Gutes E-Ink-Tablet mit Android: Das Huawei MatePad Paper im Test

Das Huawei MatePad Paper ist kein gewöhnliches Tablet, denn anstelle eines LCDs oder OLED-Bildschirms besitzt es ein E-Ink-Display, wie man es etwa von Amazons E-Book-Readern her kennt. Dadurch eignet es sich besonders zum Lesen langer Texte, für viele andere Dinge ist es aber weniger gut geeignet. In seinem Test zeigt unser Kollege Andrzej Tokarski, wo die Stärken und Schwächen des MatePad Paper liegen.

Guter E-Book-Reader ...

Größte Besonderheit beim Huawei MatePad Paper ist das Display: Es handelt sich um elektronisches Papier, welches keine Farben darstellt und den Bildschirminhalt recht langsam aktualisiert. Die Lesbarkeit ist bei ausreichend Umgebungslicht hervorragend, die Auflösung fällt mit 1872 x 1404 Pixeln ebenfalls ordentlich aus.

Durch den etwas breiteren Rand auf einer Seite kann man das MatePad Paper gut in der Hand halten, mit einem Gewicht von 360 Gramm ist es deutlich leichter als die meisten gewöhnlichen Tablets dieser Größe. Zur weiteren Ausstattung zählen zwei überraschend gute Lautsprecher, etwa für die Wiedergabe von Musik oder Hörbüchern, ein Fingerabdruckleser im Einschaltknopf und ein USB-C-2.0-Anschluss. Kameras gibt es hingegen keine.
Huawei MatePad PaperDas MatePad Paper ... Huawei MatePad Paper... ist ein ungewöhnliches Tablet ... Huawei MatePad Paper... mit E-Ink-Display
Zum Lieferumfang gehört der Huawei M-Pencil, ein aktiver Stylus, der unter anderem für Eingaben, Notizen oder Skizzen genutzt werden kann. Der Stift liegt angenehm in der Hand und das Schreibgefühl erinnert an echtes Papier, leider ist aber hier die lange Reaktionszeit des Displays nicht immer unproblematisch.

... mit langsamem Display

Bei anderen Tätigkeiten wird dies noch deutlicher: Videos oder die meisten Spiele lassen sich auf dem MatePad Paper nicht wirklich zufriedenstellend nutzen, auch wenn durch den HiSilikon Kirin 820E und 4 GB RAM genügend Leistung zur Verfügung steht. Hier reagiert das Display schlicht zu langsam. Dies gilt ebenfalls für das Arbeiten mit Microsoft Office oder das Scrollen durch Internetseiten. Für all das ist das Tablet aber natürlich auch nicht gedacht.

Auf dem MatePad Paper läuft eine angepasste Version von Android 10, nämlich HarmonyOS2. Die Google-Dienste fehlen und können nicht problemlos installiert werden. Dadurch fehlt etwa der Play Store, eine Auswahl unterstützter Apps kann jedoch über den App Store von Huawei geladen oder über APK-Dateien auf das Gerät geholt werden.

Der Akku fällt mit einer Kapazität von 3625 Milliamperestunden deutlich kleiner als bei ähnlich großen Geräten aus, durch das sparsame Display ist dies aber unproblematisch und Nutzer können im Schnitt mit einer Laufzeit von etwa zwei bis vier Tagen rechnen. Mehr von Andrzej: Test auf TabletBlog.de Tech-Reporter auf YouTube
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weiß jemand wie die Reaktion beim Schreiben im Vergleich mit eine reMarkable ausfällt? Ich würde meine Papiernotizen wirklich gerne aufgeben, war bis dato aber nie zufrieden.
 
@Andrew3210: Schlecht. Auch das Schrei bgefühl ist nicht so gut wie beim reMarkable2. Aktuell würde ich zum Boox Air 2 Plus greifen. Leider zu teuer imho.
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