Spektakuläre Welten: Exoplanet entdeckt, auf dem es Eisen regnet

Forscher haben einen Exoplaneten entdeckt, dessen Wettersystem man nur als äußerst extrem bezeichnen kann. Auf der Tagseite wird es so heiß, das Eisen als Dampf aufsteigt. Auf der Abendseite fällt dann Eisen­regen herab. Die Beobachtung hat Folgen ... mehr... exoplanet, Regen, ESO, Eisen Bildquelle: ESO exoplanet, Regen, ESO, Eisen exoplanet, Regen, ESO, Eisen ESO

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Tzz, und da jammern die Leute hier um ein paar Grad Anstieg. Solange es nicht Eisen regnet, gehts uns doch wirklich gut!
 
LUSTIK!
 
ich frage mich gerade was für eine Art Regenschirm man dort wohl wählen muss
 
@stf: Unsereins würde dort innerhalb von Millisekunden verdampfen, da stellt sich die Frage nicht.
 
Ich muss jedes mal wieder schmunzeln, dass die EUROPÄISCHE Südsternwarte in Chile liegt ;)
 
@DRMfan^^: Tja, und die EUROPÄISCHE Startrampe für die ESA-Missionen liegt in Äquatornähe in Guayana. Na und? Manche Dinge sind einfach technisch bedingt.
 
@DRMfan^^: Dort sind halt durch die Lage in großer Höhe und fernab der Lichtverschmutzung bessere Bedingungen. Soweit ich weiß, gilt das genutzte Gelände auch als exterritoriales Gebiet.
 
Meine Gedanken grad:

Wenn der Planet seinem Stern immer nur mit der Selben Seite zugewandt ist, also immer nur auf dieser einen Seite das Eisen verdampft wird, um dann auf der Stern abgewandten Seite wieder runter zu fallen... Verlagert sich ja scheinbar die Masse des Planeten ständig "nach aussen".

Im Grunde müsste die Umlaufbahn sich ja demnach auch stetig verändern, er sich quasi durch die Umlagerung somit auch immer weiter weg bewegen von seinem Stern.

Und eigentlich müsste er doch durch diese "Gewichtsverlagerung" doch eigentlich auch früher oder später durch die Anziehungskraft in eine Rotation verfallen und sich somit quasi alles ändern auf dem Planeten....

*koppkratzz*
 
@Contor: Kannst aufhören zu kratzen ;) Da es sich dabei um einen Gasplaneten wie Jupiter & Co. handelt, findet dort ein beständiger Materialaustausch durch heftige Winde (bedingt durch die extremen Temperaturunterschiede auf den jeweiligen Seiten) auf dem Planeten statt. Das Wettersystem wird höchstwahrscheinlich die winzigen Eisenpartikel um den Planeten verteilen, so daß sie auch wieder auf die heißere Seite gelangen, wo sie wieder verdampfen. Größer als ein paar Milimeter dürften die "Eisentropfen" nicht sein und somit leicht genug.
So ein Planet hat keine wirklich feste Oberfläche, auf dem sich das Eisen ablagern könnte. Im "schlimmsten" Fall sinkt das Eisen in den Kern des Planeten. Ist hier auf der Erde ja auch so.
 
@Asathor: zu spät, Haare weg :) (Naja fast)

Aber für mich als Laien der sich halt auch son bisgen für sowas interessiert...

Ich kenne (Gott sei Dank) auch nicht alle Vorgänge auf meinem/unserem Heimat Planeten, muss ich auch garnich, aber der Physik nach müsste es auch bei einem Gas basierten Planeten so sein, da eben Gewicht von einer auf die andere Seite transportiert wird.

Sprich die dauerhafte Verschiebung der Masse muss zwangsläufig Auswirkungen haben. Egal welcher Art.

Aber da ich eben auch keine 390 Lichtjahre mehr auf diesem (unseren) Planeten verweilen werde (bin froh wenn ich mein derzeitiges alter noch mal schaffe) wird mir wohl eh eine entgültige Antwort nie gegeben sein. Wie in so vielen Dingen halt.

Vllt. Existiert der im Beitrag genannte Planet ja auch schon garnich mehr...

Wer weiß das schon?
Aber genau das fasziniert mich so:
Im Grunde haben sie jetzt was entdeckt, was schon 390 vorher passiert is.
Es wird untersucht um am Ende festzustellen: hups das Ding gibs garnich mehr.
Kein derzeit lebender wird aber jemals diese Info bekommen...

Wenn man also mal weiter als nur bis zur Sonne/Mond schaut, is eigentlich alles..........

Ich finde das faszinierend und erschreckend gleichzeitig wie kurz unser dasein in diesem riesigen Gebilde eigentlich ist.
 
@Contor: Bei einem Planeten solcher Größe (hat immerhin die Masse des Jupiter) kann sich nichts ablagern. Gerade wegen den physikalischen Gesetzen. Stell dir dazu einfach mal einen Wassertropfen in der Schwerelosigkeit vor, dem man einen weiteren, kleineren Wassertropfen hinzufügt. Der lagert sich ja auch nicht AUF dem größeren Tropfen ab, sondern verteilt sich. Der Planet hat keine feste Oberfläche, auf der sowas liegen bleiben könnte und bei den Temperaturen in den höheren Atmosphärenschichten der Nachtseite legen nahe, daß es weiter unten im Inneren des Planeten noch wesentlich heißer ist. Allein schon wegen dem Druck. Hier gibts nen recht interessanten Artikel zu dem Thema: https://www.space.com/alien-planet-iron-rain-WASP-76b.html
Dort wird dann auch die Entfernungsangabe auf 640 Lichtjahre nach oben korrigiert.
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