Spannweite wie eine 747: Musk prahlt mit Plänen für KI-Satelliten

Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk, der derzeit mal wieder mit ras­sistischer Hetze gegen Nicht-Weiße auf sich aufmerksam macht, hat jüngst detaillierte Angaben zu den Plänen für einen AI1 genannten Satelliten genannt, der mit KI-Servern die Erde umrunden soll.

Bis zu 150 kW Leistung geplant

In einem von SpaceX veröffentlichten Video hat Firmenchef Elon Musk ausführliche Informationen über seine Pläne für einen zu Testzwecken entwickelten neuen Satelliten namens AI1 verraten. Irgendwann sollen nach dem Willen von Musk Millionen derartiger Satelliten die Erde umkreisen, um KI-Rechenaufgaben zu erledigen.

Die Spitzenleistung des für AI1 geplante Rechensystem soll bei 150 Kilowatt liegen, wobei die Energieversorgung über Solarpanels mit einer Gesamtspannweite von 70 Metern erfolgen soll. Damit wäre der Satellit mit seinen "Flügeln" in voll ausgefahrenem Zustand sogar breiter als die Spannweite einer Boeing 747-8. SpaceX AI1 SatellitTechnische Details des SpaceX AI1 Satelliten Das an Bord des Satelliten untergebrachte "Rechenzentrum" soll laut Musk mit leicht auszutauschender Hardware bestückt werden können, um bei Bedarf schnell die Plattformen verschiedenster Zulieferer zu verwenden. Die Rechenleistung solle sich anfangs auf dem Niveau eines einzelnen Nvidia GB300-Racks bewegen, das auf der Erde rund 140 kW benötigt.

Im Grunde entspricht also ein einzelner AI1-Satellit in etwa der Leistungsaufnahme eines Server-Racks mit GB300-Ausstattung. SpaceX zufolge soll die durchschnittliche Auslastung des AI1-Satelliten bei 120 kW liegen, unter Volllast aber auch 150 kW erreichen können. Die Leistungsdichte wurde mit 70 kW pro Tonne spezifiziert. Musk will seine fliegenden KI-Server-Racks in rund 600 Kilometern Höhe um die Erde kreisen lassen.

Fliegende Server lassen sich flexibel bestücken

Durch die offene Architektur des Konzepts kann SpaceX theoretisch sehr flexibel reagieren, was die Bestückung angeht. Je nach Verfügbarkeit der jeweils leistungsfähigsten Chips könnten diese dann an Bord der Satelliten verwendet werden.

Das größte Problem ist im All wie auf der Erde die Kühlung. Der AI1-Satellit verfügt deshalb über ausfahrbare Flüssigradiatoren mit einer Fläche von bis zu 110 Quadratmetern, über die die Abwärme als Infrarotstrahlung abgegeben werden soll.

Das externe Kühlsystem der Internationalen Raumstation ISS bewältigt bei einer Radiatorfläche von über 400 Quadratmetern allerdings nur 70 kW, womit fraglich ist, inwiefern die Kühlung von Musks Satelliten mit etwa einem Viertel der Fläche die doppelte Leistung bewältigen soll. Musk gab sich allerdings schon mehrfach zuversichtlich, dass es keine Kühlprobleme geben werde. Er erklärte bereits vor Monaten, SpaceX verfüge über eine Flotte von tausenden Kommunikationssatelliten und somit über ausreichend Erfahrung zu dem Thema.

SpaceX hatte bereits im Januar bei der US-Kommunikationsaufsicht Anträge gestellt, um bis zu eine Million Rechenzentrums-Satelliten in die Erdumlaufbahn bringen zu dürfen. Außerdem hat man bereits begonnen, die noch nicht verfügbaren Kapazitäten zu vermarkten und dabei unter anderem einen Deal mit Google geschlossen, in dessen Rahmen der Suchmaschinen- und KI-Anbieter monatlich 920 Millionen Dollar an SpaceX zahlen wird.

Zusammenfassung
  • Musk will mit AI1-Satelliten KI-Server in die Erdumlaufbahn bringen, die als Schwarm die Erde umkreisen
  • Die Solarpanels des AI1 sollen eine Spannweite von 70 Metern erreichen und die einer Boeing 747-8 übertreffen
  • Der AI1-Satellit erreicht eine Spitzenleistung von 150 kW bei einer Leistungsdichte von 70 kW pro Tonne
  • Zur Kühlung nutzt der Satellit ausfahrbare Flüssigkeitsradiatoren mit einer Fläche von bis zu 110 Quadratmetern
  • SpaceX beantragte im Januar bei der US-Kommunikationsaufsicht bis zu eine Million Rechenzentrums-Satelliten
  • Google wird monatlich 920 Millionen Dollar an SpaceX zahlen und damit die Kapazitäten vorab sichern

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