Fujitsu plant Ausstieg aus der Festplatten-Produktion

Wirtschaft & Firmen Der japanische Computer-Konzern Fujitsu will aus der Produktion von Festplatten aussteigen. Mit mehreren Parteien werden derzeit Verkaufsverhandlungen für die Sparte geführt. Einer der aussichtsreichsten Kandidaten für einen Vertragsabschluss sei Western Digital, berichtete das 'Wall Street Journal' unter Berufung auf Fujitsu-Finanzechef Kazuhiko Kato. "Würden wir das Festplattengeschäft behalten, würden die Verluste nur steigen", sagte er und bestätigte damit bisher inoffizielle Berichte.

Die Verkaufspläne sind Teil eines Restrukturierungsprogramms für den Hardware-Bereich des Unternehmens. Im Rahmen dessen sollen unprofitable Abteilungen abgestoßen werden. Der Schwerpunkt soll zukünftig auf Fertigungsbereichen liegen, die besonders hohe Gewinnmargen versprechen.

Für das aktuelle Geschäftsjahr, das im kommenden März endet, rechnet die Konzernführung im Festplatten-Bereich mit einem Verlust von rund 107,5 Millionen Dollar. In den letzten Jahren waren die Preise für die Speichermedien stark gesunken, der Konkurrenzkampf hatte sich deutlich zugespitzt.
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