Freude, Angst...: Microsoft-Tool errät Gefühle von Menschen auf Fotos

Microsoft macht im Rahmen seines "Project Oxford" eine weitere API für Entwickler zugänglich - ab sofort kann jedermann Zugriff auf die Gefühlserkennungssoftware des Konzerns bekommen und damit experimentieren. Die "Emotion Recognition"-Lösung ist dabei in der Lage, die Gefühle der auf Fotos abgebildeten Menschen zu erkennen - oder versucht es zumindest.
Microsoft Research, Project Oxford, Gefühlserkennung, Emotion Recognition
Microsoft
Mit dem neuen Tool von Microsoft Research sollen langfristig diverse Anwendungsgebiete abgedeckt werden, zum Beispiel die Marktforschung. So könnte die Software verwendet werden, um in einem Kino zu erkennen, wie der jeweilige Film in bestimmten Szenen vom Publikum angenommen wird - also ob die Zuschauer zum Beispiel überrascht oder traurig sind oder einfach gar nicht reagieren. Microsoft Research: Emotion Recognition mit Project OxfordMicrosoft Research: Emotion Recognition mit Project Oxford Nach Angaben von Ryan Galgon, Program Manager bei Microsoft Research, könnte die Technologie auch in Kameras integriert werden. Denkbar wäre auch, dass Einzelhändler die Technologie einsetzen, um die Reaktion von Kunden auf ihre Angebote oder die ausgestellten Produkte nachzuvollziehen. Auch wenn es darum geht, Fotos einfach nur nach den darauf abgebildeten Emotionen zu ordnen oder zu durchsuchen. Microsoft Research: Emotion Recognition mit Project OxfordMicrosofts Gefühlserkennung mit Steve Ballmer als Versuchskaninchen
Microsoft Research: Emotion Recognition mit Project OxfordMicrosoft Research: Emotion Recognition mit Project OxfordMicrosoft Research: Emotion Recognition mit Project OxfordMicrosoft Research: Emotion Recognition mit Project Oxford

Die "Emotion Recognition"-Software ist Teil von Microsofts Project Oxford, bei dem Jahre der Erfahrung im Bereich des Machine Learning und der Künstlichen Intelligenz herangezogen werden, um der Öffentlichkeit bestimmte Tools zur Verfügung zu stellen. Galgon zufolge will man damit App-Entwicklern neue Möglichkeiten eröffnen, ohne dass sie dafür zu Machine-Learning-Experten werden müssen. Auf diesem Weg will man die Kreativität der App-Anbieter ansprechen.

Die Technologie kann daher direkt in Apps eingebaut werden, wobei die zu analysierenden Fotos von Microsofts Servern verarbeitet werden, bevor diese konkrete Zahlen dazu liefern. Die Wertung erfolgt nach acht möglichen Gefühlsarten, man kann also Ärger, Verachtung, Angst, Ekel, Freude, Traurigkeit und Überraschung ebenso erkennen wie einen neutralen Blick.

Zuletzt nutzte Microsoft die Plattform auch für andere Zwecke, darunter das Protal MyMoustache, das anlässlich des Movember die Bärte der Nutzer bewerten lässt. Wer die Gefühlserkennung von Microsoft selbst ausprobieren will, kann dies über die online verfügbare Live-Demo tun.
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