Gefälschter Tor-Browser Monate im iOS-AppStore
In Apples AppStore für iOS-Geräte stand über Monate ein angeblicher Browser zum Download bereit, der eine geschützte Netz-Nutzung über das Anonymisierungs-Netzwerk Tor ermöglichen sollte.
Allerdings hatten die Entwickler der Software keineswegs im Sinn, ihren Nutzern mehr Schutz vor Schnüffeleien zu bieten. Darauf wurde das Umfeld des Tor-Projekts schnell aufmerksam und wiesen im Bug-Tracker auf das Problem hin. "Tor Browser im Apple AppStore ist eine Fälschung", hieß es da. "Er ist voll von Ad- und Spyware. Zwei Nutzer haben sich schon beschwert. Wir sollten ihn entfernen lassen", hieß es dort in einem Eintrag vom Dezember.
Doch letzteres erwies sich nicht gerade als einfach. Am 26. Dezember schickte man eine entsprechende Nachricht an Apple und das Unternehmen reagierte am 3. Januar mit dem Hinweis, dass man dem Entwickler noch die Möglichkeit zur Stellungnahmen einräumen wolle. Dann passierte erst einmal nichts mehr.
Nachdem die Diskussion im Tor-Bug-Tracker noch zwei Monate weiterging und Apple sich nicht rührte, versuchte Roger Dingledine, Leiter des Tor-Projekts, seine Kontakte ins Apple-Managament zu nutzen, um in der Angelegenheit endlich weiterzukommen. "Falls das nicht klappt, besteht mein Plan C darin, angesehene Nutzer auf Twitter dazu zu bringen, Apple zu fragen, warum sie so mit Menschen umgehen, die sich um die Privatsphäre der Nutzer sorgen.
Wer allerdings Bedarf an einem Tor-Browser unter iOS hat, findet im AppStore auch nutzbare Angebote. Eines ist beispielsweise der Onion-Browser.
Doch letzteres erwies sich nicht gerade als einfach. Am 26. Dezember schickte man eine entsprechende Nachricht an Apple und das Unternehmen reagierte am 3. Januar mit dem Hinweis, dass man dem Entwickler noch die Möglichkeit zur Stellungnahmen einräumen wolle. Dann passierte erst einmal nichts mehr.
Nachdem die Diskussion im Tor-Bug-Tracker noch zwei Monate weiterging und Apple sich nicht rührte, versuchte Roger Dingledine, Leiter des Tor-Projekts, seine Kontakte ins Apple-Managament zu nutzen, um in der Angelegenheit endlich weiterzukommen. "Falls das nicht klappt, besteht mein Plan C darin, angesehene Nutzer auf Twitter dazu zu bringen, Apple zu fragen, warum sie so mit Menschen umgehen, die sich um die Privatsphäre der Nutzer sorgen.
Erst Twitter half
Tatsächlich wurde man bei dem Computer-Konzern erst aktiv, als die ersten entsprechenden Tweets auftauchten. "Hallo Apple, bitte nehmt das Fake-#Tor Browser Bundle, das ihr im AppStore habt, offline", schrieb beispielsweise Runa A. Sandvik vom Center for Democracy and Technology, das in das Tor-Projekt involviert ist. Inzwischen ist die App nicht mehr gelistet.Wer allerdings Bedarf an einem Tor-Browser unter iOS hat, findet im AppStore auch nutzbare Angebote. Eines ist beispielsweise der Onion-Browser.
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