Hotelportal: Mac-User erhalten teurere Vorschläge

Das US-amerikanische Hotelbuchungsportal Orbitz will herausgefunden haben, dass Mac-Nutzer bereit sind, im Schnitt mehr Geld für ein Zimmer auszugeben als PC-User. Deshalb testet das Portal nun ein System, das den Besitzern von Apple-Rechnern künftig teurere Hotelzimmer vorschlägt.
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Microsoft
Wie die US-Tageszeitung 'Wall Street Journal' (WSJ) auf ihrer Webseite berichtet, hat man bei Orbitz herausgefunden, dass Mac-Nutzer bis 30 Prozent mehr Geld für ein Hotelzimmer ausgeben. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand über einen Apple-Rechner ein Hotel mit vier oder fünf Sternen bucht, sei demnach um 40 Prozent höher als bei PC-Besitzern.

Diese Erkenntnisse will das Buchungsportal künftig in den Suchergebnissen einbeziehen und den Mac-Nutzern gleich die für sie geeigneteren (sprich teureren) Anzeigen liefern. Das System wird nach Angaben von WSJ derzeit getestet, es erkennt, mit welchem Betriebssystem jemand auf die Seite kommt.

Orbitz betonte dabei allerdings ausdrücklich, dass es bei einem bestimmten Hotelzimmer keine Preisunterschiede geben werde, es werde also keinerlei Aufschlag für Mac-Nutzer geben. Die teuren Hotels werden außerdem nur vorgeschlagen, wer die Angebote nach Preis sortiert, bekommt unabhängig vom Betriebssystem die gleichen Ergebnisse.

Gegenüber dem Wall Street Journal sagte Roger Lieu, Chief Technology Officer (CTO) bei Orbitz, dass man im Unternehmen vergangenes Jahr eine "Intuition" über das unterschiedliche Verhalten von Computer-Besitzern gehabt hätte. Daraufhin habe man Nutzerdaten gesammelt und analysiert, was die Vermutung dann auch bestätigt habe.

Auch Marktforscher kamen in Vergangenheit zu ähnlichen Erkenntnissen: Wie das Blog 'Appleinsider' schreibt, habe eine Forrester-Analyse ergeben, dass das durchschnittliche jährliche Haushalts-Einkommen bei erwachsenen Mac-Besitzern in den USA um 24.000 Dollar höher ist als bei PC-Nutzern.
Witold Pryjda

Senior Redakteur

Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.

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