1 Mio. Dollar Beute: FBI jagt Pokémon-Diebe nach Sammelkarten-Raub

FedEx-Lkw geknackt, über 6000 bewertete Sammelkarten weg: Jetzt ermittelt das FBI. Fast die Hälfte der Beute sind Pokémon-Karten, der Gesamtwert liegt bei über 963.000 Dollar. Doch die Entschädigung dürfte vielen Sammlern nicht schmecken.
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WinFuture/KI-generiert
  • Aus einem Transporter in Kalifornien wurden über 6400 Sammelobjekte entwendet
  • Das FBI ermittelt nach dem Diebstahl von zertifizierten Karten aus einem Lkw
  • Fast die Hälfte der gestohlenen Fracht bestand aus wertvollen Pokémon-Karten
  • Der Gesamtwert aller gestohlenen Stücke liegt bei über 963.000 US-Dollar
  • Seriennummern der Beute wurden gesperrt, um Verkäufe im Netz zu verhindern
  • Geschädigte Sammler erhalten von dem Unternehmen PSA finanzielle Entschädigung

Gotta steal em all?

Das FBI ermittelt offiziell in einem beispiellosen Diebstahl von Pokémon-Karten und weiteren Sammelobjekten. Am 13. Oktober drangen Unbekannte in Santa Ana in Kalifornien in einen Lkw des Versanddienstleisters FedEx ein und stahlen über 200 Pakete mit insgesamt 6451 zertifizierten Objekten. Die Fracht stammte direkt aus dem dortigen Bewertungszentrum des Unternehmens Professional Sports Authenticator, kurz PSA, und befand sich auf dem Rückweg zu den Eigentümern.

Unter der Beute befinden sich primär Sammelkarten aus bekannten Trading Card Games. Allein 2978 Karten des Pokémon TCG machen fast die Hälfte des Verlustes aus, gefolgt von 898 Karten zum Anime One Piece sowie 880 Basketballkarten und 640 Baseballkarten. Der Zertifizierer PSA prüft gegen eine Gebühr die Erhaltung solcher Objekte und vergibt Noten von eins bis zehn. Diese Einstufung bestimmt oft den endgültigen Wert auf dem Sammlermarkt.


Nach Angaben von The New York Times beläuft sich der kollektive Wert der gestohlenen Artikel auf über 963.000 Dollar (etwa 858.000 Euro). Um den illegalen Weiterverkauf zu blockieren, deaktivierte PSA die Registrierungsnummern aller gestohlenen Objekte und teilte eine Bestandsliste inklusive Seriennummern mit Auktionshäusern und Verkaufsplattformen. Zudem arbeitet das Unternehmen täglich mit den Ermittlungsbehörden zusammen und übergab Videoaufzeichnungen sowie Frachtpapiere.

Entschädigung und Sicherheit

Betroffene Kunden erhalten neben der Erstattung der Bewertungsgebühren eine Entschädigung. Zur Ermittlung des Marktwertes zieht PSA unter anderem realisierte Auktionspreise und historische Verkaufsdaten heran. Wie frühere Fälle mit verlorenen Karten zeigen, könnte die Summe deutlich geringer ausfallen als der Betrag, den Sammler bei einem Verkauf erwartet hätten. Werden die Karten irgendwann gefunden, können die Eigentümer wählen, ob sie die Entschädigung behalten oder ihre Karten zurückerhalten.

Bereits im Juli kam es in Großbritannien zu einem Diebstahl, als die Brüder Keith und Shane J. im englischen Cheshire Pokémon-Karten im Wert von 95.000 Dollar (etwa 85.000 Euro) entwendeten. Obwohl PSA angibt, im vergangenen Jahr mehr als 99,9 Prozent aller anvertrauten Gegenstände sicher bearbeitet und zurückgeschickt zu haben, will das Unternehmen seine Sicherheitsprotokolle nach dem aktuellen Vorfall überprüfen und anpassen.

Was haltet ihr von diesem Diebstahl und dem Vorgehen von PSA? Teilt eure Meinungen und Erfahrungen mit Sammelkarten gerne unten in den Kommentaren mit uns.

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Stefan Trunzik

Leitender Redakteur bei WinFuture.de

IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.

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