Studie: Auch 2100 werden Männer Computerwissenschaften dominieren

Computerwissenschaften sind bis heute eine echte Männerwelt, geht es nach einer neuen Studie, sieht es auch für den Rest des Jahrhunderts nicht gut aus mit der Gleichberechtigung in diesem Feld. Demnach ist erst 2137 damit zu rechnen, dass annähernd ... mehr... Macbook, Frauen, Spielen, Wiese Bildquelle: Ed Yourdon / Flickr Macbook, Frauen, Spielen, Wiese Macbook, Frauen, Spielen, Wiese Ed Yourdon / Flickr

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2137? Ne is klar. Welches Datum, Tag und vor allem Uhrzeit? Ich hasse es wenn Statistiker so ungenau arbeiten.
 
@Tomarr: An der Auswertung des exakten Datums und der Uhrzeit arbeiten die noch. Das ist ja nur eine erste Hochrechnung. ;-)
 
ich begeb mich hier jetzt mal auf dünnes eis… seid nicht so gemein mit mir...

Aber was bringt denn "Gleichberechtigung" oder eher gesagt 50:50 Frauen und Männer in der IT, wenn die Frauen überhaupt keinen BOCK auf die IT haben?
Zumindest in meinem Umfeld sind die Frauen nun mal eher Soziale "wesen" und Männer eher Naturwissenschaftlich (natürlich gibt es zum glück auch ausnahmen)…

> um eine Gleichberechtigung herbeizuführen muss man also nicht eine QUOTE einführen wo man nun genug Maurerfrauen hat, sondern die Krankenschwestern genauso gut wie ITler bezahlt und Erzieher so gut wie Industriearbeiter...

Dass natürlich ein IT-Mann gleichviel Geld bekommt wie eine IT-Frau (bei gleicher Tätigkeit) versteht sich hierbei von selbst...
 
@bear7: Meiner Meinung nach ist es zwar nicht so, dass unbedingt genauso viele Frauen wie Männer in der IT tätig sein müssen, aber es könnte schon sein, dass das extreme Ungleichgewicht auf tiefer gehende Missstände in der Branche hinweisen könnte. Steckt wirklich eine Art von Veranlagung dahinter, dass sich quasi "von Natur aus" weniger Frauen für den Bereich interessieren können, oder werden Frauen vielleicht systematisch passiv bis sogar aktiv davon abgehalten, sich in dieses Feld zu begeben? Falls es letzteres ist, sollte man sich des Missstands annehmen. Das muss natürlich nicht darauf hinauslaufen, dass ein 50-50-Verhältnis unbedingt erreicht wird, aber das Ungleichgewicht ist momentan schon arg.
 
@adrianghc:

An massenhafte Missstände in der Branche glaube ich eher weniger. Ja, es gibt immer schwarze Schafe aber in der Masse sind Fachkräfte viel zu sehr gefragt als dass man es sich leisten könnte, Chauvinist zu spielen.

Ich sehe das Problem eher in der Gesellschaft und Erziehung. Wenn ich mich an die Mittel- und Oberstufe erinnere, dann saßen dort praktisch alle Mädchen mit der Einstellung "IT / Technik kapier ich eh nicht, dass ist was für Nerds" Haltung im Informatik Unterricht. Viele davon hatten es nur gewählt, weil Sie auf eine einfache Note gehofft hatten (die es auch war). Und sowas resultiert unter anderem halt auch aus den immer noch vorherrschenden Klischees über Informatiker. Informatik ist nicht "sexy"im Bild der Jugend. Da ist es eigentlich schon zu spät.

Hier ist Aufklärungsarbeit gefordert. Das betrifft grade Eltern. Wenn der Computer oder das Handy nicht geht, mal selber mit der Tochter probieren anstatt Papa oder der Bruder macht das schon und gibt das Gerät funktional zurück. Für die meisten alltags IT Probleme gibt es einfachste Lösungen bei Google, die nicht schwer zu finden sind. Einfach mal zusammen das Gerät "reparieren". Solche Erfolgserlebnisse lösen Begeisterung und Interesse aus.
 
@bear7: So dünn ist das Eis gar nicht... Auch in meinem Umfeld interessieren sich die wenigsten Frauen für IT oder Technik im Allgemeinen. Gesetzlich verordnete Quoten konterkarieren das Konzept der Gleichberechtigung, da dann im Zweifelsfall die Diskriminierung auf den Mann abgewälzt und er -trotz im Einzelfall besserer Qualifikation- nicht eingestellt wird, WEIL er ein Mann ist und jemand eine Quote zu erfüllen hat. Sowohl in der Wirtschaft, als auch der Politik sollte es doch darum gehen,diejenigen ans Ruder zu lassen, die am besten qualifiziert sind und nicht diejenigen, die wegen einer Quote den Job bekommen haben.
Sicher, das Thema IT kann schon beginnend in der Schule interessanter gestaltet werden (nur wo sollen dafür die nötigen Lehrer herkommen?), so daß dann geschlechtsunabhängig ALLE profitieren, aber Herrgottnochmal es kann doch niemand zu Interesse an einem Thema gezwungen werden.
Ich wage mal zu behaupten, daß die Chancen heutzutage für beide Geschlechter schon ziemlich nivelliert sind. Noch nicht zufriedenstellend, aber auch nicht so schlimm wie es gern dargestellt wird. Beim Thema "gleiches Geld für gleiche Arbeit" ist sicher noch Nachbesserungsbedarf, aber das betrifft fast alle Branchen und ist vielleicht auch ein Generationenproblem, das sich zukünftig bessern wird. Noch gibt es ja viele Chefs, die aus einer Zeit kommen, als das Bild der Frau ein deutlich anderes war als heute.
 
War das nicht so das Gleichberechtigung bedeutet das man die gleichen Chancen hat und nicht das überall 50% sein müssen?
Hier geht es also nicht um Gleichberechtigung sondern daraum das man 50% Prozent Männer und Frauenanteil hat!
Hier steht ja auch noch das "viel unternommen wird damit dieses ominöse 50% ziel erreicht wird".
Das wäre doch wieder das gegenteil von "Gleichberechtigung", je nachdem wie das gemeint ist.
 
Gleichberechtigung bedeutet gleichen Chancen und Möglichkeiten. Beide Geschlechter haben alle Möglichkeiten, was nicht bedeutet das keiner hart dafür kämpfen muss fehlendes Talent mit Training zu ersetzen. Das es in MINT berufen von Grund auf leichter sein soll für Männer halte Ich für Quatsch. Wer in MINT berufen was erreichen will braucht Leidenschaft und Willen, das ist auf was es ankommt, nicht das Geschlecht.
 
Wenn es ein realistisches Szenario gewesen wäre, hätten sie gemerkt, dass die Menschheit bis dahin mit hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht mehr die dominante Spezies ist und sich das mit dem Studieren erübrigt hat. Ist den Leuten in Seattle wohl ein wenig vorbeigegangen.
 
Tja, wenn es nach den Klimaforschern geht, sind dann Computerwissenschaften unser kleinstes Problem. Am Leben bleiben, unter allen Umständen, trifft es da schon eher. ;-)
 
Vielleicht liegt der Grund in der simplen aber doch äußerst Komplizierten Tatsache das 99% der Frauen gar kein Interesse an diesem Zweig haben.
Aber da finden wir bestimmt wieder eine Quoten Regel die mehr Frauen in diese Zweige zwingt.
Ich weiß ist eine gewagte und abwegige These aber könnte doch sein.
 
@Freddy2712: "Vielleicht liegt der Grund in der simplen aber doch äußerst Komplizierten Tatsache das 99% der Frauen gar kein Interesse an diesem Zweig haben."

When Women Stopped Coding

"A lot of computing pioneers - the people who programmed the first digital computers - were women. And for decades, the number of women studying computer science was growing faster than the number of men. But in 1984, something changed. The percentage of women in computer science flattened, and then plunged, even as the share of women in other technical and professional fields kept rising.

But here's a good starting place: The share of women in computer science started falling at roughly the same moment when personal computers started showing up in U.S. homes in significant numbers.

These early personal computers weren't much more than toys. You could play pong or simple shooting games, maybe do some word processing. And these toys were marketed almost entirely to men and boys.

This idea that computers are for boys became a narrative. It became the story we told ourselves about the computing revolution. It helped define who geeks were, and it created techie culture.

Movies like Weird Science, Revenge of the Nerds and War Games all came out in the '80s. And the plot summaries are almost interchangeable: awkward geek boy genius uses tech savvy to triumph over adversity and win the girl.

In the 1990s, researcher Jane Margolis interviewed hundreds of computer science students at Carnegie Mellon University, which had one of the top programs in the country. She found that families were much more likely to buy computers for boys than for girls - even when their girls were really interested in computers.

This was a big deal when those kids got to college. As personal computers became more common, computer science professors increasingly assumed that their students had grown up playing with computers at home."
https://www.npr.org/sections/money/2014/10/21/357629765/when-women-stopped-coding?t=1561166335739
 
@Goodplayer: das da am Anfang viele Frauen involviert waren lag auch daran das die Männer da in diversen Kriegen waren ;p ... da blieb der Industrie gar nix anderes übrig.

Bei den ersten "Home Computern" musstest du auch erstmal coden, da es die Spiele gar nicht fertig gab: abtippen compilieren und hoffen das du keine Tippfehler hattest! ... fertig lag da lediglich das OS vor. Programme kaufen konnte man dann erst eine weile später!
 
Der alte Irrtum. Die Leute reden von "Gleichberechtigung" und meinen "Gleichstellung". Noch verständlicher bei den englischsprachigen Begriffen: "Equality of opportunity" und "Equality of outcome". Ich persönlich halte es da mit der Freiheit des Individuums: Jeder sollte die gleichen Chancen haben und dann individuell entscheiden. Was rauskommt, ist das Ergebnis dieser individuellen Wahlfreiheit und sollte schlicht akzeptiert werden. Ein gesteuertes "Equality of outcome" behindert die individuellen Entfaltungsmöglichkeiten.
 
Ich glaub, wir haben es einfach falsch angefasst.
- Richtig gute Bezahlung interessiert Frauen nicht
- Individualität führt nicht dazu, dass Frauen die Technikfächer wählen
- Frauenquote bringt auch nichts

Was wir brauchen ist eine Männerquote in Frauenberufen/studiengängen.
Vorteile sind:
- die Löhne steigen, weil die wenigsten Männer für solche Hungerlöhne diesen Knochenjob machen wollen
- Frauen können nicht mehr beliebig Frauenberufe wählen und müssen sich für MINT entscheiden
- In den Berufsentscheidungsprogrammen wird für Frauen nur noch MINT empfohlen
 
Werde nie verstehen, warum man sich Geschlechterparität überall als Ziel setzt. Evolutionär bedingt haben Männer und Frauen unterschiedlich Stärken und Schwächen und eignen sich daher mehr oder weniger für bestimmte Berufe. Klar, jeder soll bei gleicher Leistung dieselbe Chance haben - Chancengleicheit zeigt sich aber nicht in Parität. Wenn man 50% von Geschlecht A einstellt, die Absolventen relavanter Ausbildungen/ Studiengänge aber nur zu 10% Geschlecht A entsprechen, dann ist das im Gegenteil eine grundgesetzwidrige Diskriminierung von Geschlecht A - Völlig Egal, ob ageschlecht A nun männlich oder weiblich ist.
 
Ich weiß nun nicht wie es anderswo ist, aber "bei uns" haben Frauen genau die gleichen Chancen auf einen Job wie Männer... Es bewerben sich nur erheblich weniger mit der Folge, dass der Frauenanteil entsprechend gering ist.

Soll man sie nun zwingen und ihnen ab frühester Kindheit die Barbiepuppen wegnehmen und technikorientiert erziehen? Diesen Zwang kann doch auch keiner wollen.
 
Bis 2100 dürfte der Homo Sapiens nur noch eine schlechte Erinnerung sein. Unser ungebremster Raubbau am Ökosystem, dem einzigen daß wir haben und auf das wir zum überleben angewiesen sind, und unsere exponentielle Vermehrung dürften dafür sorgen, daß wir uns selbst zur bedrohten Art gemacht haben. Wenn es in 80 Jahren noch welche von uns geben sollte, haben die mit Sicherheit ganz andere Probleme, als irgendeine Quote...
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