Dreame D10 Plus: Staubsauger-Roboter mit LiDAR-Navigation

Der Staubsauger-Roboter Dreame D10 Plus kommt mit einer Saugkraft von 4.000 PA daher. Für die Navigation nutzt der Roboter ein Laser-LiDAR-Navigations-System. Nach einem Reinigungsvorgang wird der aufgesammelte Staub in eine Docking-Station abgesaugt. Der Staubbeutel im Inneren fasst 2,5 Liter. Der Staubbeute wird versiegelt entnommen, Allergiker sollte somit keine Probleme beim D10 Plus haben. Dreame setzt beim Absaugen des Staubs auf eine DualBoost-Technologie, die den Vorgang leiser gestalten soll. Der Absaugprozess ist schnell erledigt und der Staubsaug-Roboter wieder einsatzbereit. Der D10 Plus kann nicht nur saugen, sondern auch wischen. Mit Hilfe der Dreame-eigenen App lassen sich die Reinigungsorte und -zeiten des Roboters einstellen. Über die Anwendung können auch Verbotszonen und Stockwerke eingerichtet werden. Zwangsläufig angewiesen ist man auf die App-Nutzung nicht: Reinigungsvorgänge lassen sich auch via Google Assistent oder Amazon Alexa starten.

In der Praxis werden Böden zuverlässig gesaugt. Auch die Navigation gelingt dem Staubsaug-Roboter gut, auch wenn er im Gegensatz zum W10 Pro kein Kamera-System verbaut hat. In der Karte Verbotszonen lassen sich Verbotszonen einstellen. Diese hält der D10 Plus auch streng ein. Sollte man die Wohnung umgestalten, empfiehlt es sich aber, die Karte zu korrigieren, da Verbotszonen nicht automatisch gelöscht werden. Der D10 Plus unterstützt Karten mit mehreren Etagen. Das Feature konnte unser Kollege Timm Mohn nicht testen, da dessen Wohnung nur eine Ebene hat. Um das Feature zu nutzen, müsste man den Roboter von einer Etage in die andere tragen: Treppensteigen können die smarten Haushaltshelfer noch nicht. Wer den D10 hin und her hievt kann sich dank Fallschutz aber freuen, dass der Roboter nicht durch einen Freiflug zur Docking Station zurückkehrt.
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In den Staubbeutel der Docking-Station passt mit 2,5 Litern einiges an Staub rein. Dreame selbst spricht von etwa 45 Tagen ohne Wartung. Diese Periode kann im Durchschnitt auch etwa 20 bis 30 Tage länger ausfallen, je nach Staubaufkommen in und Größe der Wohnung. Um die Entleerung des Staubtanks muss man sich beim D10 Plus eher unregelmäßig Gedanke machen. Wie oft man den Staubbeutel in der Docking-Station wechseln muss, ist natürlich immer davon abhängig, wie oft der Staubsauger fährt, wie viele Menschen im Haushalt leben und wie oft man zu Hause ist. Ein voll berufstätiger Single dürfte bspw. den Beutel erst deutlich später leeren müssen. In der Regel sollte man aber zwei bis vier Monate mit einem Beutel auskommen.

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Die Reinigungskraft des D10 Plus beschränkt sich nicht nur aufs Saugen: Der Dreame D10 Plus kann die Wohnung auch nass durchwischen. Dafür wird an der Hinterseite des Roboters das Mopp-Modul angeschnallt und der Wassertank gefüllt. Der Wassertank fasst 145 ml. Die Docking-Station kommt ohne Wassertanks daher. Das Wisch-Modul wird von Hand gereinigt. Wer also einen wirklich sauberen Boden haben möchte, reinigt das Wischtuch nach jeder Fahrt. Der D10 Plus eignet sich, mit dem gesamten Dreame-Portfolio im Blick, besonders für Menschen, die vornehmlich die Wohnung saugen wollen. Das Wischen kann man bspw. mit dem Dreame H11 Max selbst übernehmen.

Ausreichend Akkulaufzeit

Mit einer Akkuladung ist der D10 Plus knapp über 170 Minuten unterwegs. In dieser Zeitspanne kann der Roboter bis zu 270qm Fläche abfahren. Die tatsächliche Laufzeit ist natürlich abhängig davon, wie intensiv man den Staubsauger reinigen lässt. Umso sparsamer man den D10 Plus programmiert, umso länger hält er durch. Wer den Staubsauger auf höchster Intensität laufen lässt, wird früher nachladen müssen, als jemand, der den Roboter im Schongang saugen lässt. Eine gut erstellte Karte mit klaren Verbotszonen begünstigt eine Zeit- und Stromsparsame Reinigung. Dreame legt in der App viel Wert auf eine leichte Kartenerstellung: Gleich zu Beginn wird dem Nutzer die Option der schnellen Karte angezeigt. Eine solche wird in um die 8 Minuten erstellt. Der D10 Plus erstellt in diesem Zeitraum einen Grundriss der Wohnung, welchen man schon mal dafür nutzen kann, die Räume genauer aufzuteilen und zu benennen.

Eine sehr gute Saugfähigkeit und eine längere Zeit ohne Wartung machen den D10 Plus aus. In Sachen Smart Speaker ist er mit Amazon Alexa und Google Assistant kompatibel. Damit muss man nicht mal mehr aufstehen und/oder das Handy in die Hand nehmen, um eine Reinigung zu starten. Darüber hinaus verzichtet Dreame auf den Staubsauger aufblähende Extras und liefert einen soliden Staub und Putz Roboter ab, der nicht in ähnlich hohe Preis-Dimension aufsteigt, wie es bei der aktuellen Roborock Flotte der Fall ist. Eine Station mit Schmutz- und Frischwasser-Tank wäre zwar schon sehr praktisch, in der Preisklasse des D10 Plus sind diese aber nicht wirklich realistisch. Wer seinen Boden wirklich gerne wischen lässt, greift vielleicht lieber zum W10 mit zwei Wischmopps. Auf Amazon ist der Dreame D10 Plus für 384,99 Euro verfügbar.

Vorteile

  • Kompakte Docking-Station
  • Leichte Einrichtung
  • Google Assistant und Amazon Alexa-kompatibel
  • Gute Saugleistung
  • Unterschiedliche Reinigungs-Optionen
  • Schnelle Karte in unter 8 Minuten
  • Absaugen des Roboter-Staubtanks in 10 Sekunden
  • Allergiker-freundliche Versiegelung des Docking-Station-Staubbeutels
  • Zweiter Staubbeutel im Lieferumfang

Neutral

  • Mopp-Modul wird nicht während Reinigungsvorgang gereinigt

Nachteile

  • Kein Schmutz- und Frischwasser-Tank in der Docking Station

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