Windows 10 für die Hosentasche: Der 6-Zoll-Laptop GPD MicroPC

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Der technische Fortschritt macht es möglich, immer mehr Technik auf kleinem Raum unterzubringen. In dieser Hinsicht versucht der chinesische Hersteller GPD mit seinem MicroPC die Grenzen des Machbaren - und Sinnvollen - im Bezug auf Windows 10-Systeme auszuloten. Auf der CES 2019 konnten wir den 6-Zoll-Laptop erstmals testen.

Ein Werkzeug für Netzwerk und Systemadmins

Die Vorgängermodelle waren unter anderem für Gaming und das Surfen im Web ausgelegt, jetzt hat der chinesische Hersteller GPD zur CES 2019 einen extrem kleinen Windows-PC mitgebracht, dessen Funktionen vor allem Netzwerk- oder System-Administratoren ansprechen soll, die sich für ihre Arbeit ein Gerät im Hosentaschenformat wünschen. Trotz des nur sechs Zoll großen Displays sollen ein Ethernet-Port, eine RS232-Schnittstelle, ein HDMI-Anschluss sowie diverse USB-Anschlüsse das Einsatzgebiet in diese Richtung erweitern.

Eines ist auch bei unserem persönlichen Blick auf das Gerät bei der Messe sofort klar: Das Micro-Format bringt mit sich, dass man bei der Bedienung auf jeden Fall echtes Finger­spitzengefühl beweisen muss. Der Kleinstrechner kann wie ein Handheld in beiden Händen gehalten und mit den Daumen bedient werden, die Nutzung von Caps-Lock und Shift stellt aber eine Herausforderung dar. Die hintergrundbeleuchtete Tastatur und ein erstaunlich präzises Mini-Trackpad haben dafür aber definitiv Lob verdient. Die Darstellung des Displays mit 720p-Auflösung fällt in diesem Format durchaus scharf aus.

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Für die Leistung ist der Intel Celeron N4100 Quadcore-SoC aus der Intel "Gemini Lake"-Familie verantwortlich, der mit vier x86-Kernen einen Basistakt von 1,1 Gigahertz erreicht und bei Bedarf auf bis zu 2,4 GHz beschleunigen kann - GPD verbaut eine Taste, mit der bei Bedarf ein Lüfter zugeschaltet werden kann. Dazu kommen vier GB Arbeitsspeicher und eine SSD mit 64 oder 128 GB, auch ein Micro-SD-Kartenleser ist verbaut.

Vielseitig, aber nicht billig

Trotz kleiner Bauweise findet GPD im Gehäuse viel Platz für Anschlüsse. Dazu zählen drei USB-3.0-fähige USB-A- und ein USB-C-Port - dieser dient neben der Datenübertragung auch zum Laden des 6200mAh-Akkus. Bei etwas mehr als 400 Gramm fällt das Gerät sehr leicht aus, die Bauweise sorgt für eine Höhe von knapp 23,5 Millimetern. Beim Preis rechnen wir mit einer Markteinführung um die 400 Euro, der Vertrieb wird über die bekannten China-Importeure erfolgen.

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Andere Seiten schreiben von 299$ und dafür hat der Rechner das Potenzial in Werkzeug-Kästen zu wandern.

Edit: GPD gefällt mir wirklich. Anstatt wie andere Hersteller die Anschlüsse aus Design-Gründen aufs Minimum zu reduzieren, versuchen sie bei diesem Gerät an fast jeder möglichen Stelle einen Anschluss unterzubringen. Dann noch die Win-Reihe mit dem integrierten Gamepad. Schade das der Kauf in Deutschland etwas aufwändiger ist.
 
Gebt dem Teil Telefonie und ich küble mein Android!
 
@Thomas Höllriegl: aha
 
@Thomas Höllriegl: mach skype dann kannst doch telefonieren
 
@skrApy: Hat aber leider kein LTE ... sonst wäre es auch meine Wahl. Dann lässt man noch einen billigen Androiden zuhause rumgammeln und nutzt Whattsapp-Web.
 
@Bautz: dann machn LTE Stick dran ;)
 
@skrApy: Damit kann mann nicht telefonieren. Die Stick's unterstützen in der Regel kein Voice Service
aber dafür gibt es ja VoIP XD ?
 
@C.K.Nock: LTE würde mir reichen, läuft inzwischen eh alles über MS Teams.
 
@skrApy: Du wirst lachen, das war schon eine Überlegung. ;-)
 
Ich hoffe das der USB 3.0 Controller stabil arbeitet.
Der Gole1 war diesbezüglich ein Desaster .
 
Die Akkulaufzeit wäre ein spannendes Thema. Es gibt nichts unpraktischeres als im Serverschrank rumzuhängen und dann keinen Strom mehr zu haben.
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