Test-Duell der Nasssauger: Tineco S9 Artist vs. Dreame H15 Pro Heat
Die Auswahl im Segment der hochwertigen Haushaltshelfer ist groß und kann so manch einen Interessenten vor eine Reihe von Fragen stellen. Wer vor dem Hochsommer noch schnell den Frühjahrsputz erledigen will, dürfte dieser Tage technische Daten rauf- und runterblättern. Eventuelle Unterschiede wirken oft nicht groß, können aber schnell den entscheidenden Unterschied machen.
Die Bürste des Dreame ...
... und des Tineco
Ladestation: Links Dreame, rechts Tineco
Unser Kollege Timm Mohn hat den Tineco Floor One S9 Artist und den Dreame H15 Pro Heat in seinem Zuhause ausgiebig getestet und die beiden Wischstaubsauger direkt miteinander verglichen. Geht es in der Küche mal drunter und drüber, bleibt öfter mal etwas hängen bzw. kleben - bspw. festgeklebter Ketchup oder aber eingetrockneter Kaffee.
Designtechnisch sind beide Geräte auf dem neuesten Stand. Der Floor One S9 Artist in Blau wirkt erfrischend anders, auch wenn die Farbe sehr dezent gewählt ist. Statt einem knalligen Blau wie bei Fisher-Price-Spielzeug setzt Tineco auf eine erwachsene Farbgebung. Diese wirkt nicht unnötig verspielt. Erfreulicherweise fällt die Ladestation des Floor One S9 Artist etwas kleiner aus. Im Gegensatz zur wirklich wuchtigen H15-Pro-Heat-Dockingstation nimmt die Tineco-Lösung deutlich weniger Platz ein. Gerade wenn der Wischstaubsauger neben einer Tür stehen soll, kann das einen großen Unterschied machen. Der Floor One S9 Artist hinterlässt seine Dockingstation nach der Selbstreinigung zudem sauberer, als es bei Dreame der Fall ist.
Der Tineco (links) fasst 1 Liter Wasser, der Dreame (rechts) 0,8 Liter
Trotzdem kann es sein, dass man den kleineren Frischwassertank beim H15 Pro Heat bevorzugt. Nicht etwa, weil man gerne öfter Wasser nachfüllt, sondern wegen der Position des Frischwassertanks. Beim Floor One S9 Artist sitzt dieser am Bodenteil des Wischstaubsaugers. Man muss folglich immer in die Hocke gehen, um den Frischwassertank zu entfernen. Und wenn man noch etwas ehrlicher zu sich ist: In der Praxis achtet man beim Entnehmen und Zurücksetzen des Wassertanks eher selten auf eine rückenschonende Haltung. Gerade ältere Menschen dürften den H15 Pro Heat deswegen dem Floor One S9 Artist vorziehen.
Der Tineco Floor One S9 Artist trennt festen und flüssigen Schmutz. Das hat den Vorteil, dass man die Flüssigkeit im Abfluss abgießen und die festen Überreste im Mülleimer entsorgen kann. Eine solche Trennung findet beim H15 Pro Heat nicht wirklich statt. Stattdessen wird alles im Abfluss entsorgt, da man kaum den Inhalt des Schmutzwassertanks in Teilen aufhalten oder gar trennen kann. Außerdem muss man beim H15 Pro Heat darauf achten, dass man beim Öffnen kein Schmutzwasser auf dem Boden verteilt.
Sowohl der Dreame als auch ...
... der Tineco haben eine App-Bedienung
Trotz der App-Anbindung fällt beim Tineco Floor One S9 Artist die Fernsteuerung weg. Möchte man unter dem Bett reinigen, muss man das stets selbst tun und kann nicht einfach auf einen Button drücken, um den Wischstaubsauger auf die Reise zu schicken. Da der H15 Pro Heat aber stets verschoben und dann wieder losgeschickt werden muss, ist man auf diese Weise eigentlich sogar länger mit dem Teil der Reinigung beschäftigt als beim Artist.
Dreame verbaut beim H15 Pro Heat eine Lippe an der Front. Diese fährt beim Rückwärtsgang runter, um überzähliges Wasser abzutragen. Dem Tineco Floor One S9 Artist fehlt eine solche Lippe. Wasserflecken werden aber auch hier vermieden: Die Bürste macht eine Rückwärtsbewegung und verhindert so, dass überschüssiges Wasser auf dem Boden liegen bleibt. Dafür bringt sich der S9 Artist automatisch in die Standposition, wenn man das Gerät ausschaltet. Das kann der H15 Pro Heat auch, aber die Umsetzung ist nicht ganz so gelungen. Achtet man beim H15 Pro Heat genau auf das Verhalten beim Abschalten, fährt dieser zunächst ein Stück vor und setzt dann zurück, um sich in die aufrechte Position zu bringen. Das kann irritierend wirken.
Die beiden Wischstaubsauger unterscheiden sich auch im Hinblick auf das Gewicht. Der Tineco Floor One S9 Artist bringt 5,3 Kilogramm auf die Waage, während der Dreame H15 Pro Heat etwas schwerer ist. Ohne Wasser im Inneren wiegt der Pro Heat bereits 6,20 Kilogramm. Beide Haushaltshelfer unterstützen die benutzende Person mit Motoren in den Rädern, trotzdem sollte man den Unterschied beim Gewicht nicht aus den Augen verlieren.
Im Gegensatz zum Dreame H15 Pro Heat gibt es vom Floor One S9 Artist zwei Versionen: die reguläre Variante und eine Premium-Ausführung. Die grundsätzlichen Leistungsmerkmale unterscheiden sich bei den S9-Versionen nicht: Alle technischen Daten sind gleich. Das Zubehör hingegen macht den Unterschied: Die Premium-Variante verfügt über zwei Ersatzbürsten und zwei Trockenfilter. Auch farblich gibt es Unterschiede: Die reguläre Artist-Variante ist blau, während die Premium-Variante in Silber zu überzeugen weiß.
Der Tineco Floor One S9 Artist wird durch den frühen Prime-Day aktuell für 599 Euro auf Amazon angeboten. Der Dreame H15 Pro Heat nimmt auch an den Prime Days teil und wird aktuell für 549 Euro angeboten. Plant man den langfristigen Einsatz und hat die Stromkosten für die Selbstreinigung und -trocknung im Blick, kann die um 25 Minuten kürzere Reinigungszeit beim Artist bereits der entscheidende Vorteil sein. Beide Geräte haben Argumente für sich und Eigenschaften, die man beim jeweils anderen besser findet. Würde unser Kollege Timm Mohn heute ein neues Gerät kaufen, wäre es aufgrund der besseren Reinigungsleistung der Artist.
Der Nasssauger-Kampf der Giganten
Sei es die Größe des Wassertanks oder die Organisation des Schmutzwassertanks. Die wirklich entscheidenden Pluspunkte liegen oft im Detail. Und auch, wenn es davon wirklich viele und auch interessante gibt, deren Diskussion folgen wird, ist die wohl wichtigste Eigenschaft die Reinigung. Der Tineco Floor One S9 zeigt keine Probleme bei frischen Verschmutzungen, wie etwa Ketchup. Auch bei bereits angetrockneten Ketchup-Resten konnte der Artist überzeugen. Der Dreame H15 Pro Heat hat bei der Reinigung von frischen Sachen, aber auch von angetrockneten Dingen vereinzelt Probleme gezeigt.
Die Bürste des Dreame ...
... und des Tineco
Ladestation: Links Dreame, rechts Tineco
Unser Kollege Timm Mohn hat den Tineco Floor One S9 Artist und den Dreame H15 Pro Heat in seinem Zuhause ausgiebig getestet und die beiden Wischstaubsauger direkt miteinander verglichen. Geht es in der Küche mal drunter und drüber, bleibt öfter mal etwas hängen bzw. kleben - bspw. festgeklebter Ketchup oder aber eingetrockneter Kaffee.
Designtechnisch sind beide Geräte auf dem neuesten Stand. Der Floor One S9 Artist in Blau wirkt erfrischend anders, auch wenn die Farbe sehr dezent gewählt ist. Statt einem knalligen Blau wie bei Fisher-Price-Spielzeug setzt Tineco auf eine erwachsene Farbgebung. Diese wirkt nicht unnötig verspielt. Erfreulicherweise fällt die Ladestation des Floor One S9 Artist etwas kleiner aus. Im Gegensatz zur wirklich wuchtigen H15-Pro-Heat-Dockingstation nimmt die Tineco-Lösung deutlich weniger Platz ein. Gerade wenn der Wischstaubsauger neben einer Tür stehen soll, kann das einen großen Unterschied machen. Der Floor One S9 Artist hinterlässt seine Dockingstation nach der Selbstreinigung zudem sauberer, als es bei Dreame der Fall ist.
Frischwasser: Einer bequem, der andere für viele Quadratmeter
Wenn man mit dem Dreame H15 Pro Heat einige Zeit arbeitet, wird man eine Sache feststellen: Gefühlt, verbraucht der Wischstaubsauger sehr viel Wasser. Das liegt am vergleichsweise geringen Volumen: Nur 800 ml trägt der H15 Pro Heat mit sich. Beim Floor One S9 Artist hingegen passt mehr rein: Hier fasst der Frischwassertank 1 Liter Flüssigkeit. Damit kommt man naturgemäß länger aus und muss weniger oft nachtanken. Natürlich: Irgendwann muss ohnehin nachgetankt werden, aber unser Kollege Timm Mohn hat den Unterschied bereits in der ersten Woche mit dem H15 Pro Heat bemerkt.
Der Tineco (links) fasst 1 Liter Wasser, der Dreame (rechts) 0,8 Liter
Trotzdem kann es sein, dass man den kleineren Frischwassertank beim H15 Pro Heat bevorzugt. Nicht etwa, weil man gerne öfter Wasser nachfüllt, sondern wegen der Position des Frischwassertanks. Beim Floor One S9 Artist sitzt dieser am Bodenteil des Wischstaubsaugers. Man muss folglich immer in die Hocke gehen, um den Frischwassertank zu entfernen. Und wenn man noch etwas ehrlicher zu sich ist: In der Praxis achtet man beim Entnehmen und Zurücksetzen des Wassertanks eher selten auf eine rückenschonende Haltung. Gerade ältere Menschen dürften den H15 Pro Heat deswegen dem Floor One S9 Artist vorziehen.
Der Tineco Floor One S9 Artist trennt festen und flüssigen Schmutz. Das hat den Vorteil, dass man die Flüssigkeit im Abfluss abgießen und die festen Überreste im Mülleimer entsorgen kann. Eine solche Trennung findet beim H15 Pro Heat nicht wirklich statt. Stattdessen wird alles im Abfluss entsorgt, da man kaum den Inhalt des Schmutzwassertanks in Teilen aufhalten oder gar trennen kann. Außerdem muss man beim H15 Pro Heat darauf achten, dass man beim Öffnen kein Schmutzwasser auf dem Boden verteilt.
Beide mit App-Support
Ähnlich wie der Dreame H15 Pro Heat kann der S9 Artist mit einer App gekoppelt werden. Beide Wischstaubsauger erhalten folglich Firmware-Updates. Beim H15 Pro Heat gibt es in diesem Zusammenhang einen Haken: Updates, zumindest das letzte, setzen die Sprachausgabe auf Englisch zurück, obwohl man bereits Deutsch ausgewählt hatte. Je nachdem, wie oft Dreame den H15 Pro Heat auf den neuesten Stand bringt, kann der Weg in die Spracheinstellungen zur Alltagsbeschäftigung werden. Tineco vermisst aber Settings wie die automatische Bürstenpflege, die über die Dreame-App aktiviert bzw. deaktiviert werden können.
Sowohl der Dreame als auch ...
... der Tineco haben eine App-Bedienung
Trotz der App-Anbindung fällt beim Tineco Floor One S9 Artist die Fernsteuerung weg. Möchte man unter dem Bett reinigen, muss man das stets selbst tun und kann nicht einfach auf einen Button drücken, um den Wischstaubsauger auf die Reise zu schicken. Da der H15 Pro Heat aber stets verschoben und dann wieder losgeschickt werden muss, ist man auf diese Weise eigentlich sogar länger mit dem Teil der Reinigung beschäftigt als beim Artist.
Dreame verbaut beim H15 Pro Heat eine Lippe an der Front. Diese fährt beim Rückwärtsgang runter, um überzähliges Wasser abzutragen. Dem Tineco Floor One S9 Artist fehlt eine solche Lippe. Wasserflecken werden aber auch hier vermieden: Die Bürste macht eine Rückwärtsbewegung und verhindert so, dass überschüssiges Wasser auf dem Boden liegen bleibt. Dafür bringt sich der S9 Artist automatisch in die Standposition, wenn man das Gerät ausschaltet. Das kann der H15 Pro Heat auch, aber die Umsetzung ist nicht ganz so gelungen. Achtet man beim H15 Pro Heat genau auf das Verhalten beim Abschalten, fährt dieser zunächst ein Stück vor und setzt dann zurück, um sich in die aufrechte Position zu bringen. Das kann irritierend wirken.
Beide reinigen sich selbst
Im Anschluss an die Reinigung der Wohnung findet die Selbstreinigung statt. Der Artist zeigt, was in ihm steckt, und trocknet die Bürste durchaus lautstark binnen 5 Minuten. Der Dreame ist hiermit deutlich länger, aber auch leiser beschäftigt: Etwa 30 Minuten dauert es, bis die Bürste trocken ist und die Ladestation verstummt. Gerade wenn es darum geht, in der Wohnung langfristige Hintergrundgeräusche zu vermeiden, hat der Floor One S9 Artist die Nase vorn.Die beiden Wischstaubsauger unterscheiden sich auch im Hinblick auf das Gewicht. Der Tineco Floor One S9 Artist bringt 5,3 Kilogramm auf die Waage, während der Dreame H15 Pro Heat etwas schwerer ist. Ohne Wasser im Inneren wiegt der Pro Heat bereits 6,20 Kilogramm. Beide Haushaltshelfer unterstützen die benutzende Person mit Motoren in den Rädern, trotzdem sollte man den Unterschied beim Gewicht nicht aus den Augen verlieren.
Im Gegensatz zum Dreame H15 Pro Heat gibt es vom Floor One S9 Artist zwei Versionen: die reguläre Variante und eine Premium-Ausführung. Die grundsätzlichen Leistungsmerkmale unterscheiden sich bei den S9-Versionen nicht: Alle technischen Daten sind gleich. Das Zubehör hingegen macht den Unterschied: Die Premium-Variante verfügt über zwei Ersatzbürsten und zwei Trockenfilter. Auch farblich gibt es Unterschiede: Die reguläre Artist-Variante ist blau, während die Premium-Variante in Silber zu überzeugen weiß.
Der Tineco Floor One S9 Artist wird durch den frühen Prime-Day aktuell für 599 Euro auf Amazon angeboten. Der Dreame H15 Pro Heat nimmt auch an den Prime Days teil und wird aktuell für 549 Euro angeboten. Plant man den langfristigen Einsatz und hat die Stromkosten für die Selbstreinigung und -trocknung im Blick, kann die um 25 Minuten kürzere Reinigungszeit beim Artist bereits der entscheidende Vorteil sein. Beide Geräte haben Argumente für sich und Eigenschaften, die man beim jeweils anderen besser findet. Würde unser Kollege Timm Mohn heute ein neues Gerät kaufen, wäre es aufgrund der besseren Reinigungsleistung der Artist.
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