Sicheres RCS bei der Telekom:
Verschlüsselte Chats jetzt fürs iPhone

Die Deutsche Telekom bietet auf dem iPhone ab sofort den Kommunikationsstandard Rich Communication Services (RCS) mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung an. Möglich wird das nach dem iOS-Update, aber nicht für alle iPhone-Nutzer.
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Sichere Chats zwischen iOS und Android

In der App "Nachrichten" wird die Absicherung in laufenden Chats dann ab sofort auch visuell angezeigt. Eine bereits länger vorbereitete Funktion ist damit in Deutschland nun praktisch nutzbar.

Der SMS-Nachfolger existiert seit 2008, gewinnt aber erst durch die plattformübergreifende Nutzung an Bedeutung. Kommunizieren iPhone- und Android-Nutzer per RCS, erscheint neben dem Hinweis ein Schloss-Symbol. Fehlt es, erfolgt der Austausch zwar über RCS, jedoch ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.


Wie Apple in einem Support-Dokument angibt, unterstützen in Deutschland auch O2 und 1&1 das verschlüsselte Protokoll. Die Funktion gilt derzeit noch als Beta. Vodafone ist in der Übersicht bislang nicht aufgeführt. Freischaltungen erfolgen bei solchen Umstellungen in der Regel schrittweise durch die Anbieter.

Technische Voraussetzungen

Voraussetzung sind iOS 26.5 auf dem iPhone, ein aktiviertes Netzbetreiberprofil sowie auf Android die aktuelle Version von Google Messages. Nur wenn beide Seiten diese Bedingungen erfüllen, funktioniert die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Vom SMS-Standard zur RCS-Technik

Der klassische SMS-Dienst war auf 160 Zeichen begrenzt und bot keinen Schutz der Inhalte. RCS ermöglicht Lesebestätigungen, den Versand hochauflösender Bilder und Gruppenchats. Bislang waren RCS-Nachrichten in der Regel nur transportverschlüsselt.

Dadurch blieb der Datenaustausch an zentralen Punkten potenziell angreifbar. Mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung steigt der Schutz, ohne dass zusätzliche Messenger wie WhatsApp, Threema oder Signal nötig sind. Die Verfügbarkeit hängt weiterhin von den jeweiligen Mobilfunkanbietern ab. An iMessage zwischen Apple-Geräten ändert sich nichts. Diese Nachrichten sind weiterhin standardmäßig verschlüsselt und laufen über Apples eigene Server. Ziel der RCS-Erweiterung ist eine sichere Kommunikation zwischen iOS und Android.

Nutzt ihr für den Kontakt mit anderen Systemen bereits RCS oder verlasst ihr euch auf klassische Messenger? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren.
Was bringt mir verschlüsseltes RCS?
RCS ist der moderne SMS-Nachfolger. Bisher fehlte bei Chats zwischen iPhone und Android oft die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Das ändert sich nun, wodurch gemischte Teams sicherer kommunizieren können.

Für den IT-Alltag bedeutet das: Sie können Lesebestätigungen, hochauflösende Bilder und Gruppenchats mit Android-Kollegen nutzen, ohne dass die Daten auf den Servern im Klartext vorliegen.
Woran erkenne ich sichere RCS-Chats?
Ob ein Chat wirklich Ende-zu-Ende-verschlüsselt ist, sehen Sie direkt in der Apple Nachrichten-App. Sobald die Funktion aktiv ist, erscheint ein kleines Schloss-Symbol neben dem RCS-Hinweis.

Fehlt dieses Symbol, läuft die Nachricht zwar über den modernen RCS-Standard, aber eben nicht komplett verschlüsselt. Zum Testen empfiehlt es sich, einen neuen Chat mit einem Android-Nutzer zu starten.
Welche Provider machen aktuell mit?
Laut offiziellen Support-Dokumenten von Apple unterstützen in Deutschland derzeit die Telekom, O2 und 1&1 die verschlüsselten RCS-Nachrichten. Der Rollout erfolgt jedoch gestaffelt.

Vodafone-Kunden müssen sich angeblich noch etwas gedulden. Dort wird RCS zwar generell unterstützt, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung fehlt in den Apple-Dokumenten für diesen Anbieter aber noch.
Was sind die technischen Vorgaben?
Auf dem iPhone benötigen Sie mindestens iOS 26.5, wobei erste Nutzer berichten, dass die Funktion auch in der Beta von iOS 27 auftaucht. Zudem muss RCS in den Einstellungen der App aktiviert sein.

Auf der Android-Seite der Kollegen wird die aktuelle Version von Google Messages vorausgesetzt. Da das Feature netzbetreiberabhängig ist, müssen auch die passenden Netzbetreiberprofile geladen sein.
Brauche ich WhatsApp jetzt nicht mehr?
Theoretisch rückt die Standard-Nachrichten-App durch das Update funktional sehr nah an etablierte Messenger wie WhatsApp, Signal oder Threema heran. Die Grundfunktionen für den Arbeitsalltag sind abgedeckt.

Ob RCS diese Apps im Business-Umfeld komplett verdrängt, bleibt abzuwarten. Viele Unternehmen setzen auf dedizierte Messenger, da diese unabhängig vom Mobilfunkanbieter und Betriebssystem funktionieren.
Waren RCS-Nachrichten bisher unsicher?
Ein häufiges Missverständnis ist, dass RCS bisher komplett unverschlüsselt war. Das stimmt so nicht. Der Transportweg vom Smartphone zum Server des Providers war stets über eine Transportverschlüsselung abgesichert.

Was jedoch fehlte, war die durchgehende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen den Endgeräten bei plattformübergreifenden Chats. Erst diese garantiert, dass auch Provider oder Apple nicht mitlesen können.
Zusammenfassung
  • RCS ermöglicht nun Ende zu Ende verschlüsselte Chats zwischen iOS und Android
  • Ein Schloss Symbol in der Nachrichten App zeigt die sichere Verbindung direkt an
  • Die neue Funktion erfordert iOS 18 sowie aktuelle Google Messages auf Android
  • In Deutschland unterstützen O2 und 1&1 das Protokoll bereits im Beta Stadium
  • Klassische SMS werden durch moderne RCS Funktionen wie Gruppenchats ersetzt
  • Die Verschlüsselung verhindert das Mitlesen der Kommunikation durch Anbieter

Siehe auch:


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