Support-Ende: 71 Audio- & Video-Geräte von Sony werden (fast) nutzlos

Mitte November 2026 schaltet Sony alle Netzwerkfunktionen zahlreicher älterer Audio- und Videogeräte ab. Betroffen sind über 70 Modelle, darunter Blu-ray-Player und Soundbars. Die Geräte werden für viele Besitzer damit vermutlich nahezu nutzlos.
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Smarte Funktionen fallen weg

Im Herbst 2025 hatte Bose angekündigt, für etliche seiner Premium-Lautsprecher den Support einzustellen. Die Deaktivierung der sogenannten Smart-Optionen hätte die Geräte fast nutzlos gemacht. Aufgrund eines großen Aufschreis der Nutzer ruderte das Unternehmen Anfang 2026 dann zumindest teilweise zurück. Jetzt verkündet jedoch schon der nächste Hersteller von Medienwiedergabegeräten das Aus für etliche Produkte.

So streicht Sony ab Mitte November 2026 die Netzwerkunterstützung für 71 Audio- und Videogeräte. Anwender können dann populäre Streamingdienste wie Netflix, Spotify oder Amazon Prime Video nicht mehr nutzen. Auch die Übertragung via Google Cast wird vollständig eingestellt. Nur die lokale Wiedergabe von Medien bleibt unangetastet.


Die Produkte, die Sony in einem Support-Dokument auflistet, stammen überwiegend aus den Baujahren 2010 bis 2016, als sich Netzwerkfunktionen als Standard etablierten. Obwohl viele Geräte explizit für das Streaming konzipiert wurden, verschwinden die entsprechenden Menüsymbole ab dem 18. November 2026 von den Bildschirmen. Das trifft eine breite Palette an Unterhaltungselektronik, darunter 17 klassische Blu-ray-Player und 16 Heimkinosysteme mit optischem Laufwerk. Ebenfalls betroffen sind 16 AV-Receiver, neun Soundbars sowie fünf WLAN-Lautsprecher.

Nicht mehr rentabel

Offenbar sind wirtschaftliche Überlegungen der Grund für die Abschaltung. Die Aufrechterhaltung der Serverinfrastruktur für ältere Hardware mit geringer Nutzungsrate wird zu kostenintensiv. Das betrifft auch hochpreisige Modelle wie den Receiver STR-DN1080 oder die Soundbar HT-ST5000, die einst das obere Preissegment bedienten.

Sony hat nur eine kurze Nachricht parat, die betroffene Kunden kaum trösten dürfte:

Wir entschuldigen uns aufrichtig für etwaige Unannehmlichkeiten und danken Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre anhaltende Unterstützung von Sony-Produkten.
Sony

Das Vorgehen zeigt den Konflikt zwischen langlebiger Hi-Fi-Technik und kurzlebigen digitalen Ökosystemen. Während die analogen Verstärkerbausteine eines hochwertigen AV-Receivers Jahrzehnte überdauern, begrenzt die integrierte Software zunehmend die Lebensdauer verschiedener Funktionen. Das Phänomen der alternden Software bei intakter Hardware ist in der gesamten Elektronikbranche weitverbreitet.

Lokale Wiedergabe bleibt intakt

Was den Nutzern bleibt, sind in ihrem Funktionsumfang stark beschnittene Geräte. Einzig das Abspielen lokaler Medien ist noch möglich. Wer seine Musik- oder Filmsammlung aber wie heute üblich bei Online-Diensten wie Spotify, Netflix oder Amazon hat, muss sich jetzt ein neues Gerät zulegen, um weiter darauf zugreifen zu können. Als Notlösung lassen sich für Streaming höchstens noch externe Digital-Analog-Wandler oder dedizierte Netzwerkspieler anschließen.

Was haltet ihr von der Abschaltung smarter Funktionen bei älterer Hardware? Nutzt ihr noch alte Geräte, bei denen ihr auf externe Zuspieler ausgewichen seid? Schreibt es uns in die Kommentare!
Zusammenfassung
  • Sony beendet ab Mitte November 2026 den Netzwerksupport für viele Geräte
  • Beliebte Streamingdienste wie Netflix oder Spotify fallen dabei ganz weg
  • Ab dem 18. November 2026 verschwinden alle Streaming-Funktionen
  • Insgesamt sind 71 ältere Audio- und Videoprodukte betroffen
  • Hohe Kosten für die Wartung alter Server sind wohl der Grund für diese Entscheidung
  • Die Wiedergabe lokaler Medien bleibt weiter möglich

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