Ein 30 Jahre altes Geheimnis aus Super Mario 64 wurde nun gelöst

Seit drei Jahrzehnten rätseln Fans über eine verschwommene Inschrift im Nintendo-Klassiker Super Mario 64. Lange galt der Text als geheimer Hinweis auf den Charakter Luigi. Nun liefert eine aufwendige Pixel-Analyse ein völlig anderes Ergebnis.
Nintendo, Urheberrecht, Super Mario, Mario, Super Mario Bros., 3D-Rendering, Computergrafik, Spielfigur, Videospielcharakter, Peinlich, Nachdenklich, M-Logo, Gaming-Ikone, Unterhaltungssoftware
  • Ein Entwickler hat eine verschwommene Textur in Super Mario 64 analysiert
  • Fans vermuteten jahrzehntelang einen geheimen Hinweis auf den Helden Luigi
  • Eine Software glich Millionen Schrift- und Wortvarianten mathematisch ab
  • Die Inschrift lautet laut Berechnung Eternal Star sowie We Hope So
  • Der Quellcode des genutzten Analysewerkzeugs steht als Open Source bereit
  • Wegen technischer Probleme strich Nintendo Luigi damals aus dem Klassiker

Mythos um den Brunnen

Ein Entwickler unter dem Pseudonym Mochi64 will mithilfe einer Computeranalyse ein rund 30 Jahre altes Rätsel im Videospiel Super Mario 64 gelöst haben. Auf dem Vorplatz des virtuellen Schlosses befindet sich ein Brunnen mit einer stark verschwommenen Inschrift. Der Text befindet sich auf einer nur 32 x 32 Pixel großen Textur.

Lange Zeit vermuteten Spieler, dass die unleserlichen Zeilen L is Real 2401 bedeuten. Die Community interpretierte das als versteckten Hinweis auf einen spielbaren Luigi, den Bruder der Hauptfigur. Das Gerücht hielt sich über Jahrzehnte hartnäckig in der Fangemeinde, da selbst Neuauflagen des Nintendo-Klassikers mit höheren Auflösungen den Text nie schärfer darstellten.

Millionen Berechnungen

Da die Buchstaben lediglich drei bis fünf Pixel hoch sind, führte eine einfache Hochskalierung nicht zum Erfolg. Mochi64 entwickelte daher ein Programm, das die Arbeitsweise eines Grafikers aus dem Jahr 1996 simuliert. Die Software glich Millionen Kombinationen aus Wörtern, Schriftarten und Skalierungsmethoden ab, um die passendste Vorlage für das Muster zu ermitteln.

Wie VGC berichtet, lautet das Ergebnis der Untersuchung "Eternal Star" in der ersten und "We Hope So" in der zweiten Zeile (was auch immer das bedeuten mag). Das Bewertungssystem des Tools vergab für die englische Wortkombination den niedrigsten Fehlerwert von 1129. Die klassische Luigi-Theorie kam allein bei der Überprüfung der ersten Zeile auf einen deutlich schlechteren Wert von 2031.

Mochi64 hat den Code der Analyse-Software als Open Source veröffentlicht, sodass Nutzer eigene Begriffe testen können. Laut VGC ist eine Bestätigung durch Nintendo unwahrscheinlich. Der Text könnte sich schlicht auf die Sterne beziehen, die Spieler im Verlauf sammeln müssen, um neue Level freizuschalten.

Unabhängig vom Inschrift-Gerücht war Luigi tatsächlich zeitweise für Super Mario 64 vorgesehen. Regisseur Shigeru Miyamoto verriet in einem früheren Interview, dass ein Mehrspielermodus mit beiden Brüdern existierte. Das Team entfernte den Charakter jedoch im letzten Produktionsjahr, da es Speicherprobleme gab und die meisten Käufer anfangs ohnehin nur einen Controller besaßen.

Was haltet ihr von der Auflösung des alten Rätsels? Habt ihr damals selbst nach Luigi gesucht? Teilt eure Erinnerungen gerne mit uns in den Kommentaren.

Siehe auch:
Witold Pryjda

Senior Redakteur

Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.

WinFuture bei Google bevorzugenJetzt hinzufügen
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!