Kahlschlag in der Krise: Amazon will über 18.000 Mitarbeiter entlassen

Amazon will eine deutlich größere Zahl von Mitarbeitern entlassen, als das Unternehmen ursprünglich geplant hatte. Wie das Unternehmen ankündigte, könnten gut 18.000 Angestellte des Online-Versenders ihren Job verlieren - gemeint sind damit nicht ... mehr... Amazon, Paket, Pakete, Paketzentrum Amazon, Paket, Pakete, Paketzentrum

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Ich finde es super, dass nach solchen Ankündigungen der Aktienwert immer steigt. Quasi als Belohnung für das Entlassen von 18.000 Menschen. Wirklich ein geiles System.
 
@feikwf: Spekulationen sind halt eben ziemlich anonym. Also kann man seine Geldgeilheit so richtig ausleben, ohne in der Öffentlichkeit als Asozial hingestellt zu werden. ;-)

Und was steigert den Gewinn mehr, als Massenentlassungen? Gewinn ist für Aktionäre das Einzige, was zählt.
 
@feikwf: Gerechterweise fallen die Kurse aber auch wieder drastisch, wenn die versprochenen Quartalszahlen ausbleiben.
 
@feikwf: Aktionäre interessieren sich dafür, ob es dem Unternehmen gut geht und leider nict dafür, ob es den Arbeitnehmern gut geht. Und wenn das Unternehmen existierende Probleme angeht, dann ist das gut. Ob dabei eine kleine Anzahl Mitarbeiter über die Klinge springt (etwas mehr als 1% der Mitarbeiter und das vor allem im Management und nicht in den Umsatz produzierenden Bereichen), das ist Aktionären egal.
 
@Nunk-Junge: Leider geht es einem UNternehmen langfrisitg nicht gut, wenn es den Arbeitern Scheiße geht. Die Wirtschaft ist ein KREISLAUF. Aber soweit denkt keiner.
 
@pcfan: Da hast Du recht. Amazon wird zwar von Verdi immer kritisiert (um einen eigenen Tarifvertrag durchzudrücken), nur bei den Bewertungen der Mitarbeiterzufriedenheit, z.B. bei Kununu oder Glassdoor, ist Amazon durchaus gut von den Mitarbeitern bewertet.
 
@feikwf: Man muss sich ja aber auch der Realität stellen und der anderen Seite der Medaille. Die Tatsache, dass ein Abbau von 18.000 Stellen möglich ist, ohne dass der Laden zusammenbricht, bedeutet, dass diese 18.000 Stellen nicht gerade notwendig waren bzw. schlicht zu viel und somit unwirtschaftlich. Diese abzubauen liegt also in erster Linie im Interesse des Unternehmens. Dass die Leute danach mehr Aktien kaufen und dadurch die Kurse steigen, ist keine Belohnung fürs Entlassen sondern preist die Erwartung ein, dass sich das Unternehmen von unnötigen Kosten getrennt und seine Wirtschaftlichkeit erhöht hat. Dem Unternehmen selber kann der Kurs erstmal egal sein, außer wenn neue Aktien ausgegeben werden oder sich der Geschäftsführer privat von welchen trennt, verdient das Unternehmen am Kursanstieg ja keinen Cent.

Ich verstehe halt nicht, was die moralische Erwartungshaltung hier sein soll. Erwartet man wirklich, dass ein Unternehmer in vollem Wissen, diese Leute nicht (mehr) zu benötigen, Zehntausende jahrelang voll bezahlt in dem Wissen, damit die Zukunft des Unternehmens zu belasten? Wer würde das denn machen? Auch mein Bäcker stellt freiwillig keine 10 Verkäufer ein, die sich im Stundenrhythmus abwechseln und sonst den Rest des Tages Kaffee trinken.
"Wir gehen jetzt gemeinsam in den Bankrott, aber wenigstens muss ich niemanden entlassen!" oder wie?
 
@mh0001: Amazon hat ca. 1,6 Millionen Mitarbeiter und entlässt 18.000. So gesehen entlässt Amazon etwas mehr als 1%. Und dabei baut es vor allem Management-Positionen ab, also Wasserkopf und nicht Mitarbeiter die das Geld erwirtschaften. Dass das überhaupt gemeldet wird, liegt wohl daran, dass es Amazon ist. Die Bundesanstalt für Arbeit sagt, dass jedes vierte Unternehmen in Deutschland Entlassungen erwägt, sie gehen davon aus, dass aufgrund der Gaspreise in diesem Jahr 307.000 Mitarbeiter in Deutschland entlassen werden. DAS ist viel schlimmer, aber berichtet keiner...
 
@Nunk-Junge: Ich denke, dass das gemeldet wird wegen der hohen Zahl, nicht zwangsläufig, weil es sich um Amazon handelt.
Würden 5000 Unternehmen je einen Mitarbeiter entlassen, wäre das höchstens eine Randnotiz wert. Wenn aber ein Unternehmen 5000 Mitarbeiter entlässt, ist das mediale Interesse natürlich einfach höher. Ob das jetzt Amazon, Aldi, Bauhaus oder sonst wen betreffen würde, ist da vermutlich egal.
 
@Rashiade: Nein, das sehe ich anders. Die Commerzbank hat 1 Jahr früher 10.000 Stellen abgebaut nur haben die nicht 1,6 Mio Mitarbeiter, sondern knapp 50.000. Kein riesiger Aufschrei in der Presse. Ford macht gerade den Standort Saarlouis dicht mit 4.600 Mitarbeitern und nochmal 1.500 in der angrenzenden Industrie. Auch die haben keine 1,6 Mio, sondern 183.000 Mitarbeiter. Philips entlässt 4.000 von 80.000. Und so gibt es viele Beispiele. Und Abbau von 10, 20, 30 oder sogar über 40% der Belegschaft sind leicht zu googeln, aber sonst liest man das nicht.
 
@Nunk-Junge: Hmm, das war mir in der Tat nicht bewusst. Dann hast du mit deiner Einschätzung wohl recht.
 
@mh0001: Zumal, wenn man die Wirtschaftlichkeit erhöht, man die Zukunft des Unternehmens sicherer macht und damit auch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter die wirklich benötigt werden.
 
Ich halte den Abbau von 1.x% (18K von 1.5Mio Mitarbeitern) in einer Krise des aktuellen Ausmasses sicherlich nicht für einen Kahlschlag. Die Wortwahl stört mich.
Weiterhin ist es gerade nach extremen Wachstumsphasen immer notwendig, die aktuelle Aufstellung zu hinterfragen. Wer das als Manager nicht erledigt, übersieht einen wichtigen Teil seiner Aufgabe.
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