­ge­bo­ten kann man dies wieder sehr gut beobachten. Kundenpräferenzen auch sehr gezielt zu ver­änd­ern, dürfte allerdings der Traum für alle Verkäufer sein. Genau das scheint zu­min­dest bei Musik durch Magnetfelder möglich zu sein.

Ein Forscherteam um den Neurologen Professor Robert Zatorre von der McGill University in Montreal hat im menschlichen Gehirn einen Bereich entdeckt, der sich magnetisch so sti­mu­lie­ren lässt, dass Musik als schöner oder unangenehmer empfunden wird. Im dafür ver­ant­wort­lichen Gehirnbereich kommt es dadurch zu einer gebremsten oder gesteigerten Aus­schüt­tung von Dopamin, welches auch als Glückshormon bezeichnet wird.

Anregende Magnetimpulse

Bei den Experimenten wurden die Probanden mit anregenden oder dämpfenden Ma­gnet­im­pul­sen beeinflusst und bekamen anschließend ihre Lieblingsmusik sowie von den Forschern ausgewählte Stücke zu hören. Die Ver­suchs­teil­neh­mer mussten ihren Musikgenuss während des Anhörens bewerten und wurden zusätzlich mittels psycho-physiologischer Tests gemessen. Anschließend wurde ihnen die von den For­schern ausgewählte Musik zum Kauf an­ge­bo­ten. Mit einer Kontrollgruppe, die unter ähnlicher Versuchsanordnung keine Ma­gnet­feld­be­han­dlung bekam, wurden die Ergebnisse bestätigt.

Laut Forschungsleiter Zatorre öffnet die neue Technik ein ganz neues Feld von Ein­satz­ge­bie­ten, "in denen das menschliche Belohnungssystem hoch- oder heruntergeregelt werden müsse". Was in der Suchttherapie sicher seine Berechtigung haben dürfte kann in anderen Bereichen allerdings durchaus als Schreckgespenst gewertet werden. Die un­sicht­ba­re Beeinflussung des menschlichen Gehirns ist seit Längerem ein Ziel von zu Recht sehr umstrittenen Forschungsprojekten.

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