Samsung: GDDR6 kommt zur CES & soll neue GPUs nicht mehr bremsen

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Fast schon beiläufig hat Samsung jetzt angekündigt, pünktlich zur Elektronikmesse CES im Januar ebenfalls Speicherchips nach dem neuen GDDR6-Standard auf den Markt zu bringen. Diese sollen sich technisch auf dem gleichen Niveau bewegen, wie jene Produkte, die der Konkurrent Hynix kürzlich in Aussicht stellte und die ebenfalls um die CES herum in den Handel kommen.

Infografik: Entwicklung von Arbeitsspeicher und ProzessorEntwicklung von Arbeitsspeicher und Prozessor
In einer Sache will Samsung sogar klar besser sein als der Wettbewerber: Da man über weitaus größere Kapazitäten verfügt, die eigenen Produktionslinien schnell auf den neuesten Stand zu bringen, werden die Chips eine doppelt so hohe Speicherdichte aufweisen können, was sich in kompakteren Bauformen auswirkt. Die ersten Grafikspeicher nach dem neuen Standard sollen aber ebenso mit Kapazitäten von 2 Gigabyte ausgeliefert werden.

Nach Angaben Samsungs werden die neuen GDDR6-Chips Bandbreiten von 16 Gigabit pro Sekunde zur Verfügung stellen. Dadurch wird dann beispielsweise der Speicher-Bus, den Nvidia in seinen High End-Grafikkarten einsetzt, dann auch ausgereizt werden können. Bisher bremst hier der Grafikspeicher noch die GPU und die Bus-Verbindung aus.

Flaschenhals soll weg

Im Konkreten bedeutet das: Der Bus in den Titan X- und Titan Xp-Karten ermöglicht aktuell einen Durchsatz von 768 Gigabyte pro Sekunde, der GDDR5X-Speicher, der hier zum Einsatz kommt, kann aber nur mit 480 bis 548 Gigabyte pro Sekunde mitgehen - und das auch nur in der Theorie, praktisch ist eher etwas weniger drin. Und auch die HBM2-Speicher, die in den neuesten Vega-Karten von AMD zum Einsatz kommen, werden von Samsungs neuen GDDR6-Bausteinen übertroffen.

Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass sich alle Beteiligten beeilen, GDDR6 endlich in die Praxis umgesetzt zu bekommen. Denn nur so lassen sich die Performance-Vorteile der neuesten Grafikchips letztlich komplett nutzen. Wenn denn ab der CES in großen Stückzahlen geliefert werden kann, dürften Nvidias Volta-Karten als auch die Vega 11-Produkte von AMD dann im nächsten Jahr mit den neuen Speicherchips daherkommen.

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