Supercomputer geht auch Second-Hand - aber einfach ist das nicht

Mit etwas Glück kann man sogar in den Besitz eines Supercomputers kommen, der ziemlich perfekt zu den eigenen Anforderungen passt und aufgrund seines gebrauchten Zustands unschlagbar günstig ist. Für gewöhnlich landen solche ausgemusterten Systeme ... mehr... Ibm, Supercomputer, Sequoia Bildquelle: asc.llnl.gov Supercomputer, Cray, Blue Waters Supercomputer, Cray, Blue Waters Cray

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Das ist doch mal ´ne gute Idee und wirtschaftliches Verhalten in Zeiten knapper Gelder. Warum sollen nicht noch mehr Instutute, Behörden, vielleicht sogar Schulen usw. diesbezüglich tätig werden? Natürlich nicht gerade mit sooo einem Supercomputer. Das ist ja wohl klar! Aber wenn ich sehe, wie viele steinalte Hardware in Behörden, Schulen usw. noch Verwendung findet, ist es doch allemal vorteilhafter, einen technisch sehr guten z.B. refurbished PC zu beschaffen zum halben oder eindrittel Preis, bevor gar nichts angeschafft wird oder / und die steinalten Dinger weiter verwendet werden. Und der Umwelt / den Resourcen dient es auch noch.

Übrigens finde ich es auch für Otto-Normal-User durchaus sinnvoll, einen techn. sehr guten refurbished PC zu verwenden / zu kaufen. Halber Preis, dazu meist mit 12 - 24 Monate Garantie, oft mehr Leistung als billige Neuhardware. Was braucht es für die Masse der Leute eigentlich mehr. Als Beispiel ´nen Intel Core i7-Pc der vorletzten Generation ist in der Regel mehr als wirklich gebraucht wird für eMail, Texte, Fotobearbeitung usw.
 
@Kiebitz: Och, wenn ich mir die Reduktion des Stromverbrauchs so anschaue, dann spart man zwar an der Hardware, legts aber beim Strom wieder drauf. Dann sollte man echt einmal etwas mehr ausgeben und dafür dann am Strom sparen.

CPUs mit ner Abwärme von 65 Watt waren vor 5 Jahren noch fast ein Ding der Unmöglichkeit.
 
@SunnyMarx: Och, Sunny, Du hast wohl wenig Ahnung was das Beschaffungswesen der öffentlichen und "halb"öffentlichen Institutionen betrifft. Da wird weniger bis gar nicht auf Folgekosten geguckt, sondern fast nur auf die für die Beschaffung anfallenden Kosten. Glaub´s mir, ich kenne mich da aus! Und wenn die Beschaffungskosten gering sind, ist das erstmal das Hauptkriterium. Denn wie geht das im öffentlichen Bereich ab? So: Politiker beschliessen Haushaltspläne. Darin sind die Kosten festgelegt, was Beschaffungen kosten dürfen. Überschreiten (für Beschaffungen!) ist erstmal nicht. Also wird beschafft. Man kann teils noch tricksen, in dem man eine Massnahme, für die ein Höchstbetrag festgesetzt wurde, (unerlaubterweise) splittet. Einfaches Beispiel: Einrichtung eines EDV-Arbeitsplatzes. Kosten werden ermittel für Pc, Drucker, Bildschirm, und dann die Beschaffung. Prima! Aber auf dem Fussboden kann damit keiner arbeiten. Also müssen noch Tisch(e) und Stuhl beschafft werden. Dies wird dann jedoch nicht aus den Kosten für Technik- / EDV-Arbeitsplatz bezahlt, sondern aus dem allgemeinen Sachkostenetat (Mobiliar u.a.). Folge: EDV-Kosten brav eingehalten, Gesamtkosten für EDV-Arbeistplatz aber nicht. Also als Gesamtkosten ergibt sich eine Kostenüberschreitung. Das war nur ein kleines aber nicht seltenes Beispiel. Im Größeren siehe Hambuger Elbphilharmonie oder Flughafen Berlin-Brandenburg. Soweit mal dazu. Ausserdem fallen Energiekopsten nicht auf einmal an wie die Beschaffungskosten, sondern jährlich oder so kleckerweise in Kleinbeträgen.

UND zu Deinem sparen an Hardware, aber Stromkosten wieder was drauflegen. Wenn ich bei einen recht guten gebrauchten PC locker 250,-€ bis 300,-€ spare, kann ich davon rechtlange Zeit erhöhte Stromkosten zahlen, bis sich das wieder gegenseitig rechnet. Denn auch der neue PC verbraucht (wenn auch weniger) Strom, aber nicht soooo viel weniger, dass ich in kurzer Zeit den Mehrpreis dafür heraus habe.

UND auch bei privaten Leuts gilt oft genug, die erhöhten Mehrkosten für einen neuen (und sparsameren?) PC sind nicht vorhanden. Also keinen oder was? Aber für einen guten Gebrauchten mit Garantie sehrwohl. Die möglichen (nicht soooo hohen!) Mehrkosten für Energie verteilen sich aber auf einen längeren Zeitraum und fallen deshalb ad hoc nicht so sehr ins Gewicht.

Rein vorbeugend noch gleich was zur Umwelt. Weniger Energieverbrauch ist was Gutes. Aber ein Neugerät verbraucht Resourcen zur Herstellung, fängt bei Materialien an und hört bei Energiekosten noch nicht auf. Und das Altgerät müßte auch noch entsorgt werden. Das also gegenzurechnen (alt zu neu) dürfte schwer zu sein oder nur langfristig.

Noch etwas zu "...CPUs mit ner Abwärme von 65 Watt waren vor 5 Jahren noch fast ein Ding der Unmöglichkeit...". Jau, mag sein. Aber sind die in jedem PC, auch neueren, vorhanden? Und wir sind uns sicher einig, neuere Spitzen-Grafikkarten glänzen eher NICHT durch geringeren Stromverbrauch. Hochleistungs-Grafikkarten haben teilweise Verlustleistungen bis etwa 365 W Watt oder sogar mehr! Also was Prozessoren vielleicht einsparen, hauen die besseren Grafdikkarten wieder raus.
 
Wir hätten da auch 4 IBM P7-795 abzugeben. Hat jemand Interesse?
 
@Pseudoscot: zu welchem Preis? Ist eine ernsthafte Frage...
 
@Pseudoscot: Here's What Happens When an 18 Year Old Buys a Mainframe:
https://www.youtube.com/watch?v=45X4VP8CGtk

Erstmal das halbe Haus zerlegen :D
 
Was ist hier nun die News und inwiefern ist es eine Nachricht wert davon zu berichten das die Installation eines Supercomputer aufwendig ist?

Die skizzierten Voraussetzungen müssen bei einer Neuanschaffung genauso gegeben sein wie bei einem Gebrauchtkauf.
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