Witzig oder zynisch? Call of Duty-Tamagotchi wird mit Kills gefüttert

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Call of Duty: Modern Warfare ist seit vergangenem Herbst verfügbar und der Shooter konnte den Erfolg der Reihe erwartungsgemäß fortsetzen. Activision lässt sich dafür auch immer wieder Neues einfallen, aktuell ist es das "Tomogunchi" - eine Parodie auf das Tamagotchi.

Activision bietet seit kurzem in seinem Item-Shop ein Ingame-Zubehör, das man für ungewöhnlich und witzig, aber auch für ziemlich daneben halten kann. Denn das Tomogunchi (natürlich eine Mischung aus Tamagotchi und dem englischen Wort "Gun") ist eine Parodie der in den 1990er-Jahren eine Weile lang populären Uhren, bei denen man (zumeist erfolglos) seinerzeit ein virtuelles Haustier aufziehen musste.

Auch beim rund zehn Euro teuren Tomogunchi muss man sich um ein Haustier, das aus einem Ei schlüpft, kümmern. Im hier vorliegenden Fall ist es wahlweise eine Katze, ein Panda oder ein Drachen-artiges Wesen. Um diese virtuellen Kreaturen muss man sich kümmern, sie großziehen und sie vor allem füttern. Und letzteres geschieht über möglichst viele Kills. Wer also im Multiplayer erfolgreich ist, der ernährt auf diese Weise sein Tomogunchi und hält dieses auch bei Laune (via The Verge).

Viele Kills, gute Laune

Besonders gut entwickelt sich das Tomogunchi, wenn man möglichst viele Abschüsse in Folge schafft oder eine gute Platzierung belegt. Activision zieht das Ganze mit bewusster Ironie auf und präsentiert das als Produkt der imaginären Call of Duty-Waffenschmiede Rothwynn.

Ob man das für eine gelungene Aktion oder ein zynisches Spiel mit dem Töten hält, ist sicherlich Ansichtssache. Es ist hier sicherlich Absicht, Diskussionen auszulösen, man wird zweifellos Kritik unter dem Argument der Satire von sich weisen. Dennoch ist ein "Haustier", das sich von Kills "ernährt" eine eher verstörende und für viele wohl auch fragwürdige Angelegenheit.

Siehe auch: Call of Duty - Die mobile Version hat inzwischen die meisten Spieler
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Oh ja Moralkeule. Demnächst "Landwirtschaftssimulator in der Kritik da spieler zu viel Glyphosat versprühen". Äusserung einer besorgten Mitbürgerin "ES KANN NICHT SEIN, DASS ....." ~.~
 
Wenn die dinger bei der Bundeswehr eingeführt werden sollten, würden ich mir gedanken machen. Aber beim Schach, mache ich mir auch keinen Kopf darum ob es jetzt moralischen vertretbar ist seinen Läufer zu schlagen und sich eine digitale Figur an meinem Handgelenk sich darüber freut oder nicht.
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