Apple kann mit dem iPhone 6 kaum im Android-Lager wildern
Als Apple seine neue iPhone-Generation vorstellte, rechneten Branchenkenner damit, dass es mit den größeren Displays gelingen könnte, mehr Android-Nutzer zum Wechsel zu bewegen. Dieser Effekt ist nach aktuellen Daten der Marktforschung aber wohl nicht eingetreten.
In einer Untersuchung von Consumer Intelligence Research Partners (CIRP) unter Käufern eines iPhone 6-Modells erklärten lediglich 12 Prozent der Befragten, dass sie zuvor ein Android-Gerät benutzt hätten. Der Anteil der Umsteiger lag damit wesentlich niedriger als bei der Einführung der Vorgängermodelle iPhone 5S und iPhone 5C vor einem Jahr. Damals hatten dies noch 23 Prozent der Besitzer eines neuen Apple-Smartphones angegeben.
Woher kommen die iPhone 6-Käufer?
Bei der Vorgänger-Generation konnten auch noch deutlich mehr Nutzer von Apple bei den Plattformen Windows Phone und Blackberry abgeworben werden. Weiterhin wurden auch zahlreiche Verbraucher zum iPhone 5x gebracht, die zuvor lediglich ein Feature-Phone besaßen. Allerdings ist in diesen Gruppen ein direkter Vergleich schwierig, da deren Umfang insgesamt nicht größer wurde oder gar kräftig schrumpfte.
Bei den Starts beider iPhone-Generationen waren die meisten Käufer Stammkunden - sie hatten also schon zuvor ein Mobiltelefon von Apple. Allerdings ist deren Anteil von 65 Prozent vor einem Jahr auf nun mehr als 80 Prozent gestiegen. Angesichts dessen, dass Apple insgesamt deutlich höhere Verkaufszahlen verzeichnet, konnte das Unternehmen somit nun auch zahlreiche Kunden zum Neukauf bewegen, die bei der letzten Generation dann doch lieber noch bei ihrem alten Gerät blieben.
Allerdings zeigt sich doch auch, dass die Entscheidung für die Einführung größerer Displays wichtig war, um Android-Nutzer zum Umstieg zu bewegen. Immerhin 31 Prozent der ehemaligen Nutzer der Google-Plattform entschieden sich nun für den Kauf des großen iPhone 6 Plus. Bei jenen, die zuvor schon ein anderes iPhone hatten, griffen hingegen nur 25 Prozent zu dem großen Modell.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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