Mobifitness Will: Smartes Büro-Laufband der Premium-Klasse

Beim Mobifitness Will handelt es sich um ein smartes Laufband mit App-Anbindung. Will erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 12 km/h. Das Laufband verfügt über eine Konsole mit Display, welches eine Übersicht über das aktuelle Training gibt. Die Geschwindigkeit kann über einen Drehknopf verringert und erhöht werden. Wird das Laufband nicht verwendet, lässt es sich motorisiert zusammenklappen. In diesem Zustand nimmt Will weniger als einen halben Quadratmeter Platz ein. Eine Besonderheit stellt die Laufband Unterseite dar: Jene wurde mit einem Sträucher- und Blätter-Bild verziert. Der Hersteller möchte auf diese Weise dafür Sorge tragen, dass Will im eingeklappten Zustand nicht zu einem Störfaktor in der Wohnung wird.

Die Mobifitness-App hat der WalkingPad-App eine Sache voraus: Video-Training-Classes. In jenen wird man für ein optimales Training angeleitet. Dies geschieht in verständlichem Englisch, welches zudem deutlich gesprochen wurde. Wer gerade erst mit dem Training beginnt, wird aber schnell den hohen Anspruch der Workouts bemerken. Gerade weniger trainierte Läufer dürften eine Geschwindigkeit von 6 km/h für den Einstieg als durchaus anspruchsvoll empfinden. Beim Training sollte jeder vor allem auf sich und den eigenen Körper und nicht die Trainerin hören: Sollte ein Fitness-Programm noch zu anspruchsvoll sein, empfiehlt es sich, die Werte nach unten zu skalieren. Die vorgegebenen Intervalle lassen sich weiterhin nutzen, nur eben in zurück skalierter Form.
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Neben den Video-Kursen bietet die Mobifitness-App auch Workout-Pläne an, die das Laufband fernsteuern. Die Geschwindigkeit kann auch innerhalb jener Programme vom Nutzer selbst hoch- oder runtergestellt werden, die standardmäßige Stufenregelung übernimmt allerdings die App. Ist beispielsweise ein Zwei-Minuten-Intervall geschafft, schaltet das Laufband dem Workout-Plan entsprechend von 4,5 km/h auf 7,5 km/h. Die Workout-Pläne fordern durchaus Leistung von den trainierenden Sportlern. Trotz den smarten Features bleibt festzuhalten: Man kann das Mobifitness Will auch ohne App verwenden. Die Möglichkeit, die Geschwindigkeit in 0,1er Stufen zu erhöhen, ermöglicht es den Nutzern, das Training auch ohne Smartphone-Anwendung individuell auf den eigenen Leistungsstand anzupassen.

Im Gegensatz zum Kingsmith WalkingPad wird Will nicht zusammengeklappt, sondern der Länge nach aufgestellt. Während des Trainings zeigt sich, wie stark das Laufband vom Wegfall der Knickfalte im Vergleich zu den WalkingPads profitiert: Bei einer Geschwindigkeit von 6 bis 12 km/h merkt man bei den Kingsmith-Laufbändern den besagten Knick stark. Per Knopfdruck fährt das Mobifitness Will völlig automatisch ein- und aus. Für das Ausklappen werden circa 31 Sekunden benötigt. Damit ist das Laufband deutlich schneller einsatzbereit, als es bei der WalkingPad-Konkurrenz der Fall ist. Mit einer Ausnahme: Das Kingsmith WalkingPad X21 ist schneller aufgebaut. Das Runterfahren des Laufbandes wird unterbrochen, sollte der PIR-Sensor Bewegung feststellen. Der Prozess kann auch via App gestartet werden. Das Einklappen dauert etwa 37 Sekunden. Das Laufband steigt dabei langsam empor, bis es schließlich in seiner Endposition angekommen ist. Beide Prozesse sind nicht geräuschlos, allerdings sollten sie bereits im Raum nebenan nicht mehr hörbar sein. Auch beim Einklappen zeigt sich: Das Mobifitness Will ist schneller abgebaut als die meisten WalkingPads, mit Ausnahme des X21. Gerade wer nicht so gern in die Knie geht, wird die Motor-Lösung bevorzugen, da das Laufband alle Arbeitsschritte selbst durchführt. Viele potenzielle Interessenten vom WalkingPad X21 oder R2 scheuen deren Knick. Gerade, wenn man barfuß auf Will läuft, ist ein durchgängiges Laufband von Vorteil.

Schneller Suport

Die aktuelle Geschwindigkeit, verbrauchte Kalorien, die Zeit sowie die zurückgelegte Distanz werden auf dem Konsolen-Display angezeigt. Die Konsole ist, je nach Läufer-Größe, in etwa über Hüfthöhe positioniert und folglich gut zu erreichen. Auf einem ausfahrbaren Tablet- bzw. Smartphone-Halter können besagte Geräte abgelegt und bspw. Serien geschaut werden. Die Fläche sollte bei einem eventuellen Nachfolger etwas größer ausfallen. Dies wird vor allem deutlich, wenn ein Tablet dort platziert werden soll. Dennoch erweist sich die Postions-Stabilität von Endgeräten auf dem Halter auch bei längeren Läufen als gut. Der Dreh- und Druckknopf lässt sich leicht betätigen. Auf jenem werden teils chinesisches Schriftzeichen dargestellt, die nicht entfernt werden können. Zwar lässt sich die iOS-App mühsam auf Englisch einstellen, an der Darstellung im Button ändert diese Spracheinstellung nichts. Anmerkung: Die Android-App weist keine Sprachprobleme auf. Es steht zu hoffen, dass Mobifitness die iOS-Anwendung der Google Play-Version angleicht.

Der Support von Mobifitness reagiert zügig: Eine Anfrage zu einem Video zwecks der Schmierung des Laufbandes wurde binnen eines Tages beantwortet. Auf die Anfrage hin wurde entweder schnell ein Video aufgenommen oder ein vorhandenes rausgesucht und zugesandt. In beiden Fällen wurde die Service-Anfrage zügig bearbeitet und erfüllt. Mobifitness wirbt mit dem vergleichsweise geringen Geräuschpegel beim Laufen. Die beim Workout entstehende Geräuschkulisse ist insbesondere für Menschen wichtig, die Nachbarn unter sich haben. In der Praxis zeigt sich, dass Will zwar hörbar ist, aber die Nachbarschaft unseres Kollegen Timm Mohn auch bei nächtlichen Läufen nicht gestört wurde. Dies wird auch durch die stabile Konstruktion des Kohlenstoffstahl-Rahmens ermöglicht.

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Insgesamt kann das Mobifitness Will überzeugen: Die Federung ist deutlich besser als bei allen WalkingPads und der fehlende Knick macht bei Bedarf auch schnellere Barfuß-Lauftrainings möglich. Allerdings gibt es auch einige Bereiche, die Mobifitness verbessern könnte. Dazu gehört der fehlende Standby-Modus. Selbst wenn Will stundenlang ungenutzt herumsteht, schaltet sich das Laufband nicht von selbst ab. Zwar kann man den Off-Button bedienen, allerdings ist beim ausgerufenen Preis durchaus eine Standby-Funktion zu erwarten. Auch wenn die Display-Anzeige generell gelungen ist, fehlt die Möglichkeit, die Helligkeit zu reduzieren. Die Helligkeit fällt am Tag oder in einem beleuchteten Raum wenig ins Gewicht, macht sich aber bemerkbar, sobald der Raum abgedunkelt wird. Insbesondere der Start-, Stopp- bzw. Pause-Button ist sehr hell und überstrahlt sogar die restliche Anzeige. Dem, der im Dunkeln trainiert, ist anzuraten, ein Handtuch über das Display zu legen, sodass die Anzeige weniger ablenkt. Generell ist positiv hervorzuheben, dass die jeweiligen Werte jederzeit einsehbar sind. Die Display-Helligkeit könnte allerdings deutlich reduziert werden. Erhöht werden dürfte hingegen die Startgeschwindigkeit: Läufe werden generell bei 1 km/h begonnen. Selbst für Einsteiger ist diese Geschwindigkeit durchaus langsam. Die App der Konkurrenz erlaubt es, die Startgeschwindigkeit frei einzustellen. Eine solche Funktion wäre beim Mobifitness Will auch wünschenswert. Zum Start eines jeden Laufs die Geschwindigkeit manuell hochdrehen zu müssen, bremst ein Workout unnötig aus. Verbessern könnte Mobifitness auf jeden Fall auch das Aufbau-Video. Aktuell ist das Laufband nicht bei Amazon verfügbar. Der Hersteller selbst bietet das Gerät auf seiner Homepage zum Verkauf an. Die vielen gelungenen Funktionen spiegeln sich auch im Preis wider: Mit 1.799 Euro ist das Laufband durchaus eine Investition.

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