Asus schaut sich Flüssigmetall-Kühlung bei Übertaktungsprofis ab

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Wenn es um das Thema Prozessor-Kühlung geht, dann ist die "Schnittstelle" zwischen der CPU und dem Kühlkörper der wohl empfindlichste Bereich. Entsprechend wichtig ist es, die Wärmeleitpaste gut aufzutragen, wenn man einen Rechner selbst baut. Übertaktungsprofis haben indes andere Tricks und arbeiten unter anderem mit flüssigem Metall. Das hat sich Asus nun abgeschaut.

Overclocker sind sicherlich die Pioniere im PC-Gaming. Denn um neue Rekorde aufzustellen, lassen sich diese immer Neues einfallen, damit sie die Systeme optimieren können. Vieles davon wie beispielsweise die Kühlung mit flüssigem Stickstoff ist natürlich nicht für den Alltag geeignet. Auch beim Thema "thermales Interface", also der "Verbindung" zwischen CPU und Heatsink, gibt es Lösungen, die bisher nicht für die Allgemeinheit möglich oder denkbar waren.

Dennoch versucht es Asus nun mit der Flüssigmetall als Alternative für die traditionelle Wärmeleitpaste, in diesem Video zeigt man, wie das funktioniert. Allerdings unterscheidet sich die Lösung von Asus, die man für die kommenden ROG-Gaming-Laptops entwickelt hat, von der Art, wie Overclocker damit arbeiten, so Asus im Blog (via PC Gamer).

Andere Lösung als beim Übertakten

Denn die Übertaktungsexperten nehmen hier den "Deckel", also den so genannten integrierten Heatspreader (IHS) der CPU ab und bringen das Metall direkt am Die an. Damit versuchen sie, die Wärmeübertragung noch weiter zu optimieren. Asus verzichtet auf das "Delidding" der mobilen CPUs, da diese keinen IHS haben, hat aber einen proprietären Prozess entwickelt, bei dem man das flüssige Metall dennoch einsetzen kann.

Die Idee hinter solchen Metallen ist, dass diese niedrige Schmelzpunkte haben und dadurch bei Raumtemperatur flüssig sind. Gleichzeitig sind derartige Legierungen enorm leitfähig, wodurch sie besonders effektiv sind, wenn es um den Transfer der Energie zwischen Prozessor bzw. dem Die und dem Kühlkörper geht.

Asus hat eigenen Angaben nach eine Reduktion der Temperaturen um zehn bis 20 Grad Celsius erreichen können, das hängt vom verwendeten CPU-Modell ab - einsetzen kann man aus technischen Gründen jedoch nur Intel-Prozessoren. Als Metall kommt übrigens Conductonaut von Thermal Grizzly zum Einsatz, wie man das Material anbringt, kann man am besten im Video sehen. Erste Laptops mit dieser Lösung hat Asus noch für dieses Quartal in Aussicht gestellt, also bis Ende Juni.
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Ich hab da grad irgendwie ein Bild von Quecksilber vor Augen...
Ich habe davon null Ahnung, aber wie sieht das mit der Giftigkeit (Ausgasung?) solcher Lösungen aus? Und tropft das dann nicht im Normalbetrieb irgendwann raus, wenn das schon bei Raumtemperatur flüssig ist?
 
@karlo73: Es gibt Legierung, die bei Zimmertemperatur flüssig sind - auch ohne Quecksilber.
 
@Der Lord: Gallium z.B. aber ich hab dann eher den T1000 vor Augen :D
 
@Marcel0815a: Der T-X sah aber netter aus. :P

Gallium ist nebenbei keine Legierung sondern ein elementares Metall. Da der Schmelzpunkt bei reichlich 29°C liegt, kommt es stark auf die Temperatur des Zimmers an, ob es bei Raumtemperatur flüssig ist.

Als Legierungsmetall eignet es wiederum. Galistan (Gallium, Indium und Zinn) "gefriert" erst bei -19°C. Wäre also ein Kandidat für die Kühlung.

Bei einer "Flüssigmetall-Kühlung" dachte ich aber zugegebenermaßen zuerst an flüssiges Metall als Kühlmittel, nicht als Wärmeleitpastenersatz.
 
Na ich hoffe Asus ist auch bewusst das die Flüssigmetall nach 1-2 Monaten (NUR EINMAL, wobei mein ganzer Satz ja nicht dauerhaft impliziert sondern nur erneut und sollte?!?!?!, Begründung siehe re:5)) erneut aufgetragen werden sollte.
 
@Odi waN: Hmmm... Und wenn man eine aushärtende Dispersion nimmt? Frage aus Neugier.
 
@Odi waN: Habe zwar noch nichts von gehört (mich aber auch nicht weiter damit beschäftigt, die erste Variante sollte damals IIRC mit der Zeit aushärten?), aber sollte das stimmen, dann taugt Flüssigmetall schlicht nicht als Ersatz für Wärmeleitpaste, ein PC hat jahrelang zu funktionieren ohne dass man daran rumschrauben muss. Der einzige akzeptable Aufwand ist es ab und zu Staub rauszupusten, ansonsten muss das völlig wartungsfrei sein.
 
@Link: Flüssigmetall ist nichts für Laien und Asus setzt es auch nur in die High-Performance Geräte ein und nicht in allen. Aber zur Erklärung siehe re:5.
 
@Odi waN: Was hat mein Kommentar jetzt mit Laien zu tun?
 
@Odi waN: Wat? Woher kommt denn das Märchen?
 
@ThreeM: Ist kein Märchen sondern Fakt, siehe re:5!
 
@Odi waN: Dazu hätte ich gerne eine Quelle. Keine der von mit eingesetzten WLP beschreibt eine solche Situation in ihren Anleitungen. Auch habe ich nach erfolgreichen Aufträgen keine signifikante Abnahme der Wärmeleitfähigkeituber Zeit festgestellt. Ich nutze Flussigmetall seit 15 Jahren ohne das ich sowas festgestellt habe.

Nur weil man schreibt "das ist Fakt" muss das noch lange nicht Stimmen. Bitte mit Quellen belegen.
 
@ThreeM: Quelle, einfach mal ein paar Videos von der8auer gucken, da erklärt er es sehr oft. ;) Außerdem hat er die Pasten von Thermal Grizzly mitentwickelt und warum sollte er Blödsinn erzählen?!
Du kannst es natürlich auch so lassen aber es ist eben nicht optimal.
 
@Odi waN: Ich schaue die Videos schon regelmässig, mir ist kein Video bekannt in dem er das mal hat fallen lassen. In welchen Video soll das denn sein?
 
@ThreeM: Im Ryzen 4000 Video vor 2 Wochen sagt er es, da er dort Flüssigmetall aufträgt.
 
@Odi waN: Gamernexuz hats getestet. https://youtu.be/cQaqUyKVIEE?t=755

Edit: Da ich Videos oft nervig finde, hier den Test nochmal in schriftlicher Form: https://www.gamersnexus.net/guides/3362-how-liquid-metal-affects-copper-nickel-and-aluminum-corrosion-test

Fazit: Es ist egal.

Ich gehe davon aus das Asus hier vernickelte Auflageflächen verwendet. Dann ist das ganze ej obsolete.
 
@Odi waN: Seit wann muss Flüssigmetall aller 1-2 Monate neu aufgetragen werden? :o
 
@Shadi: Leute lesen ich habe geschrieben das dieser Vorgang nur ERNEUT gemacht werden muss und nicht alle 1-2 Monate....... , so wie fabian86 es sagt ist auch der grund warum es nur einmal erneut gemacht werden SOLLTE. Man kann es auch weglassen aber dann hauen die Temps nicht optimal hin.
 
@Odi waN: Flüssigmetall zieht ein bisschen in Kupfer ein, daher gillt das nur wenn Kupfer beim Kühler ist und das gilt auch nur 1x und nicht alle 1 - 2 Monate!
 
@fabian86: Ich meinte ja auch nur 1x und nicht immer alle 1-2 Monate, ich werde es präzisieren da es ja für Nichtwissende zur Verwirrung führt...... Abgesehen davon muss es Kupfer sein, Alu wäre grob fatal ;)

Ich frage mich aber immer wieder wie man aus meinem Satz ein dauerhaft für immer liest......
 
@Odi waN: Weil du einfach geschrieben hast, dass "Flüssigmetall nach 1-2 Monaten erneut aufgetragen werden sollte", dass es nur einmal sein soll, ist eine Einschränkung dieser Aussage und die fehlt nun mal.
 
Und die elektrische Leitfähigkeit von Metall ist dabei kein Problem?!
 
@DRMfan^^: Deshalb werden die Bauteile um der CPU herum auch mit einer nichtleitenden Schicht isoliert. Overclocker nehmen dafür oft Nagellack.
 
Und wenn die CPU 50°C erreicht hat, verdampft das flüssige Metall und irgendwann ist Essig mit der Wärmeableitung und der PC wird sich immer wieder wegen Überhitzung runtertakten oder abschalten. Scheint mir keine so gute Lösung für den Dauereinsatz zu sein, eher für kurzfristige Leistungsspitzen, für wenige Sekunden.
 
@Norbertwilde: "Und wenn die CPU 50°C erreicht hat, verdampft das flüssige Metall" Wie kommst du denn darauf?
 
Mal im Ernst, ich habe keine Ahnung von Flüssigmetal. Ich nutze nur Wärmeleitpasste. Würde es aber gerne ausprobieren, da eine bessere abwärme ja nun auch die Lüfter leiser macht und generell für die CPU auch förderlich ist.

Wie oft muss man das Flüssigmetall den erneuern? Bei Wärmeleitpasste mache ich das vielleicht einmal im Jahr, wenn der PC sowieso komplett gereinigt wird.

Gibt es da Unterschiede bzw. welches sollte man verwenden als non-OC?

Wie gesagt ich habe davon null Ahnung. Wäre also an Tipps interessiert. Ausprobieren würde ich es gerne mal. Man ist ja für neue dinge offen.
 
@AlfredK1: Wenn du kein OC machen willst, würde ich dir generell davon abraten, da die normale Wärmeleitpaste ausreichend ist und mit Flüssigmetall auch gewisse Gefahren einhergehen.
Falls du es trotzdem ausprobieren willst, gibt es ein paar Dinge zu beachten:

1. Das Flüssigmetall darf auf keinen Fall mit Aluminium in Berührung kommen!
2. Flüssigmetall ist elektrisch leitend.
3. Richtig Sinn macht Flüssigmetall nur zwischen CPU-Die und dem Heatspreader (Köpfen der CPU). Durch das Köpfen verlierst du dann aber deine Garantie, falls noch vorhanden.
4. Falls dein CPU-Die mit dem Heatspreader verlötet ist, liegt der Gewinn an Kühlung bei 2-5 °C. Außerdem macht es das säubern des CPU-Dies wesentlich gefährlicher, da du das Lot mit einem scharfen Messer abschaben musst, was das Risiko nicht wert ist.

Hier noch ein Video als kleine Anleitung: https://www.youtube.com/watch?v=PcQqP5wvlQ8

Empfehlungen, was für einen Hersteller du verwenden sollst, kann ich dir nicht geben, aber da alle von Thermal Grizzly Conductonaut so schwärmen, denke ich, dass man damit nichts falsch machen kann.
 
Also meine erste Kiste mit Flüssigmetal hab ich bestimmt schon vor gut 18 Jahren (mit nen AMD Opteron) fertig gemacht. Ist doch gar kein Geheimnis sondern schlicht ne Alternative zu normaler WLP gewesen. Entweder übersehe ich hier was oder das ganze ist, jetzt mal industriellen Einsatz abgesehen, ein alter hut.
 
Ich dachte schon, es geht um eine abgewandelte Form der Flüssigkeitskühlung mit Flüssigmetall wie bei den russischen Alpha-Atom-U-Booten.
 
Ich habe Flüssigmetall auf den I7 in meinem 2013er MacBook Pro aufgetragen. Seitdem taktet sich der Prozessor bei Volllast nicht mehr herunter. Man muss damit einfach nur vorsichtig sein da es elektrisch Leitfähig ist. Beim PC nutze ich sie seit Jahren, selbst nach z. b. 2 Jahren wenn man den Kühler abmontiert ist das Metall noch flüssig und kann mit der Spritze wieder aufgesogen werden.
 
Davon mal ganz abgesehen kann Flüssigmetall auch hässliche Flecken auf dem Heatspreader hinterlassen, die sich dann nicht mehr abwischen lassen, wenn es wieder entfernt wird. Daher habe ich das nur einmal und nie wieder verwendet.
 
@softwarejunkie: Und? Kann doch einem egal sein, der ist unter dem Kühler, die Funktion wird dadurch nicht beeinträchtigt.
 
@Link: Das erzähl mal den Interessenten bei einem Wiederverkauf. Wenn du sowas bei ebay anbietest drückt das den Wiederverkauswert erheblich.
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