Echte Schlamperei: Falsches Werkzeug führt zu fatalem Sojus Fehlstart

Nach dem Fehlstart der russischen Trägerrakete am 11. Oktober haben Experten nun ihre Untersuchungsergebnisse enthüllt - das Ergebnis: Durch Pfusch bei der Montage war ein kritischer Sensor beschädigt worden. Arbeiter hatten offenbar ein falsches ... mehr... Satellit, Rakete, Arianespace, Sojus, O3B Bildquelle: Arianespace Raumfahrt, Satellit, Rakete, Galileo, Sojus Raumfahrt, Satellit, Rakete, Galileo, Sojus Esa

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hmm.. also sie koennen es eigentlich nicht nachweisen ausser dass der Sensor nicht funktioniert hat. Und wissen es war ein falsches Werkzeug eines Arbeiters.... schon nen schuldigen gefunden
 
@-adrian-: Da gibt es genaue Prozeduren, die eingehalten werden müssen. Das Ganze wird protokolliert.
 
@-adrian-: in anderen News bzw. anderen Seiten las sich das eher so, das der Sensor nicht defekt war, sondern wegen wurde durch Montage mit falschem Werkzeug verbogen: inkorrekte Daten lieferte. Ein überhaupt keine Daten liefernder Sensor dürfte früher und noch vor dem Start aufgefallen sein, eine Plausibilitätsprüfung der vom verbogenen Sensor gelieferten Daten ist da leider was, was durchaus erst 'zu spät' aufgefallen bzw. sich ausgewirkt haben könnte.
 
@DerTigga: Danke für deinen Beitrag. Nur zum Verständnis: "Defekt" ist definiert als "einen Mangel, Schaden o. Ä. aufweisend; nicht in Ordnung", in diesem Sinn habe ich das Wort in der Meldung auch verwendet.
 
@DerTigga: Der Sensor wurde erst in dem Moment beschädigt als die Abtrennung der Zusatztriebwerke eingeleitet wurde im Flug. Durch ein beim Einbau beschädigtes Bauteil wurde der Sensor beschädigt und deshalb eines der Zusatztriebwerke nicht korrekt abgetrennt. Dadurch kam es zu weiteren Beschädigungen an der Rakete, die letztlich dann das Rettungssystem auslösten.
 
@-adrian-: Sie haben die Überreste der Rakete natürlich geborgen und untersucht. Zudem gab es Aufnahmen einer Videokamera an Bord, die zeigen was schief gelaufen ist. Im Grunde war der Fehler ein nicht korrektes Ablösen eines der vier Zusatztriebwerke. Dadurch wurde die restliche Rakete so beschädigt das das Rettungssystem der Kapsel automatisch auslöste. Man hat ein beschädigtes Bauteil untersucht und erkannt wie dadurch ein Sensor beschädigt wurde und konnte aufgrund der Art der Beschädigung Rückschlüsse ziehen das dies durch einen fehlerhaften Einbau passiert sein musste. Die Zusatztriebwerke sind an ihrem oberen und unteren Ende mit der Rakete verbunden. Wenn sie abgeworfen werden, laufen sie noch und die untere Verbindung löst sich einfach. An ihrem oberen Ende werden sie aber aktiv von der Rakete abgestoßen mit Druckluft (oder etwas ähnlichem), so dass diese seitlich wegkippen. Und der Sensor, der dieses Abstoßen auslösen sollte, funktionierte nicht. Es ist also kein grundsätzlicher Konstruktionsfehler, sondern es war nur ein Fehler beim Zusammenbau. Jetzt muss natürlich noch untersucht werden ob der gleiche Fehler bei den bereits gebauten Raketen ebenfalls vorliegt. Der Arbeiter hat jetzt natürlich die ganz große Arschkarte...
 
@KnolleJupp: [Klugscheißmodus] Ein Sensor erkennt nur. Wenn er etwas auslösen würde, wäre es ein Aktor[/Klugscheimodus]
 
@KnolleJupp: Ich mach ja nicht in Raumfahrt sondern nur in maritimer Technologie. Aber wenn bei uns was zusammengeschraubt wird kommt hinterher ein Tester/Surveyor/Quality Manager (oder wie auch immer die jeweilige Nation es nennt) und guckt vor Freigabe noch mal drüber, bevor da überhaupt irgendwas in Betrieb genommen wird oder auch nur den Montagebereich verlässt.
Bei den Flugzeugbauern ist das ebenso, nur noch mal ne Nummer pingeliger. Wenn sowas bei den Raumfahrern durchrutscht haben da sicher mehrere Stationen versagt, sogar bei den Russen. Es wird also zumindest mehr als einer ge-nowitschokt :)
 
@ElGonzales: Das unsachgemäß verbaute Bauteil (es war nur um wenige Grad verbogen) war ein rein passives (es gibt sogar Bilder davon), also nichts das man hätte durchmessen können. Und wenn es tief in der Struktur verbaut ist, nützt auch eine nachträgliche Kontrolle nichts. Und der Sensor (ich schätze ein Lage- oder Beschleunigungssensor), der [Klugscheißer] erkennen sollte das sich das Zusatztriebwerk löst und dadurch dieses "Triebwerke von der Rakete wegdrücken"-Manöver hätte auslösen sollen, funktionierte beim Abheben noch einwandfrei.
 
Wie knolle schrieb gab es Fotos und Videos vom Defekt. Dürften sich auf yt finden
 
Da kann man froh sein das niemanden etwas passiert ist. Es wird Zeit das die USA ihre Raumkapseln fertig bekommen.
 
@tigerchen09: Rußland, USA, Europa, China, Afrika - die Welt ist so schön und so groß. Und Raumfahrt verbindet uns! Man sollte die Raumfahrt als Projekt von uns alllen für uns alle betrachten. Jeder Start als Zeichen Politik völlig zur Seite zu schieben und einfach die Leistung von uns allen zu feiern, mal ganz ohne erhobenen Zeigefinger über Politik und Umwelt; einfach mal lächeln und die Hände abklatschen, mit der Nation: Mensch!
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