WIPO: Rekordwert bei Domain-Markenmissbrauch

Wirtschaft & Firmen Die Organisation WIPO, die sich international um Markenrechts-Auseinandersetzungen kümmert, hat im vergangenen Jahr 2.107 Beschwerden wegen der missbräuchlichen Nutzung von Domain-Namen bearbeitet. Nach Angaben der Organisation ging die Zahl damit zwar um 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück, allerdings stieg die Zahl der in den Eingaben beanstandeten Web-Adressen auf einen neuen Rekordwert. 4.688 Domains mussten in Verbindung mit dem Markenrecht geprüft werden.

In der Regel handelte es sich dabei um Meldungen von Unternehmen, die ihren Namen missbräuchlich genutzt sahen. Die WIPO musste dann gegen so genannte Cybersquatter vorgehen, die versuchen, mit ähnlich klingenden Begriffen oder Buchstabendrehern Internet-Nutzer auf ihre Webseiten zu locken.

Die eingegangenen Beschwerden stammten aus 114 Ländern, so die Organisation. Das entspricht einem Anstieg um 10 Prozent. Hieraus werde deutlich, dass das Cybersquatting zunehmend zu einem globalen Problem wird und längst nicht mehr nur große Firmen aus den Industriestaaten betrifft.

Die umfassendste Meldung des letzten Jahres reichte die Hotel-Gruppe Inter-Continental ein. Diese beanstandete gleich 1.542 Domains, die missbräuchlich genutzt wurden, hieß es. 84 Prozent der insgesamt beanstandeten Domains waren in den Datenbanken von Registraren in den USA verzeichnet, so die WIPO.
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