Konkurrenz für Apple & Samsung? Das Xiaomi Pad 5 Pro 12.4 im Test

Das Xiaomi Pad 5 Pro 12.4 ist ein neues Tablet von Xiaomi, das in direkte Konkurrenz zu den Spitzenmodellen von Samsung und Apple tritt. Geboten werden ein 12 Zoll großes Display, ein schneller Snapdragon-870-Prozessor und bis zu 12 GB RAM. Mit weniger als 500 Euro ist es zugleich günstiger als das iPad Pro oder Galaxy Tab S8+. Unser Kollege Andrzej Tokarski hat das neue Xiaomi Pad 5 Pro getestet und zeigt, wo die Stärken und Schwächen liegen.

Großes Tablet mit starker Gaming-Performance

Zu Beginn gilt festzuhalten: Das Xiaomi Pad 5 Pro 12.4 ist derzeit nur in China erhältlich, wer es also in Deutschland haben möchte, kommt bisher nicht an der Bestellung bei einem Importhändler vorbei. Wer diesen Umweg nicht scheut, bekommt ein Tablet mit solider Leistung, welches die hierzulande erhältlichen Mittelklasse-Modelle klar hinter sich lässt. Herzstück ist der Qualcomm Snapdragon 870, dem je nach Modell zwischen 6 GB und 12 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Dadurch ist es fast so schnell wie das Samsung Galaxy Tab S8+, welches jedoch eine bessere Grafikleistung besitzt. Ein gutes Spieletablet ist das Xiaomi Pad 5 Pro 12.4 aber trotzdem.

Leider kein OLED, Frust für Netflix-Gucker

Xiaomi bietet das Tablet mit bis zu 512 GB internem Speicher an, einen Micro-SD-Slot hat es allerdings nicht. Ein Fingerabdruckleser fehlt ebenfalls, die weitere Ausstattung ist aber ordentlich: Über den USB-C-3.2-Anschluss können externe Monitore angeschlossen werden, es gibt vier Lautsprecher mit guter Tonqualität und auch die beiden Kameras mit 20 Megapixeln beziehungsweise 50 Megapixeln überzeugen.

Anders als die Konkurrenz setzt Xiaomi nicht auf OLED, sondern klassisches LCD, weshalb die Schwarzwerte im direkten Vergleich weniger überzeugen. Ansonsten ist das 12,4 Zoll (31,5 cm) große Display aber angenehm scharf (2560 x 1600 Pixel) und Animationen sehen dank 120 Hertz flüssig aus. Mit 500 Nits ist der Bildschirm außerdem recht hell.

Auf dem Xiaomi Pad 5 Pro 12.4 läuft Android 12 mit aufgesetzter Benutzeroberfläche MIUI 13. Zwar gibt es keinen Desktop-Modus, Apps können aber in einer Mehrfensteransicht oder in frei beweglichen Fenstern geöffnet werden. Der Google Play Store ist ab Werk nicht vorhanden, lässt sich jedoch nachträglich installieren. Deutlich ärgerlicher ist, dass das Tablet lediglich den Widevine Level L3 unterstützt - Netflix und Co. laufen daher nicht in HD-Auflösung.

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