Sony Ericsson vereint Flash und Java auf Handys

Entwicklung Der Handy-Hersteller Sony Ericsson will Entwickler in der Erstellung von interaktiven Multimedia-Anwendungen für Smartphones bestärken. Deshalb führt das Unternehmen die Mobile-Versionen der Java- und Flash-Plattformen zusammen. Flash Lite und Java ME sollen so zukünftig innerhalb einer Java-Applikation eingesetzt werden können. Die Unzulänglichkeiten beider Technologien sollen so von der jeweils anderen ausgeräumt werden, so Ulf Wretling, Chef der Sony Ericsson Developer World.

Java hat gegenüber Fash den Vorteil, dass verschiedene Programmierschnittstellen angesprochen werden können, die den direkten Zugriff auf Bluetooth- und WLAN-Ports oder sichere Payment-Technologien ermöglichen. Flash biete hingegen bessere Möglichkeiten bei der Gestaltung von Benutzeroberflächen.

In der zweiten Jahreshälfte will Sony Ericsson den Angaben zufolge ein Software Developer Kit veröffentlichen, dass über eine kombinierte Flash-Java-API verfügt. Die damit erstellten Anwendungen sollen in den meisten Java-Umgebungen laufen. Netzbetreiber brauchen so in der Regel keine Änderungen an ihrer Infrastruktur vornehmen.

Zeitgleich will der Handy-Hersteller die neue API auf all seinen neuen Handys unterstützen. Die Technologie wird in der kommenden Woche auf der Entwicklerkonferenz JavaOne in San Francisco erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Geplant ist auch eine stärkere Verbreitung der Plattform in der Industrie. Bisher ist nach Angaben des Unternehmens aber noch nicht entschieden, in welcher Form dies geschieht.
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