Erdbebenopfer in Südasien - Hilfeaufruf *UPDATE4*
In den von der Flutkatastrophe betroffenen Ländern
erhöhen sich die Opferzahlen ständig - und ein Ende
dieser Entwicklung ist weiter nicht in Sicht. Die Uno
rechnet inzwischen mit bis zu 150.000 Opfern.
Wahrscheinlich werde nie genau geklärt werden können,
wie viele Menschen bei der Naturkatastrophe tatsächlich
starben, sagte UN-Krisenkoordinator Jan Egeland in New
York. "So viele namenlose Fischer und Dörfer sind ganz
einfach verschwunden, und wir werden nie herausfinden,
wie viele es waren."Hunderttausende Überlebende sind
nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von
Epidemien bedroht. Helfer und Einheimische in allen
betroffenen Ländern versuchen, die zahllosen Leichen
möglichst rasch zu begraben oder zu verbrennen.
Indonesien hat die meisten Toten zu beklagen
Die größte Zahl der Opfer sei in der indonesischen
Provinz Aceh zu beklagen, sagte Egeland, da diese "wegen
der logistischen Hürden die bislang am wenigsten
erkundete Region ist". Am Donnerstag hatte die
Gesellschaft für bedrohte Völker schwere Vorwürfe gegen
die indonesische Regierung erhoben. Viel zu spät sei den
Hilfsorganisationen die Aufnahme ihrer Arbeit in der
hermetisch vom Militär abgeriegelten Bürgerkriegsregion
gestattet worden. Zudem sei die Armee "offensichtlich
nicht Willens, die Zivilbevölkerung mit Hilfsgütern zu
versorgen", sagte GfbV-Asienreferent Ulrich Delius.
Indonesien ist das von der Flut am schwersten betroffene Land. Die
Behörden rechnen mit 100.000 Opfern.
Zahl der Opfer in Thailand nahezu verdoppelt
Auch die Regierung in Thailand sah sich gezwungen, ihre Angaben zu
korrigieren. Die Zahl der registrierten Toten im Land verdoppelte sich
beinahe auf 4500. Außerdem wurden an einem 30 Kilometer langen
Strandabschnitt nördlich der beliebten Reiseinsel Phuket jetzt rund 3500
Leichen entdeckt.
(Bilder und Texte copyright bei www.tagesschau.de)
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