Dreame W10 Pro: Staubsauger-Roboter der Premium-Klasse

Der Staubsauger-Roboter Dreame W10 Pro verfügt über ein Kamera-System auf der Frontseite, das Hindernisse zuverlässig erkennt und dafür sorgt, dass das Gerät seine Umgebung zielgerichteter und vorsichtiger abfährt. Ähnlich wie sein Vorgänger saugt der W10 Pro mit bis zu 4000 Pa. Der Hersteller gibt die mögliche Reinigungsfläche mit 250qm an. Die Staubkammer im Inneren des W10 Pro fasst bis zu 550 ml. Dreame setzt beim neuen Wischstaubsauger auf eine Haupt- sowie eine Seitenbürste. Da der W10 Pro nur 9,6 cm hoch ist, schafft er teils Bereiche, in denen andere Staubsaugerroboter stecken bleiben würden. Der W10 Pro hat außerdem ein kleines Design-Update bekommen: Dreame setzt beim Wischstaubsauger und dessen Docking Station gezielt goldene Akzente, die das Gerät durchaus etwas hochwertiger wirken lassen.
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Neben den goldenen Streifen ist auch die Kamera auf der Vorderseite des W10 Pro neu. Bereits bei der ersten richtigen Fahrt fällt auf, wie vorsichtig der W10 Pro mit seiner Umgebung umgeht. Kabel und Schuhe werden zuverlässig erkannt und auch der E-Scooter beim Laden nicht umgeworfen. Zu Beginn kann der Wischstaubsauger schnell eine Karte erstellen. Während jener Erkundungsfahrt wird jeder Raum der Wohnung nur kurz befahren und dabei kartographiert. Im Anschluss kann man via Xiaomi-App (iOS / Android) Verbotszonen einrichten und/oder virtuelle Wände einzeichnen. In der Wohnungskarte werden die von den Kameras erkannten Hindernisse grafisch dargestellt. Die Reinigung kann via App, Sprach-Assistant oder über einen Button an der Docking Station gestartet werden. Die maximale Lautstärke während der Reinigung gibt Dreame mit 68dB an. Wie laut der W10 Pro im Alltag ist, hängt von den Saugeinstellungen ab, die man via Smartphone-App einstellen kann.

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Der W10 Pro kann zwar auch nur saugen, wirklich praktisch ist aber seine Wischfunktion. Im Gegensatz zu Staubsaug-Robotern mit kleiner Docking Station werden die Mopps des W10 Pro regelmäßig gewaschen. In der kostenlosen App lässt sich der Reinigungszyklus einstellen. Umso öfter die Mopps gesäubert werden, umso besser fällt das Putzergebnis des Bodens aus. Gleichzeitig erhöht sich hierdurch der Wasserverbrauch und die gesamte Putzzeit. Im Anschluss an den Putzvorgang werden die Wischmopps des W10 Pro in der Docking Station zwei Stunden bei 40 Grad getrocknet. Dieser Vorgang ist in etwa so laut wie ein sich fleißig drehender Notebook-Lüfter. Geräuschempfindliche Menschen werden den W10 Pro deswegen nicht im Schlafzimmer positionieren. Die App gibt Hinweise, wie und wo man die Reinigungsstation am besten aufstellt.

Akku reicht locker

Für eine möglichst lange Ausdauer sorgt der 6400-mAh-Akku im Inneren des W10 Pro. Dreame gibt die Laufzeit mit 210 Minuten an. Die tatsächlich mögliche Reinigungszeit ist immer davon abhängig, wie intensiv der Wischroboter putzt. Erhöht man bspw. die Standard-Einstellungen, reduziert sich die Akkulaufzeit. Individuell angepasste Reinigungsoptionen können aber gerade im Familienhaushalt goldwert sein. Unser Kollege Timm Mohn lässt den W10 Pro drei mal die Woche auf höchster Stufe fahren. Mit Hilfe der App lässt sich ein automatischer Reingiungsplan erstellen. Dreht der Wischstaubsauger seine Runden, während man selbst auf der Arbeit ist, spielt es auch keine Rolle, ob der W10 Pro sich zwischenzeitig nochmals kurz in der Docking-Station auflädt. Zwangsläufig notwendig ist das nicht: in den Standardeinstellungen reinigt der W10 Pro eine 110 qm große Wohnung zuverlässig und ohne Lade-Stopp an der Docking-Station. Positiv fallen die großen Frisch- und Schmutzwassertanks auf, mit denen der W10 Pro eine lange Zeit ohne Zutun seines Eigentümers arbeiten kann. Der Schmutzwassertank sollte dennoch regelmäßig entleert und gereinigt werden.

Wer bisher als treuer Dreame-Nutzer neidisch zum Roborock S6 MaxV geschaut hat, erhält beim Dreame W10 Pro das langersehnte Kamera-System auf der Front. Zusätzlich gibt es nützliche Features, wie etwa die intelligente Routenplanung. Bei jener fährt der W10 Pro den Punkt in der Wohnungen, der am weitesten von der Docking Station entfernt ist, an, um die Wegstrecke zur Reinigung der Wischmops im Laufe der Reinigung immer kürzer werden zu lassen. Ein Dreame W10 Pro Plus dürfte gerne auch über einen Staubtank in der Docking-Station verfügen, um den Staubsauger noch autonomer arbeiten zu lassen. Der Dreame W10 Pro ist für 999 Euro u.a. Saturn, Media Markt oder Cyberport verfügbar.

Vorteile

  • Kamera-System für bessere Navigation
  • Frisch- und Schmutzwassertank
  • Zwei Mopps für bessere Putzergebnis
  • Regelmäßige Reinigung der Mops
  • Trocknung der Mops nach Abschluss der Reinigung
  • 4L großer Schmutz- und Frischwassertank
  • Display auf der Docking Station
  • Regelmäßige Updates via OTA
  • Kompatibel mit Amazon Alexa und Google Home

Neutral

  • Keine Staub-Absaugstation

Nachteile

  • Durchaus eine Investition

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Jetzt mal rein theoretisch: Die Kamera erfasst die Räume und gibt die Daten dann ans Werk in China weiter. Datenschutz?
 
@jackattack: Das wäre doch ziemlich doof von Dreame, weil riesiger Skandal und kein Fuß mehr zufassen in DE?
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