Wikileaks ist nach Spendensammlung wieder voll da
Die Betreiber hatten die Seite im letzten Dezember komplett abgeschaltet und durch Aufrufe zu Spenden ersetzt. Man begründete dies damit, dass man so alle Kraft auf das Auftreiben von Geldern richten könne, die für den Weiterbetrieb des Projektes dringend gebraucht werden.
Einige Wochen später erfolgten dann wieder die ersten Veröffentlichungen von Dokumenten. Allerdings wurden diese - darunter auch das Irak-Video, dass Wikileaks in der Mainstream-Presse zum großen Thema machte - lediglich mit auf die Spendenseite gesetzt.
Das komplette Archiv von Wikileaks blieb vorerst noch offline. Erst jetzt haben die Betreiber den Normalbetrieb wieder aufgenommen. Das Ziel, mindestens 600.000 Dollar Spenden einzunehmen, wurde erreicht. Diese sollen auch eingesetzt werden, um die Funktionalität der Plattform zu erweitern.
Eines der wichtigsten geplanten Features ist eine Schnittstelle, die Nachrichtenredaktionen in ihre Webseiten einbinden können. Informanten können darüber geheime Dokumente direkt zu Wikileaks hochladen. Für eine bestimmte Zeit erhält dann aber nur die jeweilige Redaktion Zugriff auf das Material.
Das soll Redakteure dazu animieren, sich gezielt auch mit umfangreicheren Quellen zu befassen. Bisher blieben viele Veröffentlichungen auf Wikileaks unberücksichtigt, weil Redakteuren das Risiko zu groß war, viel Arbeit in die Recherche zu stecken, wenn ihnen das Material nicht exklusiv zur Verfügung steht und die Konkurrenz möglicherweise kurz vor der Veröffentlichung des eigenen Beitrags mit einem Bericht zum gleichen Thema zuvorkommt.
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