Mobvoi Home: Fit im Homeoffice durch Laufband unterm Schreibtisch

Den Hersteller Mobvoi kennt man vor allem von Smartwatches. Die TicWatch-Reihe erfreut sich bereits seit ihrem Start auf Kickstarter 2016 einer großen Beliebtheit. Inzwischen bietet Mobvoi aber auch ein kompaktes Laufband für zu Hause an, das bspw. unter dem Schreibtisch eingesetzt werden kann. Grundsätzlich bietet sich das Mobvoi Home für zwei Settings an: Zum einen im Büro als Bewegungsapperat während der PC-Arbeit, zum anderen als Fitness-Gerät, das bspw. im Wohnzimmer neben der Couch Platz findet. Ist das Workout beendet, kann das Mobvoi Home zusammengeklappt unter besagter Couch gelagert werden. Ermöglicht wird dies durch einen Klappmechanismus für die Hauptkonsole, die sich, zusammengeklappt, eng an das eigentliche Laufband schmiegt.

Das Büro, egal ob zu Hause oder drei U-Bahnhaltestellen weiter, ist heimtückisch: Es gibt zwar immer genug zu tun, aber der Bärenanteil der Arbeit findet im Sitzen statt. Etwas zusätzliche Bewegung können Laufbänder, die unter einem Stehschreibtisch platziert werden, ermöglichen. Ein solches hat unser Kollege Timm Mohn mit dem WalkingPad bereits vorgestellt. Dessen maximale Geschwindigkeit war allerdings auf 6 km/h begrenzt. Das Mobvoi Home bringt es allerdings auf satte 12 km/h. Diese Höchstgeschwindigkeit ist allerdings nicht im Schreibtisch-Modus, sondern nur im voll ausgeklappten Zustand möglich. Hat man das Mobvoi Home unter einem Stehschreibtisch, wie etwa dem Fully Remi untergebracht, erreicht das Laufband im sogenannten "Walking Mode" 4 km/h. Während man zwar bei diesem Tempo noch etwas lesen oder ein YouTube Video schauen bzw. einer Zoom-Konferenz beiwohnen kann, dürften Office-Tätigkeiten eher bei 1-2 km/h durchgeführt werden. Das klingt zunächst wenig, allerdings handelt es sich dabei um das richtige Tempo, um das Laufen beim Tippen zur Nebensache werden zu lassen. Namenstreu eignet sich das Mobvoi Home eher für den häuslichen Betrieb, da die Betriebslautstärke für Kollegen auf Dauer durchaus zur Belastung werden könnte. Für die Verwendung in den eigenen vier Wänden ist die Lautstärke, auch in hellhörigen Räumen, nicht als unangenehm zu bewerten. Die Lauffläche ist mit einem Meter Länge und 40 Zentimetern Breite ausreichend dimensioniert, sodass auch größere Menschen keine Platzangst auf dem Gerät bekommen.

Bluetooth-Lautsprecher inklusive

Der Clou am Mobvoi Home ist der intrigierte Bluetooth-Lautsprecher. Kaum ist das Laufband eingeschaltet, kann das Smartphone oder Tablet gekoppelt werden. Im Anschluss lässt sich das Smartphone auf einer Handyhalterung, die zum Standard-Lieferumfang gehört, ablegen. Möchte man den Ton leiser oder lauter einstellen, erfolgt dies über das Smartphone: Eine eigene Lautstärke-Reglung hat das Laufband nicht. Der Ton des Mobvoi Home-Speaker ist eines intrigierten Lautsprechers würdig. Während der langfristigen Nutzung - und folglich schnellerem Tempo - stellt man schnell fest, dass er durchaus laut werden kann. Somit lässt sich dieser auch im 12 km/h Modus verwenden. Den satten Ton eines Soundsystems sollte man allerdings nicht erwarten. Zur Verdeutlichung wurden Tonbeispiele im Review-Video dieses Artikels festgehalten. Der Lautsprecher hilft dabei, möglichst ohne die Zunahme weiterer Geräte, mit etwas Unterhaltung das Workout schneller vorbeigehen zu lassen. Die Handyhalterung bietet sich auf Grund ihrer Position nur bedingt für die Betrachung von Filmen, dafür aber für die Steuerung von bspw. Spotify an. Unser Kollege Timm Mohn setzt in Sachen Entertainment beim Laufen auf den Xgimi Aura. Der Kurzdistanz-Projektor macht aus einem ehemals vorrangigem Workout ein spannendes Heimkinoerlebnis, bei dem ausnahmsweise Popcorn ausgeschwitzt statt eingeatment wird.

Auch wenn beim Pairing mit dem Mobvoi Home-Lautsprecher ein zweites Bluetooth-Modul, das dem Mobvoi Home zugeordnete werden könnte, auftaucht, bietet der Hersteller (noch) keine App an. Das Potenzial wäre auf jeden Fall gegeben: Zum einen schreien die durchaus lauten Signaltöne danach, leiser eingestellt zu werden. Zum anderen wäre über eine App-Anbindung die direkte Auswertung der Fitness-Daten möglich. Dass man beim Mobvoi Home auf eine App-Anbindung verzichtet, hat aber auch mehrere Vorteile: Gemessen am Formfaktor und der Geschwindigkeit ist das Laufband im Vergleich zur Konkurrenz mit 449 Euro durchaus günstig. Des Weiteren ist das Laufband schneller als das vergleichbare Top-Modell von WalkingPad: Das R2 bringt es für 699 Euro nur auf 10 statt 12 km/h. Im Training könnte sich das Mehr an Geschwindigkeit langfristig durchaus positiv bemerkbar machen. Im langfristigen Betrieb macht sich ein weiterer großer Vorteil des Mobvoi Home gegenüber den WalkingPads bemerkbar: Da nur die Konsole nach unten und nicht etwa das Laufband selbst zusammengeklappt wird, ist kein Spalt in der Mitte der Lauffläche bemerkbar.

Wer seinen vom Home Office geplagten Partner oder sich selbst noch mit einem Laufband zu Weihnachten beschenken möchte, sollte sich beeilen: Aktuell gibt Amazon noch an, vor Weihnachten zu liefern. Der Versand erfolgt beim Hersteller selbst sowie auf Amazon kostenlos. Einen kleinen Unterschied gibt es offenbar in der aktuellen Verfügbarkeit: Die silberne Variante soll bei Mobvoi direkt erst Mitte Dezember versendet werden, während Amazon das Laufband in beiden Farben als direkt lieferbar anzeigt.

Vorteile

  • Ausführliche, mehrsprachige Anleitung
  • Geringer Aufbau-Aufwand
  • Kompakter Formfaktor
  • Schnelle Bootzeit
  • Zwei Displays
  • Steuerung via Hauptkonsole möglich
  • Fernbedienung für den Schreibtisch
  • Integrierter Bluetooth-Lautsprecher
  • Stromkabel kann leicht gegen ein bspw. längeres getauscht werden
  • Nutzung mit bis zu 120 kg Gewicht möglich
  • Wartungszubehör (u.a. Schmiermittel) dabei
  • Günstiger bei mehr Leistung als WalkingPad

Neutral

  • Gegend um das untere Display zieht Fingerabdrücke an
  • Hauptkonsole kann nicht in der Höhe variiert werden
  • Fernbedienung ohne Schlaufe

Nachteile

  • Stromkabel recht kurz
  • Sehr laute Signaltöne
  • Keine App-Anbindung

Mehr von Timm: Nerdbench Timm auf YouTube
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dem kollegen würde ich richtiges laufen in der natur empfehlen, wenn er herz kreislaufprobleme so lange wie möglich hinauszögern will...dazu reicht erst mal langsames joggen bis man merkt daß man schwitzt...das kann man dann täglich etwas ausdehnen, ja nach trainigseffekt...so ein laufband bring da eher wenig und kann bei falschem gehen sogar auf die gelenke gehen...
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