PC-Preise steigen wegen Komponenten-Engpässen ab dem 3. Quartal

Pc, Intel, Cpu, Desktop-PC, ASRock, DeskMini Bildquelle: ASRock
Die Anzeichen für einen Anstieg der PC-Preise verdichten sich derzeit. Aus Taiwan ist jetzt zu hören, dass ab dem dritten Quartal des Jahres mit einer Steigerung der Preise zu rechnen ist, was man vor allem auf höhere Kosten für wichtige Komponenten von Neu-PCs zurückführt. Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes unter Berufung auf Quellen aus der Lieferkette meldet, werden die Hersteller wohl ab dem dritten Quartal 2017 beginnen, die Preise ihrer Systeme nach oben zu schrauben. Dem Bericht zufolge liegt dies an höheren Einkaufspreisen für Displays, Arbeitsspeicher, SSDs und Lithium-Akkus.

Die Preiserhöhungen sollen mit der Verfügbarkeit der ersten aktualisierten Intel "Kaby Lake"-Prozessoren einhergehen, wobei die Hersteller ihre neuen Produkte dann bereits von Anfang an etwas teurer anbieten wollen. Die Zeit von Juli bis September ist vor allem für das sogenannte "Back-To-School"-Geschäft wichtig, weil vor dem Beginn des Schuljahres in den USA die Verkaufszahlen traditionell zunehmen.

Durch die Preissteigerung dürften vor allem kleinere Anbieter unter Druck geraten, da sie nicht die Möglichkeit haben, so wie die führenden Hersteller größere Bestellungen abzugeben, um so Rabatte zu erhalten. Dass die PC-Preise bald steigen, zeichnete sich bereits zuvor aufgrund entsprechender Äußerungen von Vertretern einzelner Hersteller ab.

So hatte der Chief Operating Officer (COO) von Lenovo, Gianfranco Lanci, bereits im Februar verlauten lassen, dass Engpässe bei der Verfügbarkeit bestimmter Komponenten auch weiter bestehen, weshalb Lenovo seine Preise erhöhen müsse, um die gestiegenen Kosten abzudecken. Auch von ASUS war ent­sprech­en­des zu hören, denn Firmenchef Jerry Shen hatte neben Wech­sel­kurs­schwan­kun­gen auch gestiegene Kom­po­nen­ten­prei­se als Her­aus­for­der­ung­en für das Jahr 2017 genannt.

Für die PC-Hersteller gibt es weniger Möglichkeiten, steigende Preise für Bauteile aufzufangen, weil ihre Margen meist ohnehin nur zwischen drei und fünf Prozent liegen. Bei Notebooks wird es deshalb wohl schon ab dem 2. Quartal 2017 zu Preiserhöhungen kommen, weil die Engpässe bei bestimmten Bauteilen sich hier noch stärker bemerkbar machen sollen. Pc, Intel, Cpu, Desktop-PC, ASRock, DeskMini Pc, Intel, Cpu, Desktop-PC, ASRock, DeskMini ASRock
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