Wer klagt, darf nicht in Events: Gesichtserkennung siebt Anwälte aus

Gesichtserkennungstechnologie wird kontrovers diskutiert, denn vor allem Behörden erhoffen sich davon ein wirksames Mittel, um Verdächtige und Gesuchte zu identifizieren. Datenschützer laufen aber Sturm dagegen. Ein besonders interessanter Fall hat ... mehr... DesignPickle, Sicherheit, Sicherheitslücke, Hacker, Security, Malware, Angriff, Kamera, Hack, überwachung, Virus, Kriminalität, Schadsoftware, Exploit, Cybercrime, Cybersecurity, Hacking, Hackerangriff, Internetkriminalität, Gesichtserkennung, Darknet, Hacken, Hacker Angriff, Attack, Ransom, Überwachungskamera Sicherheit, Sicherheitslücke, Hacker, Security, Malware, Angriff, Kamera, Hack, überwachung, Virus, Kriminalität, Schadsoftware, Exploit, Cybercrime, Cybersecurity, Hacking, Hackerangriff, Internetkriminalität, Gesichtserkennung, Darknet, Hacken, Hacker Angriff, Attack, Ransom, Überwachungskamera

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"1984" und "a brave new world" sind Kinderbücher gegen das, was heutzutage mit Informationstrechnologie durchgesetzt wird.
 
Demnächst: Lobbyisten werden bei politischen Institutionen mit Gesichtserkennungssoftware abgewiesen. Korrupten Politikern wird beim Eingang des Parlaments mit autom. Gesichtserkennungssystemen der Zutritt verweigert.
Bitte die Liste vervollständigen.
 
@mil0: Vervollständigt, bittesehr:
Demnächst: Zu wenig zahlende Lobbyisten werden bei politischen Institutionen mit Gesichtserkennungssoftware abgewiesen. Als korrupt bekannten Politikern wird beim Eingang des Parlaments mit autom. Gesichtserkennungssystemen der Zutritt über die Vordertür verweigert.
 
In diesem Fall keine staatlichen Akteure ....

aber irgendwann ( zu spät ) kommt vielleicht auch die "ich-hab-doch-nichts-zu-verbergen" Fraktion darauf wie wichtig der Schutz eigener Daten und Bilder ist.
 
@keeneen: Ich beobachte das jetzt schon seit knapp 20 Jahren und bisher hatte ich nicht den Eindruck, dass diese Fraktion auch nur annähernd zu Vernunft bereit oder in der Lage ist. Stattdessen hagelte es in dieser Zeit nur so an Grundrechtseingriffen, Grundrechtsbeschränkungen oder Erweiterungen irgendwelcher Überwachungsgesetze, die dann in der gleichen Regelmäßigkeit vor dem BGH/BVerfG/EUGH scheitern, nur um anschließend in leicht abgewandelter Variante wieder erlassen zu werden.

Die Gründe, die dafür angeführt werden sind oft genause verrückt. Da wird mit der Angst der Menschen gespielt, sei es um bestimmte Politikbereiche wie Migration oder Umweltschutz, um Kinder oder um andere emotional aufgeladende Themen, ohne dass die geplanten Gesetze auch nur im entferntesten etwas an dem 'Problem' ändern können. Bisher konnte noch keine dieser Maßnahmen später einen nachweisbaren Erfolg vermelden, vielleicht abgesehen davon, dass das Problem nur an eine andere Stelle umgezogen ist.

Als Fazit kann ich da nur festhalten, dass wir da mit keiner Änderung rechnen können. Ich fürchte, dass irgendwann alle vernünftigen Leute aufgrund der immer größer werdenden Einschränkungen das Land verlassen, so dass am Ende nur noch diese Fraktion übrigbleibt und sich später wundert, warum ihr plötzlich z.B. die Wissenschaftler, Facharbeiter und Ärzte fehlen.
 
@Shavanna: auch wenn ich für dich jetzt genau jemand bin wo du die Hände über den Kopf zusammen schlägst: Datenschutz ist einer der größten Bremsen bezüglich Fortschritt.
Und eine Firma sollte sich immer noch aussuchen dürfen, mit wem sie eine Geschäftsbeziehung eingeht ( Besuch einer Veranstaltung ist auch eine Geschäftsbeziehung)
Komisch dass die dsgvo nicht bei Firmen wie die Schufa greift ( Stichwort abrufen der personenbezogenen Daten)
Viel wird immer mit der Argumentation: Datenschutz! Behindert.
Dabei ist es absolut behindert was der Datenschutz teilweise für ausufernde Ausmaße annimmt.
Alleine der Quatsch mit den Google fonts den wir hier als News haben ist ein gutes Beispiel
 
@flatsch: Ich kann diese wirtschaftsfreundliche Perspektive verstehen, aber man kann auch die Gefahren nicht vergessen, die durch fehlenden Datenschutz entstehen können.
Stellen wir uns mal vor, eine Firma hat unbegrenzten Zugriff auf Daten. Damit lassen sich zwar auch passende Werbeanzeigen erzeugen, aber man kann eben auch diese Menschen sehr gut manipulieren, was in Amerika z.B. im Wahlkampf gemacht wird, da so nur potentielle Wähler intensiv gezielt umworben werden. Das kann dann z.B. eine Wahl entscheidend beeinflussen.

Die Google Fonts-Aktion war im Grunde genommen nur eine Betrugsmasche, so dass ich das als Beispiel doch in Frage stelle.
 
Ich weiß nicht, wo hier der Aufreger sein soll. Regeln sind Regeln - und in diesem Fall hatte die Dame nunmal Hausverbot, auch wenn sie zuerst nichts davon wusste. Die automatische Gesichtserkennung ist in diesem Fall nur ein effektives Mittel, um diese Regeln schnell und effizient durchzusetzen.
Ich weiß nicht, was es dagegen einzuwenden gibt.
Ich verstehe aber auch die Leute nicht, die Regeln bloß als Katz und Maus Spiel ansehen und meinen, Regeln würde nur so lange für sie gelten, bis sie es schaffen unentdeckt dagegen zu verstoßen. Und wenn die Gegenseite aufrüstet, um die Einhaltung der Regeln besser zu kontrollieren, geht gleich das Gejammer los.
Sorry, das entspricht einfach nicht meinem Gerechtigkeitsempfinden.
Wenn man eine Regel doof findet, kann man ja gerne versuche darüber zu diskutieren, um sie abzuschaffen. Aber so lange sie gilt, hat man sie zu akzeptieren und man hat auch zu akzeptieren, dass das Gegenüber Maßnahmen ergreift, um die Regel zu kontrollieren und durchzusetzen. Völlig legitim.
 
@Tschramme86: naja, es gilt hier schon sowas wie eine objektive Überprüfung. Wenn 'die Dame' nunmal nicht mit dem Fall befasst ist, dann führt sie auch keinen Rechtsstreit mit der Firma. Das bedeutet, dass sie eben aufgrund der genannten Regel eigentlich kein Hausverbot hatte.
Ich denke das könnte in Amerika für den Stadionbetreiber teuer werden, dort findet man ja immer irgendwas, was mal vor Gericht zu Geld machen kann.
 
@Shavanna: Das Argument hat aber nichts mit der Gesichtserkennung zur Regeldurchsetzung zu tun - sondern höchstens damit, dass die Regel selbst vielleicht zu schwammig formuliert ist. Sie wurde ja erkannt und rausgezogen, weil irgendjemand vorher ihr Bild in das Erkennungssystem eingespielt hat. Genauso hätte man aber auch einen Türsteher mit ner Namensliste ausrüsten können, der sich von jedem Besucher erstmal den Ausweis zeigen lässt und gegen seine Liste checkt. Nur dass das für alle Besucher mit deutlich mehr Wartezeit verbunden gewesen wäre.
Ob die Regel nun zu schwammig formuliert ist oder nicht, ist schwer zu sagen. An einer Stelle wird sie zitiert mit "Anwälte, die einen Rechtsstreit gegen MSG führen" und an anderer Stelle "Mitarbeiter von Anwaltskanzleien, die einen Rechtsstreit gegen MSG führen".
Natürlich führt letztere Interpretation dazu, dass auch Mitarbeiter gebannt werden, die überhaupt nichts mit dem Rechtsstreit zu tun haben. Auf der anderen Seite ist es von außen für MSG kaum nachvollziehbar, wer nun wirklich alles genau im Hintergrund an einem Fall arbeitet. Sie wollen damit ja ein Statement setzen was weh tut und nicht nur symbolisch die drei Anwälte bannt, die vielleicht in dem Fall sichtbar ganz vorne stehen.
Von daher könnte ich es aus der Perspektive schon nachvollziehen, dass sie dann lieber gleich die ganze Firma bannen.
 
@Tschramme86: So hart es auch klingt, so ist es. MSG ist ein Privatgebäude und der Besitzer hat Hausrecht. Wenn er reinlässt oder nicht obliegt ganz allein ihm. Egal ob es Mitgliedschaft in einer Partei, Kanzlei, Verein oder sonstwas ist. Es ist sein komplettes Recht, den Eintritt zu verbieten.

Solange die Fotos, die zur Gesichtserkennung genutzt wurden, legal erworben wurden und die Abweisung nicht aufgrund von Disskriminierung (Rasse, Religion, ..) erfolgte sondern wirklich auf Grund des Arbeitsplatzes, gibt es hier nichts zu sehen.
 
@xxMSIxx: Ich bin mir nicht sicher wie das in den USA ist (und auch generell kein Rechtsexperte), aber hierzulande ist das nicht so einfach. Wenn du deine Örtlichkeit für den allgemeinen Publikumsverkehr öffnest, und es sich obendrein auch noch um die Teilnahme am gesellschaftlichen oder kulturellen Leben handelt, dann tritt dein Hausrecht hinter Persönlichkeitsrecht und dem Gebot der Gleichbehandlung zurück. Willkürlich darfst du hier dann nicht den Zutritt verwehren, sondern du brauchst einen sachlichen Grund.

Ob Mitarbeiter einer Anwaltskanzlei die gegen mich klagt da Grund genug wäre, keine Ahnung.
 
@James8349: In der Realität ist es auch hierzulande sehr einfach. Jede 2. Diskothek im Land praktiziert das - vorgeschobene Gründe können bspw. "das Konzept" sein. Soweit ich weiß, könnte es nur bei Verstößen gegen das AGG, also bei offensichtlicher Diskriminierung, eng werden (und auch das ist usus, z.B. im erwähnten Club- oder Bar-Alltag)
 
@Every_b: Das ist prinzipiell richtig. Allerdings musst du dann auch konsequent sein. Wenn du dem einen sagst, er darf nicht rein weil er keine Krawatte anhat und du lässt den Gast dahinter rein, der aber auch keine Krawatte anhat, dann ist das schon Problematisch.

Das Ding hier ist aber: Eine Disco ist nicht unbedingt für den allgemeinen Publikumsverkehr geöffnet. In der Regel hast du hier den Türsteher der dich abweist *bevor* du an der Kasse den Eintritt zahlst. Das ist bei den meisten größeren Veranstaltungen wie einem Konzert oder hier eben einer Show, aber nicht der Fall. Da hast du zwar ggf. eine Abendkasse, aber das Hauptgeschäft funktioniert über *vorher* bezahlte Tickets. Ich bin mir relativ sicher, dass das einen Unterschied macht.

Aber eben nur relativ sicher.
 
@Tschramme86: Habe mir das gerade mal durchgelesen.
Bin da ganz anderer Auffassung.
Wenn das hier in DE Mode wird, wirste merken um was es bei dem Artikel geht.
Und zwar, Bestrafung wegen Kontaktschuld.
In dem Fall, weil sie bei der Kanzlei der Gegenseite arbeitet.
Weil das würde dann selbst Putzfrau und Hausmeister der Kanzlei treffen.

Wäre damit vergleichbar, dass Amazon, allen verbietet ihre Dienste zu nutzen, die Apple Kunde sind.
Das kann man so vielfältig anwenden.
Das ist Rechtlich sehr gefährlich, finde ich.
 
@BorgQueenDE: Und wenn du meinen Beitrag richtig gelesen hättest, hättest du gemerkt, um was es mir geht ;-)
Das mit der Kontaktschuld, wie du es nennst, ist etwas, über das man durchaus diskutieren kann. Ich verstehe zwar MGM für ihre strenge Haltung in dem Fall, kann mir aber durchaus auch Argumente vorstellen, die dagegen sprechen so eine Kollektivaussperrung auszusprechen. Aber das ist nunmal deren Hausrecht - sie müssen dann eben nur mit eventuellen Imageschäden rechnen, etc.
Das ist aber nicht mein Punkt. Der Artikel und viele Kommentare hier zielen auf die Tatsache ab, dass diese Kontrolle automatisiert mit Gesichtserkennung umgesetzt wird. Das soll hier der angebliche Aufreger sein. Und dazu sage ich nur, dass das für mich kein Aufreger ist, sondern völlig legitim. Wenn ich ne Regel im Rahmen meines Hausrechts aufstelle (so falsch sie andere auch finden mögen), muss es mir auch erlaubt sein, diese Regel mit allen rechtlich erlaubten Mitteln durchzusetzen. Deswegen finde ich die Art der Umsetzung der Regel völlig ok - ob die Regel selbst auch ok ist, darüber kann gerne diskutiert werden.
 
@Tschramme86: Diese Regelung ist doch völlig abwegig. Was ein Anwalt privat tut und wie er dienstlich agiert sind doch zwei völlig verschiedene Dinge, die gar nichts miteinander zu tun haben, inbesondere, wenn der Anwalt zu einer größeren Kanzlei gehört und nicht als Einzelanwalt agiert, und wenn er im Auftrag eines Mandanten agiert noch weniger. Wenn dem Anwalt in Ausübung seiner Tätigkeit der Zutritt verweigert wird, verständlich, doch als privat zahlender Kunde hat er sich nichts zuschulde kommen lassen. Ein derartiges Hausverbot ist dabei reine Willkür.
Warten wir mal ab, wann dieses Vorgehen vom Gericht kassiert wird.
 
@bgmnt: Ich habe nie gesagt, dass ich die Regel persönlich toll finde. Ich kann aber MGM irgendwo verstehen, dass sie lieber ein paar mehr Leute aussieben als zu wenig, wenn sie sich einmal entschieden haben, diesen Weg zu gehen. Trotzdem kann diese Regel natürlich diskutiert werden, deine Argumente bzgl. Willkür kann ich schon nachvollziehen.
Mein Punkt ist aber: Es ist das Hausrecht von MGM und wenn sie sich für diese Regel entschieden haben, muss es ihnen auch erlaubt sein, diese im Rahmen gültiger Gesetze mit maximaler Effektivität und Effizienz durchzusetzen. Und das ist im Moment die Gesichtserkennung. Deshalb kann ich daran nichts verwerfliches finden, dass da Gesichtserkennung genutzt wird und finde es falsch, über Gesichtserkennung zu diskutieren. Aber über die Sinnhaftigkeit der Regel selbst kann man natürlich sehr wohl diskutieren.
 
Stellt euch mal vor, euer Nachbar verklagt euch, kommt dann aber zur Gartenparty. Privat natürlich.
 
@_Night_hawk_: Die Lage ist da wohl etwas anders gelagert. Ein Anwalt führt meist im Auftrag seiner Mandanten Prozesse, das muss nicht immer mit den privaten Interessen oder Vorstellungen das Anwalts einhergehen. Er hat ja auch die Pflicht zur Rechtspflege.
Im Falle, dass Dein Nachbar der Anwalt wäre, würde er wohl den Fall wegen Befangenheit nicht annehmen. Doch unabhängig davon ist eine private Veranstaltung etwas anderes als eine Veranstaltung, wo man als Kunde Geld für bezahlt.
 
Ich verstehe es nicht, es ist doch so einfach, nicht mehr nutzen diese Location. Mir scheint es, als wäre die next Generation nur noch bedingt in der Lage konsequent zu sein.
 
Finde das system gut ,würde mir eine Nazi und Querdenker Datenbank zulegen, und keine Nazis und Querdenker mehr bedienen oder ihnen etwas verkaufen.
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