Breadbot: Automat backt Kunden frisches Brot direkt vor ihrer Nase

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Die US-Firma Wilkinson Baking Systems zeigt auf der CES 2019 den Prototypen eines Backautomaten, der direkt am jeweiligen Verkaufspunkt frisches Brot herstellen soll. Der sogenannte Breadbot nutzt dazu eine Kombination aus einer computergestützten Brotbackmaschine, die alle Zutaten direkt vor Ort mischt und das Brot vollständig backt, und einem Verkaufsautomaten, der stark an die mit Robotertechnik betriebenen Getränkeautomaten erinnert, die auch in Deutschland vielerorts anzutreffen sind.

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Das System besteht aus zwei Teilen: Einem fast vollständig automatisierten Backautomaten, bei dem die Zutaten am einen Ende eingefüllt werden, während am anderen Ende das fertige Produkt herauskommt. Die Maschine mischt Wasser, Hefe und Mehl sowie weitere Zutaten selbsttätig und verfrachtet den Teig dann in auf Ketten laufende Formen, die sich in einem S-förmigen Kurs durch eine Art Ofen bewegen. Unten treten die Brotlaibe ihre Reise zum Kunden in Form von einfachen Teigklumpen an, oben kommen sie als verzehrfertiges Brot heraus.

Am Ende landen die Brote in einem speziellen Verkaufsautomaten, bei dem der Kunde über einen Touchscreen wählen kann, welchen der Laibe er erwerben möchte. Dabei kann man auch festlegen, dass man das frischeste Brot wünscht, um bei Bedarf ein Brot zu erhalten, das sogar noch die Backwärme hat. Bisher soll unter anderem das US-Militär Interesse gezeigt haben, um den Wilkinson Baking Breadbot auf ihren Schiffen einzusetzen.

Eine Herausforderung besteht aktuell noch in der Produktion von Broten aus Sauerteig, gab der Hersteller hier auf der CES zu, da diese bekanntermaßen ideale Bedingungen benötigen, um einwandfrei zu gelingen. Dennoch gab man sich zuversichtlich, durch weitere Optimierungen auch derartige Herausforderungen in den Griff bekommen zu können.

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ALdie schafft die dinger jetzt wieder ab. Die sind spät dran um nicht zu spät zu sagen.
 
@lasnik: Aldi hat nie einen Teig gebacken!
 
@bebe1231: klar gefrorenen. oder meinst du dei backen steine?
 
@lasnik: Mir scheint du hast den Artikel nicht gelesen, denn diese Maschine bereitet vor dem Backprozess noch einen Teig zu. Was eben mit dem Automat von Aldi nichts, aber auch schon gar nichts gemeinsam hat.
Aber in einem hast du recht, bei Aldi backen die Steine.
 
@bebe1231: was hat das jetzt damit zu tun das aldi brot aus steinen backt? ^^
 
nur blöd dass es für ein gutes brot eine lange teigführung benötigt, minimum 4 stunden.
 
@lazsniper2: Aber nicht für ein einfaches Hefe-Weizen Brot.
 
@skyjagger: Gerade da wäre das nötig!
 
@bebe1231: warum sollte ein Hefebrot 4Stunden benötigen? Aus der Sicht des Brotes wird es dadurch nicht besser. Hefebrote, brauchen in der Regel (nach Verarbeitung des Teiges) etwa 30 - 60min im Garraum und kommen dann in den Ofen. Wichtig ist anschließend eine gescheite Abkühlphase, damit das Wasser entweichen kann.
 
@skyjagger: Wenn du einfach geschmacklose Pappe willst, dann kannst du das natürlich so machen.
Der Geschmack und Frischhaltung kommt allerdings erst nach einer langen Lagerzeit des Teiges.
 
@skyjagger: Die richtig guten Hefe Teige werden sogar teilweise 24-36 Stunden gehen gelassen. Das hat natürlich einmal mit dem Geschmack zu tun, aber halt auch mit der Konsistenz die hinterher das Brot hat. Schau dir doch mal z. B. heutige Brötchen an. Früher waren Brötchen noch richtig kleinporig und auch vom Gewicht her schwerer. Man konnte damals ein Brötchen in drei Teile schneiden, sprich man hatte zwei Brötchenhälften und eine kleine Brotscheibe. Und sie schmeckten halt sehr lecker.

Heute sind die Brötchen größer aber so leicht dass du denkst du hast gar nichts mehr in der Hand. Drinnen ist nur noch Luft und wenn du es in drei Teile schneiden würdest hätte mindestens das mittlere Teil ein Loch dass du nichts mehr drauf schmieren kannst. Und das zieht sich durchs ganze Brötchen, du hast fast nur noch die Kruste. Trifft natürlich nicht auf alle Brötchen zu, ist klar, aber bei vielen ist es halt dann doch so.
 
@Tomarr: Also wenn du ein Brötchen in 3 Teile schneiden konntest, hat der Bäcker einfach was falsch gemacht, oder eine andere Sorte brötchen (Burgerbrötchen?). Das klassische Kaiserbrötchen sollte so luftig und locker sein wie es geht.
 
@Bautz: Es sollte nicht nur aus Luft bestehen. Wenn ich ein Brötchen aufschneide und da ist nur eine riesige Luftblase drin, dann ist das definitiv nicht so ganz richtig.
 
@Tomarr: Dann darfst du kein Kaiserbrötchen kaufen.
 
@Bautz: Oder einfach welche die nicht billig auf Zeitdruck bei der Teigherstellung hergestellt wurden. Weil das Problem ist halt, Locker und luftig ist schön und gut. Aber wenn die Hefe nicht ausgegangen ist dann gehrt sie halt beim Backvorgang erstmal weiter und am Ende hast du dann eine Kruste die eine große Luftblase eingeschlossen hat.
 
@Tomarr: So einfach ist es nun doch auch wieder nicht. Löcher in Brot und Brötchen kann auch von einer ungenügenden Verkleisterung des Wasser herrühren. Wenn das Mehl z.B. bei der Teigbereitung viel Wasser aufnimmt, die Stärke und das Eiweiß das aber beim Backprozess nicht binden können. Dann hast du einfach gesagt Dampfblasen im Brot oder Brötchen.
Für solche Löcher gibt es mehrere Faktoren, die da eine Rolle spielen.
 
@bebe1231: Ja OK, natürlich muss man das Handwerk komplett beherschen damit etwas anständiges dabei raus kommt. Aber das mit der Hefe ist halt ein Faktor. Das wusste ich jetzt halt aus eigener Erfahrung. Von daher.
 
@Tomarr: Locker & Luftig <> Luftblase. Luftblase hab ich aber bisher bei keinem Bäcker erlebt, nur ganz selten bei Supermarkt-Brötchen.
 
@Bautz: Das komische ist, bei den Supermarktbrötchen, also diese wo hinten der Ofen steht und du vorne raus nehmen kannst, habe ich das recht selten. Während ein bekannter von mir letztens Brötchen von einem Bäcker mitgebracht hat, der angeblich sehr gut sein soll, die Brötchen waren irgendwie doppelt so groß wie normal, aber auch halb so schwer. Da kannst dir ja denken das quasi nichts wirklich im Innenleben zu finden war.

Kann praktisch sein wenn man sein Brötchen schön dick mit Mett belegt, dann hat man quasi eine Alibischaufel wo man es rein füllen kann, aber so ganz sinnvoll war das irgendwie nicht. Und vor allem es schmeckt ja auch nach nichts. Viele Brötchen haben irgendwie gar keinen Geschmack mehr. Gut, aber das liegt jetzt wahrscheinlich nicht mehr am Gehen lassen.
 
@lazsniper2: Das scheinen langsam auch die letzten Hipster zu verstehen, anderweitig kann ich mir eine zunehmende Abkehr vom Supermarktbrot nicht wirklich erklären :) Mich freuts.
 
Vor allem...was will ich mit komplett frisch gebackenem Brot.Das kannste net essen oder transportieren.So en paar Stunden warten is net es Problem.Oder sehe ich jetzt irgendwie den falschen Einsatzzweck.Das hält keine Papiertüte aus,warmes Brot.Ich wills auch net offen im Supermarkt rumtransportieren müssen...
 
Die Amis haben schlicht und einfach keine Ahnung von gutem Brot. Das die so einen Automat gut finden ist mir schon klar.
 
@bebe1231: Wir haben eine extreme Brotkultur... das sollte man auch nicht vergessen. Mir würde kein anderes Land mit einer derartigen Vielfalt einfallen.
 
@Cosmic7110: Alle Skandinavischen Länder. Da haben die meisten Tankstellen mehr Auswahl als bei uns die Bäcker.
 
Ist das nicht völlig normale Brotbackmaschine? Was genau ist jetzt die Neuigkeit an dieser Maschine?
 
@fixik: Sie ist hübsch genug um sie in den Verkaufsraum zu stellen, wäre mein Tipp.
 
@fixik: Brotbackautomaten bei Aldi etc benutzen TK/vorgefertigte Laibe die dann nur noch aufgebacken werden. Also es wird da nur gebacken.
Hier fängt der Prozess bei den Grundzutaten an. Mixen, Formen & Backen. Du füllst Wasser, Hefe und Mehl rein und am anderen Ende kommt ein Brot raus. Das ist ein wenig komplizierter als die Automaten die jetzt schon in den Diskountern stehen und eine klassische Brotbackmaschine zuhause macht das zwar auch so - produziert aber keinen 20 Brote am Stück .
 
@e-foolution: Quasi eine gewöhnliche Küchenmaschine, nur in Groß, in einen gewöhnlichen Brotbackautomaten, nur in Groß, eingebaut. Wundert mich höchstens, dass es sowas nicht mindestens seit 30 Jahren schon gibt. Ich könnte fast schon wetten, sowas gibt es schon lange irgendwo. Sowas primitives muss schon irgendjemand gebaut haben.

Wenn man aber bedenkt, was es bei dieser CES sonst zu bestaunen gibt. Dann ist diese Low-Tech-Maschine wohl tatsächlich ein Hingucker. Ansonsten gibt es dort eine Toilette, die LED-Beleuchtung kriegt und dadurch Smart-Klo wurde. Da wirkt diese Brotmaschine tatsächlich fast schon wie High-Tech.
 
Ein Brototyp :DDD
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